Seitdem ein Wasserschaden im Kindergarten Carl Zeitler Ende letzten Jahres zum Umzug ins Waisenhaus gezwungen hat, haben die Eltern-Rundbriefe aus dem Notquartier einen bezeichnenden Namen: Wasser-News!
Grund des Wasserschadens, der geschätzte Reparaturkosten von rund 160.000 Euro verursacht hat, war ein Leck in einer Wasserleitung unter dem Estrich. Deshalb hatte sich die Feuchtigkeit auch zunächst unbemerkt ausbreiten können - schätzungsweise ein halbes Jahr lang! Aufgefallen war der Schaden erst, als sich Schimmel an den Wänden gebildet hatte. Daraufhin zog die ganze Belegschaft im vergangenen Herbst mit Kind und Kegel in die Räume des ehemaligen Kindergartens im Waisenhaus.


Ende März geht's zurück

"Alle Kinder kommen mit der momentanen Situation gut klar", berichtet Kindergartenleiterin Barbara Heindel - aber fast täglich komme von den kleinen die Frage: "Wann gehen wir wieder in unseren Kindergarten?" Alle, Team und Kinder, freuen sich auf den Rückzug, der für Ende März geplant ist.

Durch den Wasserschaden seien allerdings die Kinderbücher und die Küchenzeilen der beiden Gruppen in starke Mitleidenschaft gezogen worden, betont Barbara Heindel. Ihre Hoffnung und Bitte: "Vielleicht gibt es Sponsoren, die unseren Kindergarten mit einer Geldspende gerne unterstützen würden."

Die Geldzuwendungen werden nach dem Rückzug direkt den Kindern zu Gute kommen, verspricht sie. Die räumlichen Beschränkungen im Waisenhaus werden durch ein buntes Exkursionsprogramm ausgeglichen. Nach den Weihnachtsferien startete die wöchentliche Erkundungstour, getrennt mit Midi- und Maxi-Kindern. Diese Aktivitäten im Freien stehen unter dem Motto "Wir sind die Stad te ntdecker". Es werden Ziele erkundet innerhalb des Stadtkerns, wie die Bücherei, die St.Martins Kirche, der Stadtpark, die Stadtmauer, Ausstellungen in den Rathaushallen und vieles mehr. "Hierbei üben wir Sozialkompetenzen, Verkehrserziehung und erweitern somit unseren Wortschatz", erklärt Kindergartenleiterin Barbara Heindel. Gestartet wurde auch das Projektthema "Farben und Formen". In der Zeit bis Fasching konnten die Kinder der verschiedenen Altersgruppen die Themeninhalte durch die vielfältigen Angebote, wie Farbexperimente, Montessori Tabletts, oder Singspiele, aktiv erfahren. Auch beim Forchheimer Faschingszug ist man mit Kind und Kegel mitgelaufen.

Die Anmeldewoche für einen Kiga-Platz im September ist zwar schon vorbei, Interessierte können sich aber noch unter der Telefonnumer 09191/ 65761 melden, betont Kindergartenleiterin Barbar Heindel.