Die beiden gebürtigen Gresselgründer hatten in jungen Jahren in der Landwirtschaft der Eltern Heinrich und Anna Schad gearbeitet. Als beide 18 Jahre alt waren, trennten sich ihre Wege, denn Meta Schad heiratete, ihr Bruder Ernst wurde zum Arbeitsdienst an die südfranzösische Küste eingezogen. Und da hat es ihn wirklich schlimm erwischt.

Schwer verletzt

Als Angehöriger des Infanterieregiments 95 aus Coburg bekam er einen Tag Ausbildung in Baumholder und musste dann sofort an die ukrainische Front, wo er beim ersten Einsatz bereits verwundet wurde. Im Lazarett in Kirowograd wurde er wieder hergestellt, wurde jedoch kurze Zeit später erneut von einem Schuss getroffen und diesmal sehr schwer verwundet. Die Verletzung kostete ihn ein Bein. "Mindestens zehn Operationen habe ich deshalb in meinen Leben ertragen müssen", erklärt Ernst Schad.
Wieder in der Heimat arbeitete der Jubilar in der elterlichen Landwirtschaft bis 1955 mit, ehe er Erika Bayersdorfer aus Ditterswind heiratete und dorthin wechselte. Aus der Ehe der Schads gingen zwei Söhne und zwei Enkeltöchter hervor. Ernst Schad, der seit 1988 Witwer ist, war viele Jahre Gemeindeschreiber und Gemeindediener in Ditterswind.

Leben in der Landwirtschaft

Seine Schwester Meta, die im November 1953 Karl Bauersachs aus Todtenweisach geheiratet hatte, führte ihr Leben als Bäuerin und Hausfrau auch auf dem Hof der Schwiegereltern in Todtenweisach fort. Stricken, der Garten und ihre Familie brachten ihr den Ausgleich vom Alltag. Aus der Ehe gingen zwei Kinder, fünf Enkel und ein Urenkel hervor.

Landrat Wilhelm Schneider (CSU) bzw. sein Stellvertreter Oskar Ebert (FW) und Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) gratulierten den beiden Jubilaren in ihren jeweiligen Wohnorten. Glückwünsche überbrachten auch die Ortssprecher, Gerhard Gagel in Ditterswind und Johannes Bätz in Todtenweisach.