Den Jahn-Spielern kribbelt es nach der vom Platzwart verordneten Osterpause, ihren Ausrutscher im Bayernliga-Duell in Frohnlach gutzumachen. Eine Reaktion erwartet auch Baiersdorfs Coach Helmut Wolff von seinen in der Landesliga abstiegsgefährdeten Schützlingen. Bezirksligist Buckenhofen beginnt dagegen seine Abschiedstournee.


Bayernliga Nord: VfL Frohnlach - SpVgg Jahn Forchheim

Nichts war es mit österlicher Wiedergutmachung für die 2:5-Pleite in Würzburg. Wegen der ausgefallenen Partie gegen Erlenbach muss der Jahn ganze zwei Wochen warten, um sich den Frust über die meisten Gegentore in einem Spiel in dieser Saison von der Seele schießen zu können. Die Pause haben die Bayernliga-Kicker genutzt, um den Kopf freizukriegen. "Es war die richtige Entscheidung, kein Ersatzprogramm zu machen, denn im Training diese Woche haben die Jungs richtig Gas gegeben", sagt Coach Michael Hutzler.

Die um den Klassenerhalt kämpfenden Frohnlacher erwartet der 45-Jährige, der seinen Vertrag kürzlich um eine weitere Saison verlängert hat, ähnlich bissig wie Würzburg. "Der VfL ist schwer zu spielen, besonders zu Hause", findet Hutzler, der auf die angeschlagenen Dominik Zametzer und Max Bauernschmitt sowie den nach wie vor rotgesperrten Max Göbhardt verzichten muss. Hinter den Einsätzen von Kevin Woleman, dessen Weisheitszähne gezogen wurden, und Kapitän Florian Clausnitzer (Grippe) stehen Fragezeichen.


Landesliga Nordwest: Baiersdorfer SV - TSV Karlburg

Langsam macht sich Helmut Wolff Sorgen. Nicht um seine Zukunft, denn vergangene Woche gab er seine Rückkehr zum ATSV Erlangen bekannt, wo er ab Sommer in seine dritte Amtszeit als Trainer gehen wird. Doch nach acht Spielen ohne Sieg ist der Vorsprung auf die Relegationsplätze auf vier Zähler geschmolzen. "Manche Spieler lassen es ein wenig schleifen. Womöglich spielen da auch die ausbleibenden Gelder eine Rolle", erklärt der Noch-BSV-Coach. Da er den direkten Verfolgern seiner Mannschaft, Kitzingen und Würzburg II, einen guten Endspurt zutraut, hält er den Klassenerhalt für ein schwieriges Unterfangen.

"Ich will aber nicht alles schlecht malen. Von den fünf Spielen nach der Winterpause haben wir nur zwei verloren", sagt Wolff. Auf der anderen Seite tritt mit Karlburg die Mannschaft der Stunde an, denn der TSV ist seit acht Partien ungeschlagen und hat in den vergangenen sechs Begegnungen kein Gegentor mehr kassiert. Doch ausgerechnet im Sturm gehen Wolff die Leute aus, klagt der 45-Jährige.


Bezirksliga Mittelfranken: SpVgg Hüttenbach - SV Buckenhofen

Rechnerisch ist der Klassenerhalt immer noch möglich. Allein der Glaube daran dürfte nach dem Osterwochenende auch bei den größten Optimisten in Reihen des SV Buckenhofen abhanden gekommen sein. Selbst gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten FC Stein kassierte der Landesliga-Absteiger eine klare Niederlage, der ein erwartetes 0:4 gegen Tabellenführer Kornburg folgte. Trauriger Tiefpunkt waren drei Platzverweise gegen Jonas Fuchs, Jonathan Demmeler und Kapitän Marco Höhlich. Zumindest die letzten beiden dürfen mit nach Hüttenbach fahren, da sie nur die Ampelkarte sahen.

Immerhin erzielte Philipp Hoffmann gegen Stein den ersten Bucki-Treffer seit dem 30. November und sandte ein kleines Lebenszeichen vor dem fast sicheren Abschied aus der Bezirksliga. "Erfahrung und Punkte sammeln", lautet die Vorgabe von Spielertrainer Florian Poesdorf vor dem Duell mit der SpVgg, die mit einem Zähler über dem Strich steht. Die Gäste könnten sie mit einem Sieg also tiefer in die Gefahrenzone ziehen.