Zum Annafest soll der erste Sieg folgen: Die SpVgg Jahn Forchheim trifft in der Bayernliga heute um 18.30 Uhr zum ersten Heimspiel der Saison auf die DJK Don Bosco Bamberg. Trotz der Auftaktniederlage ist die Stimmung im Jahn-Lager gut, während bei der DJK noch kein Rädchen ins andere greift.

SpVgg Jahn Forchheim (14.) -Don Bosco Bamberg (18.)
Zwei Niederlagen, zwei Rote Karten und kein eigenes Tor - so lautet die Negativbilanz der Bamberger, die als Tabellenschlusslicht anreisen. Trotz der Ausfälle (Nicolas Esparza und Pascal Niersberger gesperrt, Alassane Kane verletzt) ist die Mannschaft von Mario Bail gefordert, allmählich in die Gänge zu kommen.

Wesentlich entspannter ist die Situation beim Jahn, obwohl die Ausgangslage gar nicht so grundverschieden ist, zumindest beim Blick auf die Tabelle in dieser noch sehr jungen Saison: Auch die SpVgg wartet noch auf ein Erfolgserlebnis, hat aber im Vergleich zum Gegner erst ein Spiel absolviert - und trotz der unglücklichen 1:2-Niederlage beim als Mitfavorit gehandelten TSV Aubstadt viele Komplimente für den selbstbewussten Auftritt erhalten.

Gegen warme und wohlwollende Worte hätten die Jahn-Verantwortlichen um Trainer Christian Springer auch nach der heutigen Partie wohl nichts einzuwenden, noch lieber wären verständlicherweise aber drei Punkte.
Darauf ist auch das Spielsystem ausgelegt: Das in Aubstadt über weite Strecken praktizierte 3-4-3-System lässt sich bei gegnerischem Ballbesitz schnell in eine Fünferkette verwandeln, das hat dem Gegner die Luft zum Atmen genommen. "Gegen Bamberg ist es aber wieder ein ganz anderes Spiel", sagt Springer, der zu einer offensiveren Variante im 4-2-3 tendiert. Vielleicht auch deshalb, weil mit dem privat verhinderten Tobias Eisgrub ein Mann für die Defensive fehlt und mit Sebastian Schäferlein ein weiterer Verteidiger nach seiner Sperre noch ebenso ein Spiel aussetzen muss wie Adem Selmani in der Offensive.

Sorgen bereitet darüber hinaus ein wenig die Ungewissheit über den Gesundheitszustand von David Mai: Der Defensiv-Allrounder fehlte schon in Aubstadt und wird aktuell im Krankenhaus durchgecheckt. Es besteht der Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung. "Wir hoffen einfach das Beste", sagt Springer, dem mit Patrick Hagen auf der "Sechs" das Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld für mindestens die nächsten vier Wochen fehlen wird.

Auch wenn die Personalsituation in der Abwehr sicherlich nicht rosig ist, hat der Coach immerhin für die Offensive nun mehr Möglichkeiten: Rückkehrer Patrick Titzmann hat sich rechtzeitig zum Spiel wieder fit gemeldet. tsc