Erst grinst er schelmisch, dann zeigt Albert Kuhn auf das Holzkreuz, das neben dem Eberner Käppele auf dem Berg oberhalb der ehemaligen Bundeswehrkaserne thront. "Ganz schön hoch, gell", sagt er. Zumindest, wenn man da oben steht und runter schaut und noch dazu mit Werkzeug hantiert, findet der Vorsitzende der Kapellenfreunde Ebern.

Mit drei weiteren Vereinsmitgliedern und der Hilfe einer Hebebühne, die die Stadt Ebern den ehrenamtlichen Helfern zur Verfügung gestellt hatte, machten sich die vier Männer gestern daran, die Beleuchtung an dem rund acht Meter hohen Kreuz abzumontieren.


Neues Kreuz liegt schon bereit

Es sei ziemlich morsch, das etwa 40 Jahre alte Kreuz, erklärt Kuhn. Deswegen soll es ausgetauscht werden. Das neue Kreuz liegt bereits fertig gebaut bei Schreiner Roland Schmitt, der es dem Verein gespendet hat. Die Stadt Ebern wird es laut Kuhn in der kommenden Woche am Käpellesberg aufrichten. Die Kappellenfreunde haben derweil schon mal die Beleuchtung abgenommen, die das Kreuz nachts im Umkreis von vielen Kilometern erstrahlen lässt. Die Neonröhren werden gegen LED-Lampen getauscht, erklärt Kuhn.

Lange sollen die Mitbürger auf ihr Wahrzeichen nicht verzichten müssen: "Die Eberner sind da total aufmerksam. Wenn eine Lampe nicht leuchtet, rufen die gleich an", sagt Kuhn und lacht. Bald, so verspricht er, "brennt es wieder", in zwei, vielleicht drei Wochen. Da merkt Klaus Bayersdorfer flugs an: "Naa, brennen darf's net, Albert! Leuchten soll's!" Die vier Freunde lachen drauf los.