Wohin mit den alten Schuhen? In die Restmülltonne oder in einen Sammelcontainer? In Eltmann gingen solche Schuhe nun einen anderen Weg und sind als "Kunstobjekte" sogar in einer Ausstellung zu bewundern. Diese besondere Kunstausstellung ist noch in dieser Woche im Ritz (Regionales Informations- und Tourismuszentrum) am Marktplatz jeweils von 9.30 bis 12 Uhr geöffnet.

Schuhe trägt jeder, Tag für Tag und viele Kilometer weit. Sie sind somit ein Zeichen der Zeit, und irgendwann ist diese Zeit abgelaufen. 380 Millionen mal jährlich ergeht es in Deutschland den Schuhen so, und sie landen dann irgendwo.


Die Dinge bekommen neue Form

Die Schüler der Georg-Göpfert-Mittelschule in Eltmann befassten sich bei einem Projekt mit dem Thema. In der Mittagsbetreuung der fünften bis neunten Klassen entstand eine Idee, die auf Begeisterung traf. "Man könnte doch alle möglichen alten Schuhe von zu Hause mitbringen und sie in einem Projekt mit den Schülern kreativ gestalten."

Ein neues Projekt war somit geboren, und die Schüler gingen gerne an die Arbeit. Erst wurden natürlich alte Schuhe gesammelt von Stiefeln, über Turnschuhen bis hin zu Sandalen.

Als nächstes ging es in die "Ideenschmiede", zu welchen neuen Objekten denn die "alten Treter" wohl werden könnten. Aber auch hier gingen den Schülern die Ideen nicht aus und sie waren unheimlich kreativ, wobei sich einige Schwerpunkte herausbildeten.

Eine Klasse ging mehr in die dynamische Richtung und versah die Schuhe mit einem Unterbau mit Rädern, eine andere Schülergruppe fand die Umgestaltung der ausgelatschten Treter zu Monstern mit Zähnen spaßig.


Plötzlich ist es ein Frosch

Auch kleine Tiere wie ein Frosch fand Eingang in die Objektauswahl und vieles andere mehr. Die kräftigen Acrylfarben sorgten dazu noch für den entsprechenden farbigen Hingucker.

Auf diese Weise bekamen nun gut 60 Schuhe ein neues "Outfit" und erhielten eine Wiedergeburt in Form eines Kunstwerkes. Vorerst sind diese neuen Schuhe in einer Ausstellung im Ritz zu sehen.

Wo sie danach hinkommen, ist noch nicht so sicher. "Natürlich dürft ihr eure schönen Stücke mit nach Hause nehmen", meinte die Betreuerin Sabine Kübler, die mit Annemarie Trunk die Jugendlichen anleitete. Wahrscheinlich werden einige demnächst den eigenen Schreibtisch verzieren. Andere unterbreiteten auch den Vorschlag, sie im Eltmanner Schulhaus auszustellen und damit vor allem den Raum für die Mittagsbetreuung auszuschmücken.


Marionetten und Zementguss

Diese tolle Sache mit den Schuhen machte Lust auf neue Projekte in der Zeit der Mittagsbetreuung. Parallel läuft schon ein Werkkurs mit Marionetten. In nächster Zeit will man auch Formen aus Zement gießen (Lichter) oder auch Brettspiele selbst bauen. Neben dem Lernen kommt also hier auch die Muse nicht zu kurz.