Obwohl die Eggolsheimer Marktgemeinderäte ihren Jahresschluss bereits gefeiert hatten, mussten sie sich noch zu einer Sitzung treffen und über die neue Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung abstimmen. Das Satzungsbüro hatte darauf hingewiesen, dass die geänderten Gebühren noch in diesem Kalenderjahr beschlossen werden müssen, wenn sie ab dem 1. Januar wirksam werden sollen.

Die neue Abwassergebühr beträgt somit ab 2018 1,48 Euro pro Kubikmeter, beschlossen die Marktgemeinderäte mit zwei Gegenstimmen. Auch wenn die Erhöhung von 1,06 auf 1,48 Euro pro Kubikmeter Abwasser recht hoch ausfällt, sei sie jedoch unumgänglich, erklärte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB).

Der vorherige Kalkulationszeitraum begann zwar 2015 noch mit einem leichten Plus von 5000 Euro. Es kam aber bereits im Laufe des nächsten Jahres zu einer Unterdeckung von 95.000 Euro, die sich bis 2017 auf insgesamt 193.000 Euro summierte. "Wir hatten einfach Mehrausgaben", erläuterte Schwarzmann den Marktgemeinderäten.

Klärschlammentsorgung, ein erhöhter Aufwand im Belebungsbecken, die Neuberechnung der Betriebskostenumlage und die Rückerstattung von zu viel gezahlten Gebühren an Hallerndorf führten dazu, dass das Abwasser nicht kostendeckend entsorgt werden konnte. So ist es aber vorgeschrieben - und deswegen müssen die Gebühren angepasst werden.

Thea Göller (CSU) wunderte sich über die Eile: "Wenn das schon so lange bekannt ist, warum muss das jetzt zwei Wochen vor Jahresende entschieden werden?" "Wir hatten das nicht auf dem Schirm", bekannte Schwarzmann und wies gleichzeitig darauf hin, dass die umliegenden Kommunen sich ohnehin über die sehr niedrigen Eggolsheimer Abwassergebühren gewundert hatten. Zwar diskutierten die Marktgemeinderäte noch, ob ein vierjähriger Kalkulationszeitraum sinnvoller sei als der bisherige dreijährige, einigten sich jedoch schlussendlich darauf, dass die neue Abwassergebühr notwendig ist. "Immerhin konnten sich die Bürger drei Jahre lang über ihre niedrigen Gebühren freuen", konstatierte Stefan Pfister (BB).