Ein warmer Regen bringt Geld und Segen
1,5 Millionen Euro – ein ganz schöner Batzen, den der Kronacher Landkreis da erhält - und zwar aus Fördermitteln. Die Voraussetzung dafür hat man auf jeden Fall erfüllt: ländlich und strukturschwach. Irgend einen Vorteil muss man aus diesem Nachteil ja haben. Das Geld kommt aus dem Bundesprogramm „Land(auf)Schwung – innovativ für lebenswerte ländliche Räume.“ Was mit der ganzen Kohle jetzt passiert? Naja, man will „innovative Ansätze proben und neue Formen des Wohnens etablieren.“ Wer es genau wissen möchte, dem lege ich den entsprechenden Artikel ans Herz. So ganz steige ich da nämlich selbst nicht durch, muss ich zugeben, denn einige Sätze lesen sich wie der Auszug aus einer schwer verdaulichen Gesetzesvorlage. Hauptsache aber ist doch, das Geld kommt da an, wo es auch dringend gebraucht wird.

Ablehung statt Anlehnung
  Jetzt geht’s aufwärts“, sagte der Fisch, als er an der Angel hing. Ähnlich ergeht es zur Zeit dem SPD-Kreisverband Kronach. Wenn man nämlich dem Vorsitzenden Ralf Pohl glauben kann, dann geht es sowohl inhaltlich, als auch personell steil nach oben. Die haben sich hoffentlich zwischenzeitlich nicht vollständig neu erfunden? So schlecht waren nämlich manche Standpunkte dann doch nicht. Was auf jeden Fall geblieben ist, sind klare Ansagen zu einigen Punkten auf der Tagesordnung. Die Kreis-SPD sagt nein – und zwar unter anderem zu folgenden Themen: Absenkung des Standards für die Lebensmittelsicherheit und den Verbraucherschutz, Aushöhlung (Privatisierung) der öffentlichen Daseinsvorsorge, Regelungen zum Investorenschutz ausländischer Unternehmen und die Einführung privater und geheimer Schiedsgerichte mit Anwälten aus internationalen Großkanzleien, gegen deren Entscheidungen es keine Einspruchsmöglichkeit gibt. Natürlich war man nicht nur kategorisch dagegen, sondern bei manchen Dingen auch dafür. Wie beispielsweise beim Abbau von Zöllen und der Angleichung technischer Normen zwischen der USA und der EU. Am Schluss definierte Völkl noch mal die Schwerpunkte der Kronacher SPD, die im Herbst ihr 115-jähriges Jubiläum feiert. Sie will nämlich die Einrichtungen und Angebote auf dem neuesten Stand halten. Am spannendsten wird das sicher bei der Aufgabe, die Innenstadt und die Obere Stadt als Einzelhandels- und Gastronomiezentrum zu stärken. So manch einer wusste bestimmt nicht, dass so etwas in Kronach bis dato überhaupt existierte.
 
Wenn's im Krankenhaus "kränkelt"
Man mag gar nicht mehr dran glauben, dass mit dem Kronacher Krankenhaus doch noch alles gut wird. Das schon seit Jahren andauernde Gerangel um Besitz, Strukturen und Personalabbau haben viele bis zum Abwinken satt. Jetzt soll es wieder eine neue Regionsstruktur geben, die die Vernetzung der Helios-Kliniken untereinander fördern soll. Es gäbe auf jeden Fall „positive Auswirkungen“, bestätigt Pressesprecher Stephan Zeidler. Was auch immer das für den einzelnen Patienten auch heißen mag. Wichtig für den Erkrankten ist doch letztlich nur, dass man sich in einem Krankenhaus gut aufgehoben und richtig behandelt fühlt. Vielleicht tragen dazu ja auch die drei neuen Chefärzte bei, die demnächst das Kronacher Klinikteam verstärken sollen.

Geht es jetzt wirklich ans „Eingemachte?
Der Kronacher Feuerwehrkommandant Martin Panzer reibt sich aus Vorfreude schon mal die Hände. Am Montag soll der Vorentwurf für das neue Feuerwehrhaus an der Rodacher Straße dem Kronacher Stadtrat vorgelegt werden. Er hofft, wie viele andere auch, dass dieser erst mal durchgewunken wird. Schließlich ist man von den „trockenen Tüchern“ noch ziemlich weit entfernt. Erst mal soll nämlich die Planung konkretisiert werden. Dann wird aus der Kostenschätzung der Machbarkeitsstudie eine exakte Kostenplanung. Aber erst mal nur auf dem Papier. In wie weit diese etwas mit der Realität zu tun haben wird, stellt sich noch heraus. Geht alles bis dahin gut, soll das neue Gebäude Ende 2017 stehen. Vorgearbeitet hat man auf jeden Fall ziemlich gründlich, denn schon Ende 2013, Anfang 2014 hat man vorsichtshalber die KWG-Wohnblöcke abgerissen und die Bewohner umgesiedelt. Hoffentlich war das alles nicht für die Katz.

Wenn die „Schöödueara“ mit der „Lulu“ und dem Schmäuß...
  Sie soll ihre Dienste anbieten im Zeichen der Liebe, der Liebe zu Kronach. Das ist die Aufgabe einer „Schööduera“ . Wenn jetzt jemand schmunzelt: Nicht, was Sie denken! Es geht vornehmlich darum, dass diese Dame ihren Gästen die Schönheiten der Stadt zeigt und bei ihnen Zuneigung weckt. Okay, auch das klingt zweideutig. Aber scheinbar gibt es für diesen Titel nur Umschreibungen wie „große Liebe empfinden und die Wahrhaftigkeit dieser Liebe zu zeigen.“ Auf jeden Fall wird diejenige, der dieser Nachweis gelingt (wie auch immer das geht), in die „Schööduera-Zunft“ (was auch immer das ist) aufgenommen und erhält das gelbrote Band.

Und dabei fällt mir doch glatt auch die „fesche Lulu“ ins Auge. Sie trägt den ehrenvollen Titel „Kroniche Housnkuh 2015.“ Lulu ist zwei Jahre alt und einfach süß. Begeistert hat sie scheinbar auch Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, denn er will sich an der flotten Häsin glatt ein Beispiel nehmen: „Mit leerem Beutel große Sprünge machen.

Und noch eine gute Nachricht: Am Kronacher „Stadtspektakel“ wird es auch dieses Jahr kaum trockene Kehlen geben, denn es gibt wieder „Schmäuß.“ Von seiner „Trinckigkeit“ haben sich die Verantwortlichen schon ausgiebig überzeugt, schließlich will man ja kein schlechtes Bier an seine Gäste ausschenken. Da müssen die Aktiven des Historischen Kronachs schon mal das Opfer einer Verkostung bringen. Ein wahrhaft schweres Los... ;-)