Der Umgang mit Holz faszinierte den gelernten Zimmerer von jeher. In einem Gespräch mit Pfarrer Alfred Beißer vor knapp einem Jahr entstand in ihm mehr und mehr die Idee, verschiedene Krippen zu bauen. "Es gab keinen festen Plan, das Projekt entwickelt sich im Fortschritt", sagt er heute.

Man spürt seine Begeisterung für sein neues Kunsthobby. Zugute kommt ihm die gute Beziehung zu seinem ehemaligen Arbeitgeber Holzbau Kaul. Dort hat er gelernt und erhält auch zum Teil 300 Jahre altes Holz für seine Arbeiten von Gebäuden für die Krippe.

Ein Exemplar steht im Garten, vor dem Hauseingang. Schmitt deutet auf die Kirche, den Brunnen, die Krippe. 177 Stunden hat er bisher aufgewendet. Er weiß, die Basis ist fertig, aber er kann noch viel Arbeit investieren.

In seiner gemütlichen Werkstatt zeigt er auf eine ungewöhnliche Wurzelkrippe, die dort im Entstehen ist. Ungewöhnlich als Gebilde lässt sie die mögliche Vielfalt in der weiteren Entstehung erahnen. Von seinem Onkel Karl Kraus in Hetzles habe er sich für den Krippenbau viel abgeschaut, erzählt Thomas Schmitt. Krippen im Kindergarten Leutenbach, Kunreuth oder auch in der Schule von Mittelehrenbach zeugen mittlerweile von seiner Leidenschaft. Von einer Leidenschaft, die immer neue Ideen hervorbringt und ihn als Krippenbauer auch zur Ruhe kommen lässt.