Zunächst haben im U-Bahnverteiler des Hauptbahnhofes Fürth sechs Fürther Anhänger versucht, eintreffende Gästefans anzugreifen, das teilte die Polizei mit. Durch rasches Einschreiten kam es jedoch zu keinen Straftaten. Die Identitäten der Personen wurde festgestellt.

Im näheren Umfeld des Stadions stellten Beamte Anhänger eines benachbarten Fußballclubs fest. Diese hatten keine Eintrittskarten bei sich. Es war nicht auszuschließen, das es von Seiten dieser Personen zu Störungen kommen kann, deshalb wurde ein erweiterter Gewahrsam gegen sie ausgesprochen. Neun wurden deshalb in Gewahrsam genommen und nach Spielende wieder entlassen.

Bei den Einlasskontrollen versuchte eine größere Anzahl von Menschen die Eingangskontrolle im Gästebereich zu überrennen. Auch hier unterbanden die eingesetzten Kräfte Straftaten frühzeitig. Bei den Einlasskontrollen selbst wurden zwei Fans mit pyrotechnischen Gegenständen festgestellt. Diesbezüglich ergingen Strafanzeigen.

Auf dem Heimweg gerieten schließlich noch rund zehn Anhänger der Gastmannschaft 1860 München, unterstützt durch Fans eines benachbarten Fußballclubs mit 50 bis 60 Personen der Heimmannschaft auf Höhe der Erlanger-/Mauerstraße aneinander.

Um die Streitenden zu trennen mussten Polizeikräfte den Schlagstock einsetzen. Gegen drei Fürther Fans wird jetzt wegen Widerstands gegen Vollzugsbeamte und Körperverletzung ermittelt. Bei einem weiteren Dutzend wurde die Identität festgestellt. Ein Tatverdächtiger flüchtete in ein nahe gelegenes Vereinsheim. Als dieser sich nach draußen begab wurde ebenfalls festgenommen und muss sich auch wegen des Verdachts des Widerstandes und Körperverletzung verantworten. Drei Beamte erlitten bei dem Einsatz leichte Verletzungen, blieben jedoch dienstfähig.