"Jetzt ist das Gremium wieder komplett und alle Stadtteile vertreten", erklärte Bürgermeister Michael Ziegler (CSU), als er am Mittwoch die beiden Ortssprecher Jutta Aumüller für Lembach und Uwe Pappenheimer für Roßstadt vereidigt hatte. Der Stadtrat Eltmann trat am Mittwoch zur ersten echten Arbeitssitzung nach den Kommunalwahlen zusammen.

Wenig Gesprächsbedarf gab es zur neuen Geschäftsordnung, die der aktuellen Gesetzeslage angepasst wurde. Lediglich die Ladungsfrist wurde auf Antrag von Wolfgang Brühl von vier auf sechs Tage erhöht. Bei vier Tagen werde die Vorbereitung in einer Fraktionssitzung doch recht schwierig, begründete Brühl.

Ausschuss umbenannt

In Funktion und Namen neu formiert wird auf Antrag der CSU-Fraktion der Kulturausschuss, der künftig Ausschuss für Stadtentwicklung und Kultur heißen soll. Die Namensgebung war das Ergebnis einer angeregten Diskussion, nachdem Stadtrat Jens Witthüser die Zielsetzung dieses Ausschusses vorgestellt hatte. Es gehe darum, am Image der Stadt zu arbeiten, die Geschäftswelt und Vereine einzubinden und zu unterstützen. Ziel sei es, Eltmann als Stadt für die Bewohner, wie auch Ansiedlungswillige Familien und Firmen attraktiver zu machen, die Innenstadt zu beleben, die Stadtteile zu integrieren, den Fremdenverkehr und das kulturelle Angebot zu erweitern.

Vieles könne nach seiner Meinung mit kleinen Maßnahmen und ohne großes Budget umgesetzt werden, zeigte sich Witthüser überzeugt.

Die Zukunftsfähigkeit im Blick


Während Hans-Georg Häfner meinte, ein Arbeitskreis sei vielleicht zielführender, und deutlich machte, dass bei allem guten Willen immer auf die Haushaltsmittel geachtet werden müsse, stellte Peter Kremer fest, dass der Bedarf für diesen Ausschuss sicherlich gegeben sei, wenn Eltmann zukunftsfähig gemacht werden soll. Der Stadtrat arbeite ja immer auch an diesen Zielen, sich konzentriert in einem Ausschuss damit zu beschäftigen, sei sicherlich nicht falsch. Nach ausgiebiger Diskussion fiel der Beschluss für die Bildung dieses neuen Ausschusses einstimmig. Auf die Mitglieder wird einiges an Arbeit zukommen, deshalb rechnet Witthüser in der Anfangszeit mit acht bis zehn Sitzungen pro Jahr.

In diesen Kontext gehört für Stadtrat Josef Scheller auch die Umsetzung beschlossener Maßnahmen. Deshalb kritisierte er an der Niederschrift über die Bauausschuss-Sitzung vom 3. Juni, dass die Umgestaltung des alten Tennisplatzes beim Freibad entgegen der Haushaltsplanungen von der Projektliste gestrichen wurde. 130.000 Euro wurden dafür in den Haushalt eingestellt, erinnerte er, nachdem die Maßnahme schon seit vielen Jahren immer wieder verschoben wurde. "Es ist ärgerlich und trägt nicht zur Glaubwürdigkeit bei, wenn wir eine solche Maßnahme, gerade für die Jugend, immer wieder vertagen", so Scheller.

Seinem Antrag, die Maßnahme wieder in die Projektliste aufzunehmen, stimmten alle Stadtratsmitglieder zu.
Neu formiert hat sich auch der Rechnungsprüfungsausschuss. Vorsitzender war bisher der ausgeschiedene Stadtrat Josef Schwemmlein gewesen. Zum neuen Vorsitzenden wählte der Stadtrat am Mittwoch Bruno Wittig.

Modernes Friedhofskreuz

Ein neuer Blickfang an der Wallfahrtskirche Maria Limbach ist der Freialtar, dessen Gestaltung mit einem neuen Kreuz jetzt abgeschlossen werden konnte. Die Altarinsel hier wurde bereits 1995 angelegt, ein Holzkreuz aufgerichtet mit einem Korpus aus Guss-Harz. Dieser Korpus war kaputt und wurde daher abgenommen, Das Kreuz stand längere Zeit ohne Christus hinter dem Altar. Das Bischöfliche Bauamt nahm sich der Situation an und schlug einen modernen Akzent neben der altehrwürdigen Wallfahrtskirche vor. Das Kreuz entwarf der Kunstreferent der Diözese Würzburg Jürgen Lenssen, hergestellt wurde es von der Schlosserei Pflaum in Limbach, der örtliche Bildhauer Michael Scholl übernahm die Bildhauerarbeiten.

Seit April präsentiert sich die Altarinsel nun wieder komplett. Für Pfarrer Ottmar Pottler ist dieses moderne Kreuz, das nur die Umrisse eines Menschen andeutet, ein Symbol dafür, dass das Wesentliche verborgen bleibt. Es soll Einheimischen, Pilgern und vorbeikommenden Radfahrern eine Anregung zu Gebet sein.
Die Stadt Eltmann hatte der Kirchenstiftung Unterstützung zugesagt. Die Abschlussrechnung über 3.389 Euro lag nun vor, der Stadtrat gewährte die üblichen zehn Prozent der Kosten als Zuschuss.

Neue Kommandanten

Bei vier Feuerwehren wurden die Kommandanten neu gewählt, der Stadtrat muss diese bestätigen, was er einstimmig tat. Folgende Wahlen wurden bestätigt: Feuerwehr Eltmann Erster Kommandant Uwe Hümmer, Zweiter Kommandant Roland Antogiovanni, Dritter Kommandant Fabian Hümmer; Feuerwehr Eschenbach Erster Kommandant Erich Mölter, Zweiter Kommandant Klaus Hofmann; Feuerwehr Dippach Erster Kommandant Stefan Klarmann, Zweiter. Kommandant Uwe Voll; Feuerwehr Lembach Erster Kommandant Erhard Graser, Zweiter Kommandant Andreas Christel.