Viel tut sich im Eltmanner Stadteil Limbach; deshalb muss die Feuerwehr noch wenigstens ein Jahr auf ein neues Gerätehaus warten. Um Verständnis dafür bat Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) bei der Bürgerversammlung im Pfarrsaal.

Ziegler ging zunächst auf das Rückgrat einer Kommune ein: die Finanzen. Die seien durchaus geordnet, vor allem gelang es in den letzten Jahren, die Verschuldung der Stadt kontinuierlich zurückzuführen auf jetzt 346.000 Euro.

"Wir haben selten so viel Geld in die Zukunft und die Lebensqualität in Eltmann und den Stadtteilen investiert wie heuer und nächstes Jahr", betonte Ziegler. Insgesamt zehn Millionen Euro hat die Stadt in den beiden Haushalten für Investitionen stehen. Ein großer Teil dieses Geldes fließt in Kinderkrippen, Kindergärten und in die Schule einschließlich des Neubaus der Mensa.

Mensa geht bald in Betrieb


Der Bürgermeister unterstrich die Bedeutung des Schulzentrums für Eltmann und die Stadtteile. In Eltmann stünden die größte Realschule und die größte Mittelschule des Landkreises, insgesamt 1200 Kinder bevölkern täglich den Schulberg, an dem sich auch die Grundschule befindet. Die neue Mensa, in der künftig bis zu 400 Kinder ihr Mittagessen einnehmen können, soll nach den Allerheiligen-Ferien in Betrieb gehen.

Mit dem Tag der Bürgerversammlung begann in Limbach der Abbruch des alten Kindergartens. Der Neubau eines Regelkindergartens mit Krippe und Hort wird voraussichtlich 1,9 Millionen Euro kosten. Ob eine solche Investition denn nötig sei, hätten manche Bürger gefragt, sagte Ziegler. Er erklärte, dass sich eine Sanierung und ein Anbau der Kinderkrippe als unwirtschaftlich herausgestellt hätten.

Nun entsteht eine Kindertagesstätte, die auch modernen pädagogischen Anforderungen gerecht wird. Ein Drittel der Kosten trägt die katholische Kirchenstiftung, unterstützt von der Diözese, ein Drittel die Stadt und ein Drittel der Staat.

Zügig voran gehe die Erschließung des Limbacher Baugebiets, in dem im Frühling 2013 die ersten der 39 Plätze bebaut werden können, sagte Ziegler. Er bedankte sich bei den Grundstückseigentümern für ihre Kooperation. Die Stadt erschließe nämlich nur noch Baugebiete, in denen ihr die Fläche zu mindestens 80 Prozent gehören. So sollen die Baulücken reduziert werden. In älteren Baugebieten gibt es in Eltmann und den Stadtteilen insgesamt 180 leere Bauplätze in Privatbesitz.

Kirchendach ist fast fertig


Diese Woche noch fertig werden soll die Reparatur des Daches an der Wallfahrtskirche Maria Limbach. Pfarrer Ottmar Pottler ergänzte, dass sich im nächsten Jahr eine Sanierung des denkmalgeschützten Dachstuhls anschließen werde. Bürgermeister und Pfarrer dankten allen Feuerwehrleuten, die nach dem Sturm am 1. Juli dieses Jahres das Dach sicherten. Bei solchen Einsätzen werde auch dem letzten Lästerer bewusst, welche Herausforderung der Feuerwehrdienst sein kann.

Allerdings müssten sich die Limbacher Feuerwehrleute mit einer neuen Unterkunft noch gedulden. "Wir wissen, dass das Feuerwehrhaus keine Lösung ist, aber wir müssen erst die anderen Projekte in Limbach abschließen", sagte er. Die Planung für ein neues Gerätehaus werde in Abstimmung mit den Kommandanten weitergeführt. Ein ordentliches Feuerwehrhaus trage auch zur Motivation der Jugend bei, das sei ihm und dem Stadtrat bewusst, so Ziegler.

Der Bürgermeister ging auch auf den Brückenneubau zum Sportheim ein, ebenso auf die laufende Sanierung der Leichenhalle im Friedhof. Pfarrer Pottler informierte die Versammlung darüber, dass 20 Fußwallfahrten und 75 Busgruppen die Wallfahrtskirche angesteuert hatten. Ein Höhepunkt sei die Fernsehübertragung des Gottesdienstes am 1. Mai gewesen. Seitdem sei Maria Limbach noch mehr Aushängeschild für Eltmann.

Schlechte ÖPNV-Anbindung


In der anschließenden Aussprache wurden die schlechte Anbindung Limbachs an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), insbesondere an den Bahnhof in Ebelsbach kritisiert. Auch die späte Abfahrt des Schulbusses wurde bemängelt; dieser erreiche erst nach 8 Uhr morgens die Schule, hieß es.

Auf Anregung von Ludwig Pflaum stimmte die Mehrheit der Versammlung dafür, die restlichen Bäume an den Priestergräbern im Friedhof zu fällen, nachdem ein Stamm beim Juli-Sturm umfiel und massive Schäden angerichtet hatte. Als Ersatz soll eine Hecke gepflanzt werden.

Aloysius Böhnlein dankte den Familien Greger und Beck, die das ganze Jahr über die Orts-Begrüßungsschilder mit Blumenschmuck versehen und pflegen. Die Familie Beck ziehe sich jetzt zurück, und deshalb wird für das östliche Begrüßungsschild ein neuer "Pate" gesucht.