Der Showdown im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga steigt am 24. Mai (15.30 Uhr). Bislang steht lediglich der VfR Aalen als Absteiger fest.

Sechs Teams müssen noch zittern: Erzgebirge Aue (17. Platz, 35 Punkte, 30:45 Tore), der FSV Frankfurt (16., 36, 38:51), der am Montag noch vor dem letzten Saisonspiel mit Tomas Oral (folgt auf Benno Möhlmann) einen neuen Trainer präsentierte, der TSV 1860 München (15., 36, 41:49), der FC St. Pauli (14., 37, 40:50), die SpVgg Greuther Fürth (13., 37, 34:40) und sogar noch der SV Sandhausen (12., 38, 32:37).

SpVgg Greuther Fürth: Volle Konzentration auf Leipzig

Die Kleeblätter aus Fürth haben durch den Heimsieg gegen den SV Darmstadt 98 am Sonntag zwar einen großen Schritt in Richtig Klassenerhalt gemacht, doch gegen RB Leipzig muss die Elf von Mike Büskens am Sonntag schon gewinnen, um ganz auf Nummer sicher zu gehen. Immerhin: Man ist nicht auf Schützenhilfe angewiesen, kann den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. "Der Sieg gegen Darmstadt war ein Schritt, ein weiterer muss folgen", hatte Kleeblatt-Coach Büskens noch am Sonntag gesagt. Durch die Siege der unmittelbaren Konkurrenz - St. Pauli und 1860 München feierten ebenfalls Heimerfolge - ist die Lage fürs Kleeblatt zwar nicht schlechter, aber auch nicht besser geworden. Auf den Relegationsrang hat Fürth gerade mal einen Zähler Vorsprung, selbst der direkte Abstieg in die 3. Liga ist noch möglich. Entsprechend konzentriert geht man in die Woche der Entscheidung. "Wir werden uns kurz freuen und uns dann wieder fokussieren", sagte Büskens.

Die Aufgabe gegen die Roten Bullen aus Leipzig ist sicherlich keine einfache, doch auch die anderen Abstiegskandidaten müssen allesamt in der Fremde antreten. Das sind die für den Abstiegskampf entscheidenden Partien am Sonntag:

RB Leipzig - SpVgg Greuther Fürth
1. FC Heidenheim - Erzgebirge Aue
Fortuna Düsseldorf - FSV Frankfurt
Karlsruher SC - TSV 1860 München
SV Darmstadt 98 - FC St. Pauli
VfL Bochum - SV Sandhausen

Szenarien: So bleibt Fürth drin, so steigen die Franken ab

Aus den Paarungen ergeben sich folgende mögliche Szenarien:

Die SpVgg Greuther Fürth hält mit einem Sieg in jedem Fall die Klasse. Bei einem Unentschieden muss Fürth in die Relegation, wenn St. Pauli, 1860 München und der FSV Frankfurt ihre Spiele gewinnen. Nur wenn Aue ebenfalls gewinnt und die Fürther gleichzeitig in Leipzig verlieren, steigen die Kleeblätter direkt ab.

Der SV Sandhausen hat die vermeintlich leichteste Aufgabe, rutschte jüngt nur zurück in den Abstiegskampf, weil dem Verein wegen Lizenzverstößen drei Punkte abgezogen wurden. Dennoch reicht dem SVS ein Unentschieden beim VfL Bochum, um den Klassenerhalt zu sichern. Der direkte Abstieg ist zwar theoretisch möglich, aber realistisch betrachtet kann der SVS im schlimmsten Fall nur noch auf den Relegationsplatz abrutschen. Und das auch nur bei einer eigenen Niederlage bei einem, Fürther Sieg oder Unentschieden und Siegen von St. Pauli, den Löwen und Frankfurt.

Der FC St. Pauli steht aktuell auf Platz 14 und wäre bei einem eigenen Sieg ebenfalls gerettet. Gegner am Sonntag ist der SV Darmstadt 98. Die Hamburger müssen in die Relegation, wenn Fürth mindestens einen Punkt holt und 1860 und Frankfurt gewinnen. Der direkte Abstieg würde St. Pauli treffen, wenn man bei den Lilien verliert, der TSV 1860 München mindestens einen Punkt holt und Frankfurt und Aue ihre Spiele gewinnen. Verliert Pauli allerdings mit vier oder mehr Toren Differenz, reicht dem FSV Frankfurt ein Remis gegen Düsseldorf.

Der TSV 1860 München steht aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem FSV Frankfurt aktuell noch über dem Strich, ist also im Falle eines Sieges gerettet, wenn Fürth und St. Pauli nicht gewinnen und wenn die Frankfurter nicht einen Kantersieg (mindestens sechs Tore Differenz) feiern. 1860 muss in die Relegation bei einem Unentschieden, wenn St. Pauli einen Punkt holt und Frankfurt gewinnt. Direkt absteigen wird 1860 München bei einem Unentschieden, wenn St. Pauli einen Punkt holt und Frankfurt und Aue gewinnen. Bei einer Niederlage müssen die Löwen in die 3. Liga, wenn Frankfurt einen Punkt holt und Aue gewinnt.

Der FSV Frankfurt kann sich im Falle eines Sieges bei Fortuna Düsseldorf retten, wenn Sandhausen keinen Punkt holt oder Fürth, Pauli oder München nicht gewinnen. In die Relegation muss der FSV bei einem eigenen Remis, wenn 1860 einen Punkt holt und Aue nicht gewinnt. Bei einem Unentschieden - wenn die Löwen einen Punkt holen und Aue gewinnt - oder einer Niederlage bei einem gleichzeitigen Sieg von Aue, steigt der FSV direkt ab. Verlieren die Frankfurter mit mehr als drei Toren Differenz, reicht Aue bereits ein Remis, um den FSV vom Relegationsplatz zu verdrängen.

Der Tabellen-17. Erzgebirge Aue steigt im Falle einer Niederlage beim 1. FC Heidenheim direkt ab. In die Relegation schafft es Aue bei einem Unentschieden, wenn Frankfurt mit drei Toren Differenz verliert. Gerettet ist Erzgebirge Aue im Falle eines Sieges gegen Heidenheim, wenn zeitgleich zwei der vier Teams Fürth, St. Pauli, 1860 München und Frankfurt nicht punkten, wobei Fürth und Pauli bereits ein Unentschieden reichen würde.