Bereits im Mittelalter spielte die Stadt schon eine wichtige Rolle und gehörte zu den drei größten führenden Städten Deutschlands. Der historische Johannisfriedhof beeindruckte durch die vielfarbigen Rosenstöcke bei den  liegenden Grabsteinen, die mit kulturge schichtlichen und künstlerisch wertvollen Bronzeepitaphien versehen sind, Er besteht seit 1377  und gehört zu den weltbekanntesten Friedhöfen, gelegen innerhalb der historischen Meile von Nürnberg. Auch Albrecht Dürer ist hier begraben 1471 – 1528.

Besichtigt wurde das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Die bebaute Fläche von 16,5 km/2 wurde von 1933 bis 1939 von der NSDAP benützt um ihre Parteitage abzuhalten. Der bald darauf beginnende 2. Weltkrieg stoppte allerdings die Fertigstellung. Auch der dunklen Seite der Geschichte konnte auf diesem Areal gedacht werden.

Weiter ging es dann gegen Mittag nach Schwabach – die berühmte Goldschlägerstadt. Schwabach ist eine sehr gemütliche Stadt mit einem großen Markt und vielen Sehenswürdigkeiten. Besonders bekannt ist sie aber durch ihre seine Metallverarbeitung mit Schwerpunkt Blattgold. Um uns die früher sehr schweißtreibenden Arbeit der Goldschläger vorstellen zu können, besuchten wir das Goldschläger-Museeum. Eine Vorführung in der „Goldbox“,  und alte Filmen  und Erklärungen von einem Goldschläger Meister überzeugten uns von der schweren und „durstigen“ Arbeit damals. Ein Handwerk, das aber außer Muskelkraft auch Geschick und Genauigkeit erforderte. Das Endprodukt waren 6 x 6 cm große Folien aus purem Gold mit einer Stärke von  einem zehntausendstel Milimeter – genannt Blattgold. 10.000 Goldblättchen auf einander gelegt ergeben gerade mal 1 Millimeter Dicke. Wir durften alle ein fingernagelgroßes Goldblättchen essen, denn Gold hat auch eine E-Nummer als Lebensmittel und der Genuss ist unschädlich.

Die Eindrücke dieser Tagesfahrt beschäftigten uns auch über die folgende Einkehr hinaus noch auf der Heimfahrt.