Nah dran am ersten Saisonsieg war die SpVgg Jahn Forchheim in der Bayernliga Nord. Anders als beim Auftakt-Remis in Bruck, als es ein 1:3 noch aufholte, kassierte das Team von Trainer Christian Springer im ersten Heimspiel der Saison in der Nachspielzeit den Ausgleich. Der FSV Erlangen-Bruck um Doppeltorschütze Adem Selmani ließ beim 5:1 in Ansbach dagegen nichts anbrennen, während der Aufsteiger vom ATSV Erlangen in Gebenbach einen Dämpfer bekam und der SC Eltersdorf nach seinem Auftakt-Derbysieg nicht nachlegen konnte.

Besser machte es der Baiersdorfer SV in der Landesliga Nordost, der nach dem zweiten Zu-null-Sieg hintereinander von einem gelungenen Saisonstart sprechen darf. Der Aufsteiger aus Herzogenaurach verkaufte sich beim SC Schwabach teuer, ging aber leer aus.


Bayernliga Nord: SpVgg Jahn Forchheim - SV Seligenporten 2:2

Zum ersten Heimspiel der neuen Bayernligasaison änderte Trainer Christian Springer die Startformation im Vergleich zum 3:3 gegen den FSV Bruck nur auf einer Position. Für Timo Noppenberger stand Timo Goldammer im Mittelfeld. Beim letztjährigen Regionalligisten SV Seligenporten durften die beiden Ex-Jahnler Mergim Bajrami und Artan Selmani von Beginn an ran. Beiden merkte man die Extraportion Motivation an.

Nach einer überschaubaren Anfangsphase setzte sich Tom Jäckel an der Sechzehnerkante gegen zwei Gegner durch und schoss aufs Tor. Der Ball wäre im Winkel eingeschlagen, aber Torwart Dominic Dachs lenkte den Schuss mit den Fingerspitzen über die Latte. Auf der anderen Seite stand Marco Janz nach einem Freistoß alleine vor Schlussmann Tino Stahl, aber der machte sich breit und wurde angeschossen. Als die Partie eigentlich schon in der Halbzeit war, hatte der SVS noch einen sehenswerten Spielzug über rechts, den Dino Kardovic an Richtung zweiten Pfosten hob, wo der kleine Theodoros Petrakis einköpfte (45.).

Einen schlechteren Zeitpunkt hätte es für die Hausherren nicht geben können, trotzdem drehte der Jahn nach der Pause auf. Mit einer filigranen Hackenvorlage schickte Tom Jäckel Jens Wartenfelser steil und dieser schob den Ball zum 1:1 ein (50.). Der eingewechselte Drazen Misic fasste sich in der 56. und in der 57. Minute ein Herz und drosch aufs lange Eck. Der erste Versuch ging knapp am Pfosten vorbei, der zweite sprang vom Innenpfosten zum 2:1 ins Netz.

"Danach hatten wir noch zwei gute Kontermöglichkeiten, bei denen wir den Sack zumachen müssen", bedauerte Springer. Den Gegner hatten seine Jungs zwar im Griff, aber in der 91. Minute köpfte Tim Olschewski dann doch noch einen Eckball zum 2:2 ins Tor. "Der Gegner hatte eine gute Qualität. In der Endphase hatten wir sie zwar unter Kontrolle, aber dass ein Standard durchrutscht, kann leider trotzdem passieren", sagte der Jahn-Coach.
Jahn: Stahl - Jerundow, Tischler, Hagen (67. Uttinger), Müller (71. Noppenberger), Goldammer (41. Misic), Städtler, Wartenfelser, Güngör, Nagengast, Jäckel


Landesliga Nordost: FC Lichtenfels - Baiersdorfer SV 0:3

Blitzstart für die Gäste, die mit einem Doppelschlag die Weichen auf Sieg stellten: Maximilian Kundt wurde nicht angegriffen und traf aus 17 Metern flach zum 0:1 (3.), zwei Minuten später setzte Christian Kraus sehenswert Nico Geier in Szene, der aus kurzer Distanz auf 0:2 erhöhte. Die Hausherren waren geschockt und hatten im ersten Durchgang nur wenig entgegenzusetzen. Baiersdorf war auch in der Folge bissiger, gewann die meisten Zweikämpfe, ließ dem FCL wenig Räume und wurde deshalb defensiv kaum vor Probleme gestellt.

Erst kurz vor der Pause wachten die Oberfranken auf, taten mehr fürs Spiel, doch insgesamt kam zu wenig. Symptomatisch war ein Angriff in der 58. Minute: Die Hausherren verloren den Ball an der gegnerischen Eckfahne, und Baiersdorf brachte über drei Stationen Geier in Position, der mit einem feinen Schlenzer auf 0:3 erhöhte. Damit war der Drops gelutscht. Dem agilen Fabian Schwab stand die Latte im Weg (72.), genau wie auf der Gegenseite dem Lichtenfelser Maar, der damit die beste Chance des FC im gesamten Spiel hatte (75.). Danach hatten beide Teams ihr Pulver verschossen, der BSV siegte absolut verdient.
BSV: Fieber - Weiler, Schmitt (68. Eismann), N. Schwab, Lee, Geier, Grabert, F. Schwab, Kraus, Kundt (54. Hofmann), Reinhardt