Der Geografie-Professor Werner Bätzing von der Friedrich-Alexander-Universität und der damalige Heimatpfleger Andreas Otto Weber haben die Kulturwege rund um Egloffstein im Auftrag der Gemeinde Egloffstein erstellt und darüber auch einen Führer produziert, der in der örtlichen Touristinfo gegen eine geringe Gebühr bezogen werden kann. Er enthält die Wegbeschreibung aller vier Rundwege sowie den historischen Rundweg durch Egloffstein; außerdem zahlreiche weiterführende Informationen zur Geschichte und Kultur. Onlinedaten zum Weg findet man auf www.gps-tour.info/de/touren/detail.49838.htmlund auf der Gemeindehomepage www.egloffstein.de steht eine allgemeine Übersicht.

Für Bätzing ist der Weg mehr als nur eine touristische Attraktion. Der Kulturweg soll auch den Zusammenhalt von drei ehemaligen Gemeinden fördern, die im Zuge der Gebietsreform in der Gemeinde Egloffstein aufgingen. meinte, dass der Kulturweg geeignet sei, das historische Bewusstsein in der Bevölkerung anzuregen und zu fördern. Für ihn war die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Studentengruppen an der Friedrich-Alexander-Universität zur Erforschung des historischen Hintergrundes so erfolgreich, dass er weitere Projekte dieser Art angehen will.

Der 1. Wanderweg:

Route Die Route verläuft von Egloffstein über Schweinthal und Mostviel zurück nach Egloffstein (13 Kilometer, rund fünf Stunden Gehzeit).

Wegverlauf Der Weg startet am Wanderparkplatz in Egloffstein der derzeit zu einem Busknotenpunkt umgebaut wird und geht über die Badstraße das Trubachtal entlang (blauer Waagrechtstrich) flussabwärts bis zum Freibad. Hier biegt man nach links ab und geht über die Holzbrücke zur Hauptstraße, weiter nach rechts 100 Meter zur nächsten Kreuzung unterhalb des Burgberges (1. Station: Einführung zur Landschaftsentwicklung).

Der Weg verläuft den kurzen steilen Schützenberg hinauf (50 Meter) und biegt nach rechts ab, nach weiteren 100 Metern (grüner Waagrechtstrich) führt er vor dem vorletzten Haus nach links den Talhang hinauf über das sog. "Felsentor" auf die Hochebene. Auf der oberen Talkante geht es nach rechts am Waldrand entlang, nach etwa 300 Metern wieder nach rechts hinunter über die Frauenhöhle in den Wald (blauer Kreis). Unten auf dem Forstweg nach links, durch den Forst bis kurz vor Schweinthal (grüner Waagrechtstrich).

Hier kreuzen sich die Wanderwege (grüner Waagrechtstrich) und (rotes und weißes Dreieck). Man biegt nach rechts auf den Wanderweg (rotes und weißes Dreieck) bergab in das Trubachtal.

Wir folgen dem Wanderweg mit dem (roten und weißen Dreieck) durch Schweinthal, kommen am Hängenden Stein vorbei durch den Wald Richtung Wichsenstein. Vom Waldrand aus nach 200 Metern biegen wir nach rechts auf den Weg (schwarzer Kreis). Wir wechseln aber bei nächster Gelegenheit erneut den Weg und wandern über den Dicken Berg nach Schlehenmühle (blauer Kreis). In Schlehenmühle (Einkehrmöglichkeit) kommen wir auf einen neuen Wanderweg mit einem (blauen Kreuz) als Symbol. Diesem folgen wir bergab an Äpfelbach vorbei bis in die Talaue und überqueren die Teerstraße.

Weiter geht es auf dem Trubachtalwanderweg nach links flussaufwärts (blauer Waagerechtstrich), nach 100 Metern rechts über die Trubach und gleich wieder links am Wiesenrand entlang, vorbei am Dammwildgehege bis zur Hauptstraße in Mostviel. Hier wenden wir uns nach links 50 Meter an der Hauptstraße entlang zum Parkplatz von Gasthof Schloßblick.

Rechts am Ende des Parkplatzes folgen wir dem Wanderweg Richtung Egloffstein, 300 Meter nach dem Ort Mostviel fließt von links ein kleines Bächlein, kurz danach geht es zum Anstieg auf den Balkenstein und den Pfarrfelsen(roter Kreis) sowie weiter (gelber Ring) nach Egloffstein hinab und zurück zum Wanderparkplatz.

Der Rundweg geizt nicht mit vielen kleinen landschaftlichen Attraktionen. Der Wanderer kann sich das Felsentor ansehen und die Frauenhöhle mit der Taschenlampe erforschen. Ständig ändert sich das Landschaftsbild - von der Hochfläche über die Wälder am Hang bis zur offenen Trubachaue. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das alte Bewässerungssystem bei Mostviel und der Balkenstein sowie der Pfarrfelsen, von denen aus man am Ende des Rundwegs einen großartigen Blick über das ganze Tal hat.

Auf der Strecke gibt es drei erwähnenswerte Steigungen. Die erste ist der Anstieg hoch zum Felsentor, sie beträgt etwa 100 Höhenmeter (in Serpentinen, teilweise Stufen mit Geländer). Die zweite ist der Weg auf die Hochfläche hinter Schweinthal mit 170 Höhenmetern. Die dritte Steigung ist der Anstieg zum Balkenstein auf dem Rückweg, sie beträgt 110 Höhenmeter (in Serpentinen, teilweise Stufen mit Geländer).