Die aktuelle Wetterlage im Sommer 2018 in Franken und Deutschland im Hitze-Ticker: In welchen Kreisen wird es am heißesten? Wie lange hält die Hitzewelle noch an? Welche Gefahren und Probleme bringt die Trockenheit mit sich? Wie können Sie sich vor der Hitze schützen? Was sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD)? Und wer ist besonders betroffen?

Die neuesten Informationen zur Hitzewelle in Franken, Bayern und ganz Deutschland im Hitze-Ticker bei inFranken.de. Aufgrund der andauernden Hitze entladen sich zunehmend Gewitter über Franken und Deutschland. Die aktuelle Unwetter-Warnlage in Franken können Sie in unserem Unwetter-Ticker verfolgen.


Update 07.08.2018: Grünflächen, Pflanzen und Bäume leiden unter der Hitze - Bevölkerung wird um Hilfe gebeten

Seit Wochen regnet es in Bamberg kaum, am meist strahlend blauem Himmel sind nur selten Wolken zu sehen. Während die Menschen das Wetter im Schwimmbad, in der Eisdiele, im Biergarten oder in klimatisierten Räumen genießen, bleiben Pflanzen einem großen Risiko ausgesetzt. "Wir nähern uns einem kritischen Punkt", sagt Robert Neuberth, Leiter des städtischen Gartenamts. In den Grünanlagen und vor allem an den Bäumen entlang der Straßen könne man bereits vereinzelt sehen, wie sehr die anhaltende Dürre den Gehölzen zusetze. "Wenn Bäume an Trockenheit leiden, werfen sie Blätter ab", erklärt Neuberth die ersten Symptome.

Viele Straßenbäume hätten große Probleme mit der Dürre.Trotz zusätzlichen Gießarbeiten können bei einem solchen Extremwetter nur die wichtigsten Bereiche bedient werden.Neuberth bittet deswegen die Bevölkerung um Hilfe. "Wenn vor der Haustüre ein junger Straßenbaum sichtlich leidet, wäre es eine tolle Unterstützung seitens der Bevölkerung, wenn da gegossen werden würde."


Update 07.08.2018: Trinkwasser-Versorgung trotz Dürre nicht gefährdet - lokale Engpässe drohen

Die Trinkwasser-Versorgung in Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz trotz wochenlanger Dürre und Hitze nicht gefährdet. Auch wenn es lokale Engpässe geben könne, seien diese nicht bedrohlich, die Versorgung sei bundesweit gesichert, sagte eine Sprecherin der Behörde in Bonn am Dienstag. Auch die kommunalen Wasserversorger hatten kürzlich betont, dass das Trinkwasser nicht knapp werde, Talsperren und Tiefbrunnen seien ausreichend versorgt. Einige Kommune haben angesichts der anhaltenden Trockenheit aber zum Wassersparen aufgerufen. Trinkwasser gilt als das wichtigste Lebensmittel.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) erarbeitet - unabhängig von der aktuellen Dürrephase - eine Handlungsempfehlung zur Sicherheit der Trinkwasserversorgung. Die Bonner Sprecherin betonte, dies habe mit der derzeitigen Trockenheit aber nichts zu tun. Die Empfehlungen seien die Fortschreibung eines auf Prävention und Vorsorge ausgerichteten Konzepts, das die Trinkwasser-Infrastruktur noch sicherer machen solle. Ziel sei es, die Versorger in die Lage zu versetzen, Risiken und Schwachstellen früh zu erkennen, zu beheben und im Krisenfall optimal zu reagieren.

Zu den Risiken zählt das BBK mögliche Sabotageakte oder Angriffe auf Infrastruktureinrichtungen der Wasserversorgung. Auch der Klimawandel mit Extremwetter-Phänomen stelle neue Anforderungen.

Update: 4.August, 16.02 Uhr: Freibäder müssen zum Teil Einlass-Stopps verhängen

Der ungewöhnlich heiße Sommer hat die Menschen scharenweise in die Schwimmbecken getrieben - viele Freibäder in Deutschland steuern auf einen Besucherrekord zu. Das ergab eine bundesweite Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Zum Beispiel sind die städtischen Freibäder in Köln nur noch ein kleines Stück von einem neuen Höchstwert entfernt. Knapp 740.000 Schwimmer kamen bislang, mit 80.000 weiteren würde das bisher beste Jahr 2013 übertroffen. "Wir haben die Hoffnung auf ein neues Rekordjahr", sagte ein Sprecher von KölnBäder. Die beiden städtischen Freibäder in Duisburg haben 2018 schon die Bestmarke gerissen, mehr als 90.000 Besucher suchten dort nach einer Abkühlung.

In Berlin gab es dieses Jahr bereits Einlass-Stopps, um die Sicherheit der Badegäste nicht zu gefährden. Denn auch in der Hauptstadt ist der Andrang riesig. Ein Rekord für die Freibäder ist in greifbarer Nähe: Bis Ende Juli seien bereits 1,31 Millionen Gäste in 17 Schwimmbädern gezählt worden, teilten die Berliner Bäderbetriebe in dieser Woche mit. Der bisherige Rekord liege bei 2,07 Millionen Badegästen im Jahr 2003. "Wir haben einen Ausnahme-Sommer", sagte Andreas Scholz-Fleischmann, Geschäftsführer der Bäderbetriebe.

Die Hitze im Rhein-Main-Gebiet treibt tagtäglich bis zu 20.000 Menschen in die Frankfurter Freibäder. An diesem Wochenende wurden wegen der zu Ende gehenden Ferien sogar noch mehr Besucher in den sieben Bädern erwartet, wie Frank Müller, Geschäftsführer der Frankfurter Bäderbetriebe, sagte. "Die Bäder sind schon voll." Mit Stand Anfang August seien rund 700.000 Eintrittskarten verkauft worden, 46 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Mitarbeiter der Freibäder leisteten zahlreiche Überstunden und arbeiteten im Drei-Schicht-Betrieb, um den Ansturm zu bewältigen.

Für das Annabad in Hannover sind die Monate Mai, Juni und Juli die jeweils besucherreichsten der vergangenen fünf Jahre. "Wegen der Hitze müssen wir unser Becken fast gar nicht beheizen", sagte Betriebsleiter Horst Schröder. "Auch den Rasen müssen wir nicht mähen." Dafür müsse man mehr Frischwasser zuführen, um die Wasserqualität zu gewährleisten.


Update: 3. August, 15.40 Uhr: Werden die Weihnachtsbäume knapp?

Die langanhaltende Trockenheit wird sich wohl auch auf die Weihnachtsbäume auswirken. Die Schäden werden voraussichtlich aber erst an den Bäumen für das Weihnachtsfest 2019 sichtbar, erklärte der Christbaumanbauer Heinz Schorr aus Markt Taschendorf (Landkreis Neustadt/Aisch) dem Evangelischen Pressedienst auf Anfrage.

"Glücklicherweise hat es im Winter sehr viel geregnet, davon zehren die Pflanzen noch", sagte Schorr, der seit über 30 Jahren auf rund zwölf Hektar Fläche unter anderem Kiefern, Fichten und Nordmanntannen anbaut. Die zur Zeit anhaltende Dürreperiode könnte nach Meinung von Wetterexperten bis September dauern.

Die Wachstumsperiode der Bäume sei für dieses Jahr abgeschlossen. Jetzt würden die Bäume sich bereit für den Herbst und Winter machen und sollten dafür eigentlich den Feuchtigkeitsspeicher auffüllen. "Die Böden sind nährstoffreich und ideal, es fehlt allein an der Feuchtigkeit", sagte Schorr. Seit dem extrem trockenen Sommer 2003 habe man sich zwar auch in seinem Familienbetrieb auf längere Dürreperioden eingestellt. Den Christbäumen gehe es allerdings immer mehr an die Substanz. Sollten jetzt noch Schädlinge die Pflanzen befallen, sehe er für die jungen Christbäume schwarz.


Update: 3. August 15.11 Uhr: Getreideernte bricht um elf Prozent ein

Die große Trockenheit wird in Bayern beim Getreide voraussichtlich zu Ernteeinbußen von elf Prozent führen. Nach ersten Schätzungen wird die Erntemenge bei etwa 6,2 Millionen Tonnen liegen, wie das Bayerische Landesamt für Statistik am Freitag mitteilte. Das gelte sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum sechsjährigen Mittel. Wegen des heißen und trockenen Wetters wachsen Pflanzen schlechter und Körner bleiben kleiner.

Den Schätzungen zufolge sinkt zum einen der Durchschnittsertrag beim Winterweizen auf 6,9 Tonnen pro Hektar, 9,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Zugleich nahm aber auch die Anbaufläche um 2,1 Prozent ab. Damit errechnete sich eine um 11,6 Prozent geringere Erntemenge als im Vorjahr. Der Hektarertrag bei Wintergerste liegt nach derzeitigen Schätzungen bei voraussichtlich 6,3 Tonnen. Dies wäre ein Rückgang um 15,9 Prozent. Da hier aber die Fläche zunahm, wird die Erntemenge wohl nur um 15,2 Prozent sinken.

Schon Anfang Juli hatte der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Walter Heidl, mit einer geringeren Ernte unter dem langjährigen Mittel von 6,7 Millionen Tonnen gerechnet. Seitdem war es weiter extrem heiß und trocken.


Update: 3. August 14.45 Uhr: Vor Zweitligastart: Greuther Fürth reagiert auf Hitzewelle

Am Samstag (4. August 2018) startet die Spielvereinigung Greuther Fürth gegen den SV Sandhausen in die Saison der zweiten Bundesliga. Wegen der anhaltenden Hitzewelle greifen die Zweitligisten aus dem Ronhof zu besonderen Maßnahmen.


Update: 3. August, 14.07 Uhr: Regierung spricht Hitze-Alarm für den Main aus

Wegen zu hoher Wassertemperaturen im Main hat die Regierung von Unterfranken einen Hitze-Alarm für den Fluss ausgesprochen. Damit darf in den nächsten Tagen nichts gemacht werden, was das Gewässer noch weiter belasten könnte - etwa Schlammräumungen oder Baggerarbeiten.

Kläranlagen dürfen solange auch nicht für kurze Revisionsarbeiten abgeschaltet werden. Sollten die Sauerstoffwerte im Main bestimmte Werte unterschreiten, soll der Fluss zusätzlich belüftet werden, teilte die Behörde am Freitag mit. Landratsämter und Stadtverwaltungen seien bereits gebeten worden, mit Kläranlagen und Industriebetrieben zu sprechen, die warmes Wasser in den Main leiten.

Der Alarm gilt von der Landesgrenze nach Hessen bei Kahl (Landkreis Aschaffenburg) bis Erlabrunn (Landkreis Würzburg). Durch das langanhaltende extrem warme und trockene Wetter habe die Wassertemperatur an den Messstationen Erlabrunn und Kahl 27 beziehungsweise 28 Grad überschritten. Außerdem entwickelten sich streckenweise Algenblüten, die zu Sauerstoffmangel führen könnten. "Sollte sich in der nächsten Zeit die Wetterlage nicht wesentlich verändern, ist mit sehr kritischen ökologischen Bedingungen zu rechnen", hieß es.


Update: 3. August 2018 12.03 Uhr: Wasserspiele an Bayreuther Eremitage wegen Trockenheit gestoppt

Die Bayerische Schlösserverwaltung zieht Konsequenzen aus der anhaltenden Hitze und Trockenheit. "Die Wasserspiele in der Eremitage Bayreuth ruhen derzeit, weil die sie speisenden Quellen nur noch wenig Wasser führen", teilte die Schlösserverwaltung am Freitag in München mit. Außerdem müssen Bäume der Lindenallee im Ansbacher Hofgarten alle zwei Wochen gegossen werden - mit bis zu 500 Litern Wasser pro Baum. "Um das wertvolle Trinkwasser zu schonen, wird für das Gießwasser möglichst auf die Parkgewässer oder in Zisternen gesammeltes Wasser zurückgegriffen."

Rasen- und Wiesenflächen sowie robuste Pflanzen, die sich nach der Dürreperiode von selbst erholen können, werden nicht gegossen. Bislang komme Wasserknappheit nur vereinzelt vor. Der Wasserstand des Schwanenteiches am Schloss Rosenau bei Coburg liege zwar einen Meter niedriger als sonst. "Die Teichbewohner wie die berühmten Trauerschwäne sind aber noch nicht in Gefahr", hieß es in der Mitteilung.


Update 31. Juli 2018, 21.36 Uhr: Heißer Juli-Abschied - 39 Grad in Kitzingen

Keine Überraschung: Kitzingen war auch am bisher heißesten Tag dieses Sommers in Deutschland in Bayern der wärmste Ort. 39 Grad wurden am Dienstag in der Stadt am Main gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst am Abend mitteilte. Im bundesweiten Vergleich lag Kitzingen auf Platz 2 - hinter Bernburg in Sachsen-Anhalt mit 39,5 Grad. Auch Regensburg war weit vorn. Dort wurden 38,2 Grad gemessen.

Die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 liegt laut DWD bei 40,3 Grad. Dieser Wert wurde am 5. Juli und am 7. August 2015 im fränkischen Kitzingen gemessen. Die Stadt mit etwa 21.000 Einwohnern hält den Rekord als heißeste Stadt Deutschlands.

Update 31. Juli 2018, 17.24 Uhr:Supersommer-Tief "Juli" bringt weiter subtropische Temperaturen nach Deutschland

Der Juli wird als einer der heißesten seit Beginn der Messungen in die deutsche Wettergeschichte eingehen. Damit wird er voraussichtlich der fünft wärmste Juli seit Beginn der Messungen - nach 2006, 1994, 1983 und 2010. Am Dienstag war es in Deutschland so heiß wie noch nie in diesem Jahr.

Dabei ist Bernburg in Sachsen-Anhalt der heißeste Ort Deutschlands in diesem Sommer. Die Temperatur betrug dort am Dienstag um 16.00 Uhr 39,4 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Leipzig mitteilte. "Dabei ist noch Luft nach oben. Bis etwa 18.00 Uhr könnte die Temperatur noch ansteigen, weil der Boden bis dahin die Wärme an die Luft abgibt", betonte Meteorologe Robert Noth. Es sei nicht auszuschließen, dass sogar der deutsche Allzeithitzerekord aus dem fränkischen Kitzingen ins Wanken gerate, betonte Noth.


Kein Ende der Hitzewelle in Sicht

Auch im August ist vorerst kein Ende der sommerlicher Hitze in Sicht. Das aktuelle Supersommer-Tief "Juli" bringt weiter von Süd- und Südwesteuropa heiße subtropische Luft nach Mitteleuropa.

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Bei den Menschen macht die Hitzewelle laut einer Umfrage der Krankenkasse DAK Gesundheit Frauen eher zu schaffen als Männern. 54 Prozent der Frauen sagten, ihnen gehe es derzeit schlechter als an normalen Sommertagen. Bei den Männern sprachen 36 Prozent von einem schlechteren Befinden.

Insgesamt gaben 45 Prozent der Befragten an, dass es ihnen in diesen Hitzetagen schlechter geht als sonst im Sommer. Keinen Unterschied machen 47 Prozent aus. Sieben Prozent fühlen sich sogar besser.

Update 31. Juli 2018, 14:16 Uhr: Hitze nimmt historische Ausmaße an, am Dienstag könnte heißester Tag des Jahres werden

Am Dienstag werden an vielen Orten in Deutschland voraussichtlich Hitzerekorde gebrochen. "Regional wird das sicherlich der heißeste Tag des Jahres", sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am frühen Morgen. "In der Mitte und im Osten Deutschlands können es sogar bis zu 39 Grad werden." Damit wäre der 31. Juli der bislang heißeste Tag 2018.


Die Hitze lässt nicht nach: Die ganze Woche bis zu 37 Grad

In Franken liegen die Höchsttemperaturen an Dienstag und Mittwoch bei 37 Grad, so Wetterexperte Stefan Ochs. Danach gehen die Temperaturen leicht zurück auf "nur" 34 Grad. Am Mittwoch kann es einzelne Hitzegewitter geben, wodurch es mit manchen Regionen leicht abkühlen kann. In der Nacht kann es auf 20 Grad abkühlen, in den Städten bleibt es jedoch deutlich wärmer. "Es ist eine Tropennacht", so die Expertin des Deutschen Wetterdienstes. Bis einschließlich nächsten Montag, den 06. August, werden Temperaturen von 32 bis 37 Grad erwartet.

Historisch ist die Hitzewelle nach den aufeinanderfolgenden heißen Tagen einzuordnen, erklärt Stefan Ochs. Dazu zählen Tage ab 30 Grad und mehr. Danach herrschte in Deutschland die größte Hitzewelle im Jahr 2003 mit 14 aufeinanderfolgenden heißen Tagen in Bamberg und 13 Tagen in Nürnberg. Momentan haben wir schon sieben aufeinanderfolgende Tage mit über 30 Grad in Franken. Der erste Tag war am 24. Juli. Um einen neuen Hitzerekord in Franken aufzustellen, müssen die Temperaturen also bis zum 07. August durchhalten.

"Hitzegewitter treten am ehesten heute und morgen am Mittwoch auf", so Stefan Ochs. "Ab Freitag haben wir einen recht kräftigen Hochdruckeinfluss, da wird es dann wohl allgemein niederschlagsfrei bleiben."

Der Deutsche Wetterdienst warnt: Starke Gewitter in Franken

Update 31. Juli 2018, 10.31 Uhr: Welche Produkte werden aufgrund der Dürre zukünftig teurer?
Die anhaltende Hitze und Trockenheit treibt Landwirte in die Existenzangst. Bauern sorgen sich um ihre Ernten. Dadurch können folgende Produkte zukünftig deutlich teurer werden:

Milch: Milchbauern haben aufgrund der anhaltenden Dürre deutlich höhere Milchpreise gefordert. Nötig seien 41 Cent pro Liter, momentan würden im bundesweiten Schnitt jedoch nur 31 bis 32 Cent gezahlt. Die Preiserhöhung sei nötig, da Bauern aufgrund der anhaltenden Hitze und der somit schlechten Ernte Futter zukaufen müssen. Dadurch entstünden steigende Kosten.

Kartoffeln und Kartoffelprodukte: Die kartoffelverarbeitende Industrie warnt vor Qualitätsproblemen und drohenden Engpässen. Schon jetzt werde mit Ernteausfällen bei Kartoffeln von bis zu 40 Prozent gerechnet. Durch die Dürre würden die Kartoffelpflanzen in Stress geraten und somit das Wachstum einstellen. Somit blieben die Knollen klein. Vor allem große Knollen, wie sie zur Produktion von Pommes Frites, Chips und Kartoffeltaschen verwendet werden, seien bereits jetzt auf viele Böden kaum mehr vorhanden.

Dürre trifft Kartoffelpreise und Pommes werden teurer - warum werden sie zukünftig auch kürzer?

Herbstgemüse: Bei Herbstgemüse wie Bohnen und Erbsen, das sich über den Regen regeneriert, könnte es ebenfalls zu Preissteigerungen kommen. Hier werden Ernteminderungen bis zu 50 Prozent befürchtet.

Landwirte durch Dürre in der Existenzangst: Diese Produkte könnten bald teurer werden

Update 30. Juli 2018, 10.01 Uhr : Ernteausfälle wegen Dürre - gibt es jetzt eine Milliarde Euro für die Bauern?

Die wochenlange Dürre könnte aus Sicht des Deutschen Bauernverbands viele Landwirte ohne rasche Hilfe in Existenznöte treiben. Heißt also: Ackerbauern und Viehzüchter benötigen Hilfe. Der Deutsche Bauernverband fordert eine Milliarde Euro für Ausfälle. Präsident Joachim Rukwied appellierte vor Beratungen über die Folgen der starken Ernteeinbußen in dieser Woche an die Politik, betroffene Betriebe finanziell zu unterstützen. Das Geld sei wünschenswert, um die Ausfälle auszugleichen, sagt er der Funke-Mediengruppe.

Betriebe, deren Erträge um mehr als 30 Prozent unter dem Schnitt der letzten Jahre liegen, müssten direkte Hilfen erhalten. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) erklärte, sie sei "sehr besorgt über die Auswirkungen der Dürre, unter der viele Bauern vor allem im Norden und im Osten Deutschlands leiden müssen".

Die Bundesregierung will erst ab Ende August über zusätzliche Hilfen für Bauern wegen der großen Hitze und Trockenheit entscheiden. Dann liege der vollständige Erntebericht vor, den man abwarten müsse, sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag in Berlin.

Hitze in Deutschland: Ernteausfälle wegen Dürre - Gibt es jetzt eine Milliarde Euro für die Bauern?

Update 29. Juli 2018: Feuerwehr kann Waldbrand in Bayreuth gerade noch abwenden
Am Sonntagmorgen ist es in der Nähe des Bayreuther Klinikums fast zu einem Waldbrand gekommen. Spaziergänger entdeckten rechtzeitig den Brand in der Preuschwitzer Straße und verständigten die Feuerwehr. Die Kriminalpolizei Bayreuth schließt nach bisherigem Stand Brandstiftung nicht aus und hat die Ermittlungen übernommen.

Bayreuth: Dank Zeugen - Feuerwehr kann Waldbrand gerade noch abwenden

Update 29. Juli 2018: Brand auf Bauernhof in Oberfranken - Flammen zerstören Halle restlos
Bei landwirtschaftlichen Arbeiten entflammtes Stroh hat am Sonntagnachmittag einen Großbrand auf einem Bauernhof in Unterkotzau (Landkreis Hof/Oberfranken) verursacht. Trotz energischer Löschversuche, bei dem sich ein Familienmitglied leicht verletzte, griffen die Flammen auf die rund zehn auf 20 Meter große Halle über, in der sich weiteres Stroh, Heu und landwirtschaftliche Geräte befanden. Rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk und Polizei waren am Einsatzort, berichtet das Polizeipräsidium Oberfranken. Doch das Gebäude brannte restlos nieder. Ein Übergreifen auf andere Gebäude konnte verhindert werden. Rund 200.000 Euro Schaden und eine Leichtverletzte sind die Bilanz des Brandes.

Brand auf Bauernhof in Oberfranken: Flammen zerstören Halle restlos - 200.000 Euro Schaden

Update 26 Juli 2018: Besitzt Deutschland keine Löschflugzeuge?
Obwohl Deutschland fast zu Drittel mit Wald bedeckt ist, sind Waldbrände bei uns recht selten. Doch die zunehmend trockeneren Sommer und immer steigenderen Temperaturen erhöhen die Gefahr stetig. Speziell wenn man dieser Tage auf die verheerenden Waldbrände Griechenland und Schweden schaut, möchte man für den Ernstfall gerüstet sein.

In Deutschland fehlt es einem Medienbericht zufolge allerdings genau daran. Es sollen aktuell viel zu wenig Spezialisten und Ausrüstung zur Waldbrandbekämpfung vorhanden sein. "Es ist tatsächlich so, dass die Länder und der Bund über kein einziges Löschflugzeug verfügen", sagte die Sprecherin des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn, Marianne Suntrup, der "Rheinischen Post" am Dienstag.

Besitzt Deutschland keine Löschflugzeuge? Bei einem Waldbrand droht die Eskalation

Update 18. Juli 2018: Schnelle Abhilfe bei der Hitze mit mobiloen Klimaanlagen - 5 günstige Empfehlungen
Bei brüllender Hitze hilft der Ventilator, der sowieso nur die heiße Luft verteilt, wenig. Alternative: eine Klimaanlagen - am besten eine mobile Klimaanlage. Nicht nur im Büro sondern auch Zuhause. Welche Modelle zu empfehlen sind (und trotzdem noch bezahlbar), erfahren Sie hier.

Mobile Klimaanlage: Schnelle Abhilfe bei der Hitze - 5 günstige Empfehlungen

Update 04. Juli 2018: Zu heiß im Büro? Diese fünf Gadgets bringen Abkühlung
Die aktuelle Hitze macht derzeit vielen Menschen zu schaffen. Sei es, weil es sich im stickigen Büro schlecht arbeiten lässt oder weil man nachts wegen der Wärme nicht einschlafen kann. Doch zum Glück gibt es so einige Gadgets, die Abkühlung versprechen. Ob klassische Ventilatoren, Wasser-Sprüher oder Handy Ventilatoren - wir verraten, welche Gadgets die richtige Abkühlung bringen:

Zu heiß im Büro? Diese fünf Gadgets bringen Abkühlung