Mit Aufsteiger ATSV Erlangen und der SpVgg Jahn Forchheim, die sich mit 3:2 in Memmelsdorf durchsetzte, haben zwei der vier Bayernligisten aus dem Fußball-Spielkreis Erlangen/Pegnitzgrund den Einzug in die zweite Runde des BFV-Pokals geschafft. Der FSV Erlangen-Bruck war bei der SG Quelle Fürth zwar nicht so favorisiert wie Spanien im Achtelfinale gegen WM-Gastgeber Russland, scheiterte aber ebenso im Elfmeterschießen. Erst morgen greift der SC Eltersdorf in den Wettbewerb des Bayerischen Fußball-Verbands ein, in dem es theoretisch um den Einzug in den DFB-Pokal geht.


SV Memmelsdorf - SpVgg Jahn Forchheim 2:3

Der Jahn war überlegen, machte es aber spannend. "Man hat gemerkt, dass wir uns in der Vorbereitung befinden und neue Leute einbinden müssen. Zudem war es ziemlich warm", erklärte Forchheims Abteilungsleiter Uwe Schüttinger. Der Start verlief nach Maß: Niklas Möhrlein steckte auf Timo Goldammer durch, der das 0:1 erzielte (4.). Nach einer Standardsituation brachten die Gäste den Ball aber nicht aus der Gefahrenzone, so dass Daniel Krüge ausglich (13.). Obwohl sich Sandro Gumbrecht nicht entscheiden konnte, ob eine Flanke von Firat Güngör mit dem Kopf oder Fuß abnehmen sollte, versenkte er am zweiten Pfosten zum 1:2 (36.).

Fünf Jahre war er weg, doch er brauchte nur gut fünf Minuten, bis er wieder im Jahn-Trikot traf. Kurz nach seiner Einwechslung zur zweiten Hälfte nickte Tom Jäckel eine Flanke von links zum 1:3 ein - gegen Ex-Jahn-Keeper Lars Medem (52.). Ein Polster, das die nachlassende SpVgg brauchte, denn Philipp Hörnes spazierte durchs Forchheimer Spalier und verkürzte (75.). Dann machte der Jahn zu, der in der zweiten Runde auf den SC Feucht (auswärts) oder den ASV Neumarkt (daheim) trifft.
Jahn: Stahl - Hagen, Goldammer (57. Petschner), Grinjuks, Nagengast, Möhrlein, Tischler, Schwinn (65. Jerundow), Wartenfelser (46. Jäckel) Güngör


SG Quelle Fürth - Erlangen-Bruck 6:5 n.E

Obwohl nicht auf dem Hauptplatz gespielt wurde, hätte Bruck das Weiterkommen locker sicherstellen können, vergab aber mehrere hochprozentige Chancen. Zunächst brachte Frank Kirschner die Quelle mit einem abgefälschten Schuss aus 35 Metern glücklich in Führung (14.), doch Oliver Seybold, der nach einem Angriff über den Flügel nur noch einzuschieben brauchte (33.), und Adem Selmani, der eine Flanke von Timur Zenginer verwertete (42.), drehten die Partie noch vor der Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff und vor allem nach dem 2:2 von Dickson Abiama, der nach einem Ballverlust von Bastian Lunz relativ unbedrängt auf den Erlanger Keeper zulief (66.), agierte der Bayernligist gegen den Landesligisten zu umständlich. "Das war alles zu pomadig", erklärte Brucks Co-Trainer Besnik Avdiji. Im Elfmeterschießen wurde es nicht besser: Selmani semmelte gleich den ersten Versuch drüber, später parierte der SG-Torwart gegen Richard Vidal.


SpVgg Weiden - ATSV Erlangen 1:3

Vignon Amegan stand nach einer gelungenen Kombination an der Strafraumkante und zog zum 0:1 ab (33.). Dennoch hatten die Gäste Schwierigkeiten mit der kämpfenden und konternden SpVgg. Dann hatten die Oberpfälzer auch noch Glück, dass der Schiedsrichter nach einem Zweikampf auf den Punkt zeigte. Den zweifelhaften Strafstoß verwandelte Benjamin Werner (38.), der kurz darauf einen berechtigten Handelfmeter aber vergab.

Stattdessen jubelte ATSV-Zugang Ismail Yüce (Cagrispor Nürnberg), als er eine Flanke von Ahmet Kulabas einköpfte (49.) und kurz vor Schluss den Deckel draufmachte, weil die SpVgg mehr Risiko gegangen war (86.). Weitere Gelegenheiten ließen die Erlanger liegen. In der zweiten Runde muss der Aufsteiger zum Nordost-Landesligisten TSV Neudrossenfeld.