Leserbrief:
"Auch wenn die Entscheidung für die Bundestagswahlen getroffen wurde, möchte ich hier meinen Unmut darüber öffentlich machen. Hier wurde der zweite Schritt vor dem ersten gemacht. Anstatt sich mit dem Seniorenbeauftragten der Stadt Forchheim abzustimmen und dann zu entscheiden, wurde das Sprachrohr der Senioren einfach übergangen.

Andererseits verstehe ich aber auch nicht die Haltung der zwei Altenheime, die sich daran nicht mehr beteiligen wollen. Eigentlich sollen sich die Bewohner in den Altenheimen betreut fühlen und eigentlich wie in einer häuslichen Gemeinschaft behandelt werden. Zum Glück gibt es noch vier Heime, die eigentlich für die Erhaltung des Sonderstimmbezirkes sind.

Ich frage mich natürlich, warum es hier keine Mehrheitsentscheidung gegeben hat. Die Senioren fühlen sich ihres Wahlrechts "beraubt". Die Senioren stammen auch aus der Generation, für die das Wahlrecht quasi Wahlpflicht ist. Wer hat sich da eigentlich was gedacht, wenn Bewohner eines Altenheimes in der Bayreutherstraße in einem "nicht barrierefreien" Wahllokal zur Stimmabgabe aufgerufen werden?

Da bleibt nur die Alternative Briefwahl, die aber erfordert, dass die Unterlagen beantragt werden müssen. Wer keine Angehörigen hat, die das machen, dann wird eindeutig das Wahlrecht behindert. Somit sind die Altenheime gefordert, die entsprechende Beantragung der Unterlagen durchzuführen und die Wahlunterlagen zurückzuschicken."