Die Wehrpflicht abgeschafft, die Truppenstärke ist auf ein Tief gesunken, dazu gibt es immer weniger Veteranen, die die Schrecken des Weltkrieges erlebt haben. Es sind keine goldenen Zeiten für die Krieger- und Soldatenvereine. Dabei ist ihre Aufgabe so wichtig, wie schon lange nicht mehr.
 
Aber deutlich war das Zeichen, dass mehr als 3000 Mitglieder der Krieger- und Soldatenvereine
am 12. Juni in Altötting bei der 9. Landeswallfahrt und dem 60-jährigen Bestehen der Bayerischen Kameraden und Soldatenvereinigung (BKV) gesetzt haben. Vor 60 Jahren war die BKV in Altötting aus der Taufe gehoben worden und zum 60. Jubiläum kehrten die Mitgliedervereine in die Wallfahrtsstadt zurück.
 
Ihre Aufgabe sehen sie noch lange nicht als erfüllt an. Sie wollen aber weiterhin mahnen  –
gegen den Krieg. Bei einem Blick auf Konflikte wie Syrien, der Ostukraine und zahlreichen anderen Regionen der Erde wird schnell klar, dass die heutige Welt keine bessere und sichere ist. Alle Festredner waren sich beim Gottesdienst in der Basilika und im Festzelt am Dultplatz darüber einig.
 
Der Bezirk Oberfranken der BKV war mit Teilnehmern aus den Kameradschaften vom Kreisverband Bamberg und Forchheim, mit ihren Standarten sowie Fahnenabordnungen dabei.
 
Johann Fleischmann