Aufsteiger Jahn Regensburg hat nach dem Derbysieg bei der heimstarken SpVgg Greuther Fürth weiter Aussichten auf den direkten Durchmarsch in die Fußball-Bundesliga. Die Oberpfälzer reduzierten den Abstand auf Relegationsplatz drei am Freitagabend in der 2. Liga durch ihr 2:1 (0:0) bei den Franken auf zwei Punkte.

Der von Trainer Achim Beierlorzer zur Pause eingewechselte Jann George avancierte vor 11 105 Zuschauern zum Matchwinner: Der Joker, der das Offensivspiel entscheidend beflügelte, traf zweimal mit dem linken Fuß (49./84. Minute). "Wir kommen nur über die Mentalität", sagte George: "Gerade als Nürnberger ist es ein großes Anliegen, auch mal in Fürth zu treffen." Die Fürther konnten durch den lange verletzten Rückkehrer Sercan Sararer verkürzen (87.). Mit 37 Punkten konnten sie sich nicht weiter von Relegationsplatz 16 absetzen.

In einer temporeichen Partie erspielten sich die Fürther vor der Pause die beste Tormöglichkeit. Khaled Narey verlängerte den Ball mit der Hacke in den Lauf von Angreifer Fabian Reese. Doch der 20-Jährige scheiterte freistehend am gut reagierenden Torwart Philipp Pentke. "Jede Niederlage ist ein bisschen selbst verschuldet", klagte Reese nach dem Spiel.

Die Regensburger kamen offensiv zunächst kaum zur Geltung. Ein gewaltiger Distanzschuss von Mittelfeldspieler Andreas Geipl flog zu zentral auf das Fürther Tor. Sascha Burchert konnte den Ball abwehren. Gleich nach der Pause stach dafür der Joker von Jahn-Coach Beierlorzer, der in Fürth einst Spieler und auch Jugendtrainer war. Er brachte zur Pause George, der eine klasse Vorarbeit von Joshua Mees mit einem abgefälschten Linksschuss erfolgreich vollendete.

Die Fürther mussten nun zurückschlagen. Der aufmerksame Jahn-Keeper Pentke rettete durch entschlossenes Herauslaufen vor Narey, der nach Zuspiel von Julian Green frei vor ihm auftauchte (63.). Nach einer Direktabnahme von George im Strafraum schien die Partie mit dem 2:0 der Gäste entschieden. Der eingewechselte Sararer verkürzte, aber die Gäste verteidigten die Führung in den hektischen Schlussminuten.