Update am 25. Juli 2019, 16.12 Uhr: Neuer Hitzerekord erreicht

Erstmals seit Aufzeichnung der Temperaturmessungen in Deutschland ist die Temperatur über 41 Grad gestiegen, teilte die Deutsche Presse-Agentur mit. Nach vorläufigen Messergebnissen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurden am Donnerstag im niedersächsischen Lingen 41,5 Grad verzeichnet. Dieser Wert wurde um 15.10 gemessen, sagte ein Sprecher.

Update am 25. Juli 2019, 15.37 Uhr: Erstes Feuerwerk bei Volksfest in Franken abgesagt

Aufgrund der steigenden Brandgefahr bei hohen Temperaturen und Trockenheit hat die Stadt Hof mitgeteilt, dass das für ursprünglich Samstag, 27. Juli geplante Eröffnungsfeuerwerk zum diesjährigen Hofer Volksfest abgesagt.

Dazu Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner: "Wir bitten die vielen Fans der Hofer Volksfest-Feuerwerke um Verständnis für diese Entscheidung. Allerdings sehen wir trotz diverser Sicherheitsvorkehrungen in Absprache mit der Freiwilligen Feuerwehr Hof eine Restgefahr, die wir nicht eingehen möchten. Die gestrigen Feuer in der Umgebung haben gezeigt, dass mit der Brandlast auf noch nicht abgeernteten Felder nicht zu spaßen ist. Wir gehen aber davon aus, dass das Abschlussfeuerwerk am 2. August wie geplant stattfinden kann - dann wahrscheinlich umso länger und sehenswerter."

Update am 25. Juli 2019, 14.47 Uhr: Hitzerekord in Geilenkirchen bestätigt - weitere Stadt folgt

Die erneute Hitzewelle bringt Deutschland mit weitaus höheren, rekordverdächtigen Temperaturen zum Schwitzen. Ihren Höhepunkt soll sie am Donnerstag erreichen.

Am zweiten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) den Hitze-Rekordwert von 40,5 Grad gemessen. Nach Geilenkirchen am Mittwoch wurde diese Temperatur erneut am Donnerstag in Bonn-Roleber gemessen - dieses Ergebnis von 13.20 Uhr sei aber noch vorläufig, sagte ein DWD-Sprecher. Da die Tageshöchstwerte erst im Laufe des Nachmittags erreicht werden, könnte es daher noch höhere Werte geben.

Zweites Mal 40,5 Grad gemessen

Schon am Mittwoch könnte der Rekord geknackt worden sein - sicher war das aber noch nicht. Nach offiziellen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war es mit 40,2 Grad in Saarbrücken (Stadtteil Burbach) am heißesten. Das ist der bundesweit höchste gemessene Wert in diesem Jahr. Es habe auch noch den Wert einer Nato-Messstation in Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen mit 40,5 Grad gegeben, sagte ein DWD-Sprecher.

Das wäre ein Rekord - doch dieser Spitzenwert musste noch überprüft werden. Jetzt teilte der DWD mit, dass der Wert anerkannt wird.

Update am 25. Juli 2019, 14 Uhr: Hilfe für ältere Menschen

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz appelliert an die Bürger, in der Hitzewelle älteren Menschen zur Seite zu stehen. "Besonders für alte und pflegebedürftige Menschen ist die Hitzewelle eine Gefahr", sagte der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag in Dortmund. "Ihr Kreislauf kann sich nur noch schwer an die Hitze anpassen." Gerade jetzt brauche es "aufmerksame Nachbarn, die ihre Hilfe anbieten".

Älteren Menschen helfen: Achtsamkeit auf Risikogruppe

Brysch rät dazu, die Augen offenzuhalten und geschwächten Menschen zu helfen, denen man auf der Straße begegnet. In der Nachbarschaft könne man fragen, ob die älteren Mitbürger etwas zu trinken benötigen oder ihnen auch beim Verdunkeln der Wohnung helfen. "Der Schutz vor Sonne ist wichtig", unterstrich Brysch. Gerade älteren Menschen fehle auch bei diesem Wetter oft das Durstgefühl, warnte er.

Hohe Temperaturen können Herzinfarkt verusachen

Die hohen Temperaturen können einen Herzinfarkt, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Nieren, der Atemwege und Stoffwechselstörungen verursachen. Bei Senioren kommt das oftmals abnehmende Durstgefühl hinzu, so dass sie zu wenig trinken.

Update am 25. Juli 2019, 13.27 Uhr: Getränkeengpass - Kunden sollen Pfand möglichst schnell zurückgeben

Ein kühles Getränk zur Erfrischung bei der Hitze gönnen sich viele Menschen im Freistaat, aber bringen wohl die leeren Flaschen nicht schnell genug zurück.

Getränkehersteller haben deswegen ihre Kunden dazu aufgerufen, das Leergut möglichst schnell wieder zurückzugeben. Trotz Vorbereitungen auf die warmen Sommerwochen kommt es etwa beim Mineralwasserunternehmen Franken Brunnen tageweise zu Engpässen, wie Geschäftsführer Michael Bartholl am Mittwoch sagte. Das liege unter anderem daran, dass leere Pfandflaschen aus Glas fehlten.

Seit Mitte Juni seien die Auswirkungen der Hitze beim Absatz zu spüren. Auch die Münchner Paulaner-Brauerei ist nach Angaben eines Sprechers auf die schnelle Rückgabe von Pfand angewiesen. Das Glas-Leergut sei "knapp wie immer in der Hochsaison".

Der oberbayerische Getränkehersteller Adelholzener erklärte, anhand des Wetterberichts jede Woche neu die Produktion und Auslieferung von Wasser sowie Säften zu planen. Die anhaltenden hochsommerlichen Temperaturen spiegelten sich dem Unternehmen nach auch in den Absätzen wider. Ende Juni lag der Gesamtabsatz rund zwei Prozent höher als im Vorjahr.

In Oberleichtersbach ist momentan Mineralwasser der Schatzquelle schwer zu bekommen. Einheimische vermuten, dass die Quelle aufgrund der Hitze leer ist. Was steckt wirklich dahinter?

Update am 25. Juli 2019, 11.50 Uhr: Deutsche Bahn bereitet sich auf Reisewelle zum Ferienstart mit Maßnahmen gegen Hitze vor

Auch die Deutsche Bahn bereitet sich hinsichtlich der starken Hitze vor: Vor allem Verbindungen in Richtung Nord- und Ostsee sowie Österreich und Italien seien stark nachgefragt. "Wir rechnen mit einem hohen Reisendenaufkommen, gehen aber nicht von einer angespannten Betriebssituation aus", sagte ein Sprecher. Wegen der Hitze würden Klimaanlagen zusätzlich gewartet und Wasser für die Fahrgäste bereitgestellt.

Update am 25. Juli 2019, 11.15 Uhr: Klimaforscher warnen vor mehr Hitzewellen und Folgen für die Gesundheit

An die Hitze werden sich die Menschen in Deutschland wohl gewöhnen müssen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Hitzewellen wie momentan wird es nach Ansicht von Klimaforschern künftig häufiger in Deutschland geben. "Ob es immer neue Rekordwerte werden oder wir einfach häufiger an diese Rekordmarken herankommen, ist aber noch ein bisschen unklar", sagte die Direktorin des Climate Service Center Germany in Hamburg, Daniela Jacob.

Vorhersage für Entwicklung von Temperaturrekorden schwierig - starke regionale Unterschiede

Eine Vorhersage der Entwicklung bei den Spitzenwerten sei schwierig und von Region zu Region unterschiedlich. Ballungszentren seien besonders betroffen. "In den Städten, insbesondere in denen mit dichter Bebauung, wenig Grün und wenig Frischluftschneisen, gibt es den sogenannten Wärmeinseleffekt. Dort müssen sie damit rechnen, dass es noch einmal bis zu vier Grad wärmer sein kann im Tagesmaximum als im Umland", sagte Jacob.

Alles hänge davon ab, ob es gelinge, die weitere Klimaerwärmung zu begrenzen. "Wenn wir weitermachen wie bisher, dann können sich diese Hitzeperioden bis zum Ende des Jahrhunderts auch um den Faktor vier verlängern, es also durchaus zwei, drei Monate um die 25, 30 Grad geben. Das wären bis zu 60 Tage mehr als heute." Gelänge es aber, die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, wären es nur wenige Tage mehr. "Dann hätten wir auch am Ende des Jahrhunderts noch ein Klima ungefähr so wie heute: Also schon Hitzewellen, schon ungewöhnlich im Vergleich zu vor 30 oder 40 Jahren, aber dann wäre das Wetter ähnlich wie heute", sagte Jacob.

Klimaerwärmung muss gestoppt werden: Drastische Auswirkungen auf das Leben der Menschen

Der Wandel habe auch Auswirkungen auf das Leben der Menschen. "Bei diesen extremen Hitzeperioden merken sie ja jetzt gerade, dass sie auch an die Grenzen ihrer Gesundheit kommen. 28 oder 30 Grad kann man noch ganz gut aushalten, aber wenn es an die 35 Grad geht, dann wird es eben auch wirklich beschwerlich."

Dies habe nicht nur Einfluss auf das Wohlergehen jedes Einzelnen. "Es wird auch unsere Arbeitswelt betreffen", sagte Jacob und erinnerte daran, wie früher in Südeuropa gearbeitet wurde. "Da hat man am Vormittag gearbeitet, dann hat man eine lange Pause gemacht und dann hat man noch einmal in den kühlen Abendstunden gearbeitet. Es gab also eine an das Klima angepasste Arbeitswelt und Rhythmen, die für den menschlichen Körper gesünder sind."

Mit der Globalisierung habe sich das geändert. Nun werde in ganz Europa in der Regel von neun bis fünf Uhr gearbeitet. "Aber ich glaube, solche Regularien müssen wir überdenken." Es gehe darum, jetzt zu handeln, "dass wir die Chancen und Risiken sehen und dass wir uns jetzt auch wirklich im täglichen Leben umstellen und vermeiden wollen, dass es noch schlimmer wird." Schon jetzt gibt es ein paar Berufsgruppen, die mit der Hitze zu kämpfen haben.

Update am 25. Juli 2019, 10.58 Uhr: Erste Rekordtemperaturen in Deutschland erreicht - Kitzingen nach vier Jahren abgelöst

Vier Jahre lang konnte die fränkische Stadt Kitzingen mit 40,3 Grad die höchsten Rekordtemperaturen in Deutschland verzeichnen. Am Mittwoch (25. Juli 2019) wurde sie jedoch von der Stadt Geilenkirchen in Nordrhein Westfalen abgelöst. Dort wurden am Mittwoch 40,5 Grad gemessen. Bleibt das der heißeste Tag?

Hitzerekord in Geilenkirchen mit 40,5 Grad: Wird der Rekord erneut geknackt?

Wohl eher nicht. Wie der Deutsche Wetterdienst der Deutschen Presseagentur mitteilt, soll es am Donnerstag (25. Juli 2019) noch heißer werden: "Man muss damit rechnen, dass heute der Höhepunkt der Hitzewelle erreicht wird", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Besonders große Hitze könne es in den Flussniederungen an Rhein und Main geben. Auch für Freitag rechnet der DWD mit Temperaturen von bis zu 39 Grad.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Mittwochmorgen eine flächendeckende Hitzewarnung für ganz Deutschland herausgegeben. In Franken ist es mittlerweile in manchen Regionen sogar verboten Wasser aus Bächen und Flüssen zu entnehmen.

Tipp: Nach einem schweißtreibenden Arbeitstag freut man sich daheim vor allem auf eins: eine kalte Dusche. Sollte man jedoch vielleicht lieber heiß oder lauwarm duschen?

Update vom Mittwoch, 24. Juli 2019: Hitzewarnung für Deutschland

"Im Osten handelt es sich überwiegend um die Warnstufe 1, im Westen und Süden überwiegt die Warnstufe 2", sagte ein Sprecher des DWD. Auch am Alpenrand und an den Küsten gibt es Hitzewarnungen. "Das ist schon ziemlich selten", sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur über die normalerweise stets etwas kühleren Regionen. "Hitzegeplagte, die Abkühlung suchen, müssen sich schon in den Bergen bei mindestens 1500 Meter Höhe aufhalten. Und der Gipfel der Zugspitze ist natürlich der kühlste Ort Deutschlands." Die Hitzewarnungen gelten derzeit für die Zeit von 11 Uhr am Mittwoch bis Donnerstagabend um 19 Uhr.


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Die Warnstufe 2 wird ausgerufen, wenn tagsüber extreme Wärmebelastung herrscht. Die sogenannte gefühlte Temperatur liegt dann über 38 Grad. Starke Wärmebelastung und damit die Voraussetzung für die Warnstufe 1 liegt vor, wenn um 14 Uhr die gefühlte Temperatur 32 Grad und mehr beträgt. Die vom DWD verwendete gefühlte Temperatur ist nicht mit der Lufttemperatur gleichzusetzen. Für die Wärmebelastung müssen neben der Lufttemperatur die Feuchtigkeit der Luft, der Wind und die UV-Strahlung berücksichtigt werden.

Tipp: Zum Schutz vor UV-Strahlung brauchen Sie eine effektive Sonnencreme. Stiftung Warentest hat Sonnencremes getestet und kommt zu einem eindeutigen Urteil: Die billigste vom Discounter ist die beste.

Hitzewelle: Hohe UV-Werte erwartet

Neben der starken Wärmebelastung sei tagsüber durch den Sonnenschein aber auch mit ungewohnt hohen Werte des UV-Index zu rechnen. Die ultravioletten Strahlen (UV) des Sonnenlichts regen Pigmentzellen in der Oberhaut dazu an, braunen Farbstoff zu bilden. Das ist ein Schutzmechanismus.

Gelangt zu viel Sonnenlicht auf die Haut, rötet sie sich, schwillt an, juckt und brennt. Der Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion. Schließlich sterben viele stark geschädigte Zellen ab. UV-Strahlen können auch das Erbgut im Zellkern schädigen und so zu Ausgangszellen für einen Tumor werden. Ihre Nachkommen hören nicht mehr auf, sich zu teilen - sie sind Krebszellen. Zum allergrößten Teil werden UV-Strahlen von der Ozonschicht um die Erde ferngehalten. Gegen UV-Strahlen helfen ansonsten Sonnenschutzmittel.

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Der DWD erwartet an dem kommenden Tagen Temperaturen weit über 30 Grad. Vor allem in Unterfranken kann es den Prognosen zufolge bis zu 39 Grad heiß werden.


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Große Hitze macht es nahezu unmöglich, seinen Alltag in Wohnung oder Büro zu meistern. Wie kann man es jedoch trotzdem schaffen?

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