Dank des Apfelfestes und des wunderbaren goldenen Oktoberwetters war der kleine ,aber feine Oktobermarkt in Ebern wieder einmal gut besucht. Bürgermeister Jürgen Hennemann informierte sich bei der ersten offiziellen Eröffnung des 21. Apfelmarktes mit dazugehörigem Rundgang selbst, was in diesem Jahr alles geboten war. Besonders im Bereich um den Neptunsbrunnen und im Rathaus sammelten sich die Menschen. "Das Apfelfest ist fester Bestandteil des Oktobermarktes", freute sich der Bürgermeister und bedankte sich beim Bund Naturschutz, dafür mit dem Apfelfest eine feste Attraktion für diesen Markt geschaffen zu haben. "Sonst wäre dieser Markt sicher nicht mehr so belebt." Verwies er auf andere Märkte, die längst nicht so gut besucht würden. "Es kommen auch immer wieder Menschen aus dem Maintal und von überall her, die sonst nicht unbedingt den Weg nach Ebern finden würden", bestätigte Guntram Ulsamer, Kreisfachberater für Gartenbau und Landschaftspflege. Harald Amon freute sich besonders den in diesem Jahr ersten Lokalmarkt für Äpfel und Apfelverwertung im Bereich um den Neptunsbrunnen ins Leben gerufen zu haben. "Zusammen mit einigen Obst- und Gartenbauvereinen aus dem Stadtgebiet haben wir eine weitere Attraktion geschaffen", ist sich Amon sicher. Dass gerade dieser Lokalmarkt die Menschen besonders anzog, zeigte sich nicht nur bei den oft liebevoll gestalteten Ständen, sondern auch bei den teilweise recht langen Schlangen vor der Saft- oder Apfelpunsch-Verkostung. Auch immer sehr beliebt ist die Möglichkeit, Apfelsorten durch einen Fachmann bestimmen zu lassen. "Das würden wir gerne flächendeckend im gesamten Landkreis machen", erklärte Guntram Ulsamer. Allerdings sei dies mit hohen Kosten verbunden. Doch vielleicht, so stellte der Kreisfachberater in Aussicht, ergebe sich in absehbarer Zeit ein sogenanntes Leader-Projekt aus der Vielzahl der noch vorhandenen Streuobstbestände im Landkreis. Ein neues Projekt stellte auch Bürgermeister Jürgen Hennemann in Aussicht. Er wolle alle städtischen Apfelbäume erfassen und nutzen. "Wir haben für dieses Jahr ein Auszubildenden-Projekt ins Leben gerufen, bei dem aus den Äpfeln echter Eberner Apfelsaft werden soll", erzählte er auf dem Markt. Momentan ist das Projekt noch klein, um Erfahrungen zu sammeln. Es könnte in den nächsten Jahren aber - unter Mitwirkung der Schulen und Kindergärten - wachsen. "Den Apfelsaft würden dann auch die Schulen und Kindergärten bekommen", stellt sich Hennemann den gegenseitigen Nutzen vor. Und vielleicht könne dieses Projekt auch eine Art Leuchtturm-Projekt für den gesamten Landkreis oder sogar Basis für ein Leader-Projekt werden.