Von Miriam Och

Von den "Großen" bei der Schülerzeitung wurden Maximilian und sein Freund Leon aus Pinzberg nicht ernst genommen. "Kommt in fünf Jahren wieder", wurden sie vertröstet. Deshalb haben die beiden Zehnjährigen die Sache einfach selbst in die Hand genommen und kurzerhand die Zeitung "Pinzberg Aktuell" gegründet.

Darin berichten die beiden jungen Journalisten über aktuelle Themen aus ihrem Dorf und der Umgebung. Was ist jetzt zum Beispiel mit den Windrädern in Pinzberg? Werden welche gebaut oder nicht? Diese Fragen beschäftigte Max und Leon, und so sind sie von Haus zu Haus gezogen und haben die Leute zu den Windrädern befragt.
Noch ist das informative Blättchen erst in der näheren Nachbarschaft von Maximilian erhältlich - das könnte sich aber bald ändern.

Die Begeisterung fürs Schreiben entwickelten die beiden bereits in der dritten Klasse. Damals managten sie schon die Schülerzeitung der Grundschule. Jeder in der Klasse sollte Berichte dazu beisteuern. "Aber einige haben uns einfach nichts geliefert, so dass alles bei uns hängen blieb", erzählen Maximilian und Leon Ruffani.
Auch das Magazin "Radio & Ich" arbeitet seit kurzem mit der Zeitung zusammen. Darin stellen die beiden Pinzberger Redakteure angesagte Stars und deren aktuelle Lieder vor. Der neue Hit von PSY, "Gentlemen", darf dabei natürlich genauso wenig fehlen wie "Altes Fieber" von den Toten Hosen.

Die Informationen holen sich die beiden aus dem Internet. Mit einem Rätsel und einem Gewinnspiel testen Max und Leon das Wissen der Leser: Wie lautet noch einmal Helene Fischers neuester Song?

Kreatives Multitalent

Wie die meisten Kinder in seinem Alter, sitzt Maximilian viel vor dem Computer. Aber im Gegensatz zu Gleichaltrigen, die ihre Zeit vorzugsweise mit Computer-Spielen verbringen, macht es Maximilian Spaß, sich in die unterschiedlichsten Programme einzuarbeiten. Mühelos erstellt er eigene Webseiten. Da würde wahrscheinlich auch der ein oder andere Computer-Experte staunen. Für eine Bekannte gestaltete er sogar eine Webseite für ihr Kosmetikstudio. Spaßeshalber kreiert er auch Speisekarten.

Stolz präsentiert Max auch eine Webseite, die der einer Getränkefirma nachempfunden ist. Auf der Startseite kann Max wie bei einer richtigen Internetseite die gewünschte Bestellung eingeben und in einer Drop-Box aus einer Liste von Getränken auswählen, was er gerne kaufen möchte. Dann muss er noch den Preis eingeben und fertig ist der Kassenbon. Noch ein Klick und es erscheint der Schriftzug "Danke für Ihren Einkauf" auf dem Bildschirm.

Natürlich ist die Webseite nicht wirklich im Internet aufrufbar, sondern erst als Entwurf auf dem Computer von Maximilian gespeichert. Dennoch gestaltet er solche Seiten mit viel Liebe zum Detail.

Für den Alltag nützlich ist zum Beispiel sein Karten-Programm. Wenn Mutter Sigrid (50) noch schnell eine Geburtstagskarte braucht, muss sie nicht in den nächsten Schreibwarenladen düsen. Denn auch für diesen Anlass hat Max bereits ein Hilfsprogramm entwickelt: Einfach das Alter des Geburtstagskindes und einen schönen Spruch eingeben und fertig ist die individuelle Geburtstagskarte. "Das ist schon manchmal praktisch", freut sich Maximilians Mutter Sigrid.