Die Franken sind auch in diesem Jahr zufriedener als die Südbayern - wenn auch nur minimal. Im "Deutsche Post Glücksatlas", der die Lebenszufriedenheit der Deutschen misst, landete Franken mit 7,26 Punkten knapp vor Südbayern (7,25).

Wie aus dem am Dienstag in München vorgestellten "Glücksatlas" hervorgeht, belegten die zwei Regionen damit bundesweit die Plätze Fünf und Sechs. Das Glücksempfinden wird auf einer Skala von 0 bis 10 gemessen: Spitzenreiter ist zum fünften Mal in Folge Schleswig-Holstein mit 7,43 Punkten, Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt (6,83).
 


Franken glücklicher als noch vor einem Jahr


Die Franken und Südbayern schätzten sich heuer glücklicher ein als noch vor einem Jahr: Franken erreichte damals 7,22 Punkte und damit den zweiten Platz, Südbayern 7,17 Punkte und den achten Platz.

Der bundesweite Durchschnittswert lag in diesem Jahr bei 7,07 Zufriedenheitspunkten - nur leicht weniger als im vergangenen Jahr (7,11). Dafür sei der Abstand zwischen der zufriedensten und der unzufriedensten Region noch nie kleiner gewesen als in diesem Jahr, teilten die Studienmacher mit.

Die zufriedensten Menschen nach den Schleswig-Holsteinern kommen aus Hamburg (7,28), Baden (7,28) und Hessen (7,27). Wie aus der Studie hervorgeht, sind die Westdeutschen erneut zufriedener als die Ostdeutschen.
 


Unterschied zwischen Ost und West geschrumpft


Der Glücksabstand zwischen West und Ost ist in diesem Jahr allerdings kleiner: Er sank von 0,28 im vergangenen Jahr auf diesmal 0,22 Punkte. Dennoch ist die Glücksschere deutlich: Die ostdeutschen Bundesländer landeten - wie auch im Jahr zuvor - auf den letzten Plätzen.

Der "Deutsche Post Glücksatlas" ist bereits zum siebten Mal erschienen.

Befragt wurden für die repräsentative Umfrage 5.698 Personen. Verknüpft wurde die Studie mit einer Umfrage zur nachhaltigen Lebensweise des Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid, an der 1.001 Menschen teilnahmen.

Dabei habe sich gezeigt, dass die Menschen umso zufriedener seien, je mehr sie sich für soziale und ökologische Belange einsetzten. Zusammengestellt wurde der "Glücksatlas" vom Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg.