Dies teilte Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU/BB) in der Gemeinderatssitzung Pinzberg mit. Die Pläne sind genehmigt und die Förderungszusage der Regierung im Rahmen einer städtebaulichen Maßnahme erteilt. Die Gesamtkosten waren ursprünglich auf 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Somit wären rund eine Million Euro auf die Anlieger umgelegt worden und rund 300.000 Euro über Städtebauförderung geflossen.

Dann platzte unvorhergesehen die Abschaffung der bisherigen Straßenausbausatzung ("Strabs") dazwischen, die seit Januar 2018 außer Kraft gesetzt wurde. Eine neue Regelung ist vor den Sommerferien noch angestrebt. Daraufhin hat der Gemeinderat die Ausschreibung des Projektes nach langer Diskussion dennoch beschlossen mit dem Ergebnis, dass sich die geplanten Kosten mindestens um 60 Prozent erhöhen würden.

Nachdem die Anlieger keine Umlagen mehr zahlen müssen und die Kostenerhöhung zu berücksichtigen ist, droht der Kommune eine Deckungslücke von rund zwei Millionen Euro. Die beiden Forchheimer Landtagsabgeordneten Michael Hofmann (CSU) und Thorsten Glauber (FW) bemühten sich zwischenzeitlich vergeblich, bei der Regierung in München mehr Klarheit hinsichtlich der Finanzierung zu erhalten. Beide konnten danach nur raten, die Entwicklung abzuwarten, die Ausschreibung aufzuheben und eine erneute Ausschreibung Ende des laufenden Jahres einzuplanen. Dieser Empfehlung folgte der Gemeinderat nun einstimmig.

Neben zwei privaten Bauanträgen befürwortete der Rat die Nutzungsänderung eine Teilfläche einer Konservenfabrik zu einer Backstube ohne Verkauf auf dem Grundstück der Gemarkung Gosberg.

Keine Einwände hatte der Rat auch zum Bebauungs- und Grünordnungsplan im Gebiet Forchheim-Kersbach am neuen Kersbacher Bahnhof und zum Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan der Gemeinde Kunreuth.