Das Kapitel Hassa wird am Saisonende in Schlaifhausen definitiv zugeklappt: Der Fußball-A-Klassist einigte sich mit Spielertrainer Christian sowie Vater Hans (Co-Trainer) darauf, die Zusammenarbeit mit Abschluss der laufenden Saison zu beenden. Das wirkt auf den ersten Blick verwunderlich, liegt Schlaifhausen in der A-Klasse 3 ER/PEG doch auf dem dritten Rang und kann bei zwei Nachholspielen sogar noch Tabellenführer werden. Es sieht also gut aus in Sachen Kreisklassen-Aufstieg, dem großen Ziel, an dem die Schlaifhäuser schon einige Jahre arbeiten. "Ich bin auch felsenfest davon überzeugt, dass wir den Aufstieg packen", sagte Hassa.

Warum also die Trennung? Das etwas kuriose Problem: Die Hassas wollen nächstes Jahr auf jeden Fall in der Kreisklasse als Trainergespann wirken, den Aufstieg dorthin kann ihnen die Vereinsführung aber natürlich nicht garantieren - die Mehrzahl der Spiele steht ja noch aus. Deswegen hat die Abteilungsleitung um Manuel Drummer einige Szenarien durchgespielt. Das Schlimmste davon: Würde Schlaifhausen den Aufstieg in dieser Saison wieder verbocken, wären die Hassas sowieso weg - und die Zeit, einen neuen und geeigneten Trainer zu finden, für Schlaifhausen in der Sommerpause wohl zu kurz. "Wir wollen Planungssicherheit. Sonst laufen wir Gefahr, im Juni ohne Trainer dazustehen", sagte Drummer dazu. Also entschied man, die Verträge nicht zu verlängern und dies auch relativ früh in der Saison zu kommunizieren. Stattdessen wird ein neuer Übungsleiter für die kommende Saison verpflichtet - unabhängig davon, in welcher Liga die Grün-Weißen dann spielen. "Wir hören uns um und führen Gespräche, werden in dieser Sache aber nichts überstürzen", sagte Drummer. Eine Fortführung der bisherigen Lösung - Spielertrainer auf dem Feld, ein Co-Trainer neben dem Platz - scheint auch für die Zukunft sinnvoll.

Hassas weiter als Trainer-Duo

Und die Hassas? Sohn Christian und Vater Hans wollen, wie eingangs erwähnt, weiter als Trainer-Gespann fungieren, am liebsten im hiesigen Spielkreis, nicht allzu weit vom Wohnort Eggolsheim entfernt, aber mindestens bei einem Kreisklassisten. Zwar liegt die Kreisklasse nur eine Liga oberhalb der A-Klasse, der spielerische Unterschied sei trotzdem enorm, wie Hassa sagt. Gemeinsam wollen Sohn und Vater etwas aufbauen, mit jungen und entwicklungsfähigen Spielern, so, wie sie es eigentlich auch in Schlaifhausen getan hatten.

Dort endet im Juni nach nur etwas mehr als einem Jahr der gemeinsame Weg - eine Entscheidung, die beide Parteien im Grunde zutiefst bedauern: "Das ist wirklich schade, es hat ja alles bestens gepasst. Aber für uns war klar, dass wir keine weitere Saison in der A-Klasse aktiv sein wollen", sagte Hassa. Und da es eben keine Aufstiegsgarantie in die Kreisklasse geben kann, erfolgt die Trennung - so unverständlich sie auf den ersten Blick auch sein mag.