999 und 1 Herz
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Erich Kästner hat es auf den Punkt gebracht.Und die Organisatoren von "1000 Herzen", Herta und Gerhard Burkert-Mazur, haben sich diesen Spruch quasi „zu Herzen genommen.“ Seit mehr als über zwölf Jahren unterstützt diese Benefizaktion Menschen in Not. Sie springt da ein, wo schnelle und unbürokratische Hilfe angesagt ist. Auch in diesem Jahr stehen zahlreiche Veranstaltung unter dem Stern und der Schirmherrschaft der „1000 Herzen“. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, um die gute Sache zu unterstützen. Meine Meinung: Daumen hoch!

Mädchen an die Macht
Premieren in Kronach sind ja nichts Alltägliches. Eine gab es kürzlich dann aber doch: Das 1. Kronacher Mädchen-Café öffnete seine Pforten. Die Idee ist ja nicht schlecht, denn möchte man etwas für Kinder und Jugendliche tun, sollte man zwei Dinge beachten: Man sollte die Betreffenden nach ihren Wünschen und Vorstellungen fragen und man sollte die machbaren Dinge auch umsetzen. Gefragt worden sind jetzt erst mal die Mädels. Und sie haben sich gefreut, mal ihre Meinung sagen zu können. Sie wurden gehört und ernst genommen. Was aus aber aus ihren Zukunftsfantasien den Weg in die Realität finden wird, bleibt noch offen. Vielleicht sind es ja der Kletterpark und die Schlittschuhbahn? Vielleicht aber auch das große Einkaufszentrum für modebewusste Kids oder die U16-Disco? Da wäre nur noch ein klitzekleines Problemchen: Wie finanziert man das alles? Sponsoren und Eigeninitiativen wären ein möglicher Ausweg. Und falls die Jungs denken, dass sie hier ja gar nicht auf dem Plan standen: Es ist eine ähnliche Veranstaltung auch für sie geplant. Anmeldungen für die Mädels mit ihrem Namen, ihrer Schule und ihrer Klasse per E-Mail unter maedchen-café@web.de.

 


Krieg ist nicht nur so ein "Männerdings"
Das galt auf jeden Fall für den Schwedenkrieg. Denn da unterstützten die tatkräftigen Kronacher Frauen ihre kriegsmüden Männer gegen den Feind. Sie waren Pflastersteine und schütten kochenden Wasser auf den verhassten Angreifer, den sie damit auch in den Flucht schlugen. Seither dürfen die Frauen bei der Kronacher Schwedenprozession in Kronach vorne weg gehen. Und das tun sie auch heute noch mit Stolz im Herzen. Es ist eine festliche, aber auch eine emotionale Prozession, die es über die vielen Jahre hinweg geschafft hat, sich den Status des Besonderen zu erhalten.

Es läuft wie geschmiert
Und auch sonst scheint es im beschaulichen Kronach – bis auf wenige Ausnahmen – ziemlich glatt zu laufen. Die Post kommt noch regelmäßig, die Ampeln funktionieren, die Baumaßnahmen auf der Südbrücke verlaufen reibungslos. Manchmal tut so ein bisschen „heile Welt“ ja auch der Seele gut. Ein Wermutstropfen entpuppte sich allerdings als ziemlich ölig: Im Kronachfluss wurde erneut Heizöl gefunden. Und das war nicht so toll, wie es sich vielleicht anhört, denn die Feuerwehr musste Ölsperren aufbauen, um größeren Schaden zu verhindern. Hinterherschieben möchte ich noch ein paar Tipps für spontane Leser, Wochenendplaner und Freizeitaktivisten:

Guckst du: Oldies im Frankenwald

Schwimmst du: Crana Mare

Hörst du: Kronacher Seebühne

Lernst du: Lesereporter werden