A-Klasse 3 ER/PEG: SpVgg Muggendorf (4.) - FC Leutenbach (12.)

Nach der herben 1:4-Schlappe in Stöckach ist die Mannschaft von Spielertrainer Bernd Audenrieth im "inFranken-Kick" auf Wiedergutmachung aus. Im Spitzenspiel gegen die mäßig in die Saison gestarteten Gäste sollen drei Punkte an der Wiesent bleiben. "Wir dürfen Leutenbach auf keinen Fall unterschätzen, auch wenn der FC weiter unten in der Tabelle steht als wir", sagt der Muggendorfer Trainer vor der Partie am Samstag um 17 Uhr. Späte Revanche könnte ein zusätzliches Motiv für die Heimelf sein: Die Kreisklassen-Duelle in der Spielzeit 2013/2014 gingen mit 0:3 und 1:2 verloren. Dennoch stieg der FCL und nicht die SpVgg ab, die Neidecker mussten erst ein Jahr später den Gang in die A-Klasse antreten.

Gerade die zu lockere Einstellung, ein Unterschätzen mancher Gegner, habe seine Truppe in den vergangenen Wochen an den Tag gelegt, was dem Übungsleiter zusätzlich aufstößt. "Wir müssen endlich den Schlendrian wieder rausbekommen und anfangen, Fußball zu spielen. Das erwarte ich von meiner Mannschaft im Spiel gegen Leutenbach", erklärt Audenrieth. Personell können die Hausherren nicht aus dem Vollen schöpfen, da aufgrund von Krankheit und Urlaub einige Leistungsträger nicht zur Verfügung stehen. Dies will der 32-Jährige aber nicht als Ausrede zählen lassen und nimmt sein Team in die Pflicht.

Zwei Siege gegen die "Muggen" und trotzdem absteigen? Das könnte heuer wieder passieren, schließlich haben die Gäste zum Auftakt beim aktuellen Tabellenführer Gräfenberg (3:3, einzige bisherige Punktverluste des TSV) gezeigt, dass sie mit Spitzenteams mithalten können und stecken dennoch im Keller fest. Neu-Coach Peter Heublein wechselte sich in dieser Partie beim Stand von 1:1 ein und erlebte eine ereignisreiche letzte halbe Stunde inklusive 1:3-Rückstand. Da sich der FC zurückkämpfte und Heublein seitdem nicht mehr zum Einsatz kam, ist der 51-jährige im Gegensatz zu seinen Schützlingen noch ungeschlagen.


Kraft war bei letzten Duellen dabei

"Wir haben einen kleinen Kader. In der Urlaubszeit machen sich Verletzte oder privat Verhinderte natürlich bemerkbar", erklärt Christian Kraft das Eingreifen des eigentlich als reinen Trainer verpflichteten Heublein. Kraft ist einer der wenigen beim FC, die beim letzten Aufeinandertreffen mit Muggendorf schon dabei waren. "Das waren immer packende Spiele, an die ich gute Erinnerungen habe", sagt der Angreifer und sportliche Leiter. Trotz der klaren Favoritenrolle des Gegners glaubt der 31-Jährige auch heute an sein Team: "Die teilweise überraschenden Ergebnisse in dieser Liga geben uns Hoffnung. Wenn wir an unsere Leistung und Einstellung der letzten beiden Partien anknüpfen und unsere Chancen nutzen, ist etwas möglich."

Dass es punktemäßig derzeit mau aussieht, kommt für Leutenbach nicht überraschend. Mit dem spielenden Co-Trainer Hannes Messingschlager (Effeltrich), Stephan Zehner (Weingarts), Stefan Heilmann (Pinzberg/Gosberg) und Christoph Friesner (ATSV Forchheim) haben drei Stammkräfte den Verein verlassen. Im Gegenzug begrüßte Heublein fünf Akteure aus der eigenen SG-Jugend. "Die müssen sich erst an Tempo und Körperlichkeit gewöhnen", sagt Kraft. 7h/rup