Eine Schülergruppe aus Ningbo, die noch bis Donnerstag am Friedrich-Rückert-Gymnasium und in Gastfamilien daheim ist, ehe es nach Heidelberg, Trier und Paris weitergeht.

Mit asiatischer Freundlichkeit begegneten die 15-Jährigen nicht nur dem Fotografen (ob sie die Pressefreiheit im Lande schätzen?), sondern auch Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD), der mit vielen Fragen und Wünschen konfrontiert wurde. Besonders die jungen Damen lechzten nach einem Selfie mit dem Stadtoberhaupt.
Wie ein Popstar wurde Hennemann umgarnt und stellte sich ebenso gekonnt wie artig in Positur.
Artig. Eine Tugend, die die Besucher aus Fernost besonders auszeichnet, und die auch mit Komplimenten nicht geizten. "Sie lieben diese Stadt sehr", sagte der stellvertretende Schulleiter im Namen seiner Schützlinge.

Kein Wunder: Sie erlebten eine pulsierende fränkische Kleinstadt. Das Altstadtfest hat keinen Kulturschock ausgelöst, ergab eine Nachfrage bei der Dolmetscherin, die perfekt Deutsch spricht. "Das viele Trinken hat sie nicht überrascht, höchstens das viele Bier."

Hennemann betonte denn auch, dass das Altstadtfest nur an einem Wochenende stattfindet und nicht das ganze Jahr über. Weiter wies er ob des morgendlichen Nebels darauf hin, dass das kein Smog sei wie in ihrer Sechs-Millionen-Stadt. "Das viele Grün", so die Übersetzerin, sei den Besucher aus Fernost besonders aufgefallen,
Aber auch, dass die Deutschen mit ihren Autos so schnell fahren, und warum Motorräder die Autobahnen nutzen dürfen? Warum die Geschäfte am Sonntag nicht offen haben, wollte eine Schülerin wissen, ein andere, ob Hennemann jeden Tag mit dem Rad fahre?

Am Montag stand ein Besuch in Bamberg auf dem Programm - und abends nochmals ein Bummel über das Altstadtfest.