Die SpVgg Jahn Forchheim hat die Rückkehr in die Erfolgsspur geschafft und sich mit einem hart erkämpften 2:1-Sieg über den abstiegsbedrohten FC Amberg wieder im gesicherten Mittelfeld eingenistet. Bei nunmehr neun Punkten Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz darf man am Wasserturm von einer ruhigen restlichen Saison träumen.

SpVgg Jahn Forchheim -FC Amberg 2:1
Gegen den einstigen Regionalligisten hatte der Jahn allerdings eine äußerst komplizierte Zangengeburt hinzulegen und musste einem Rückstand hinterherlaufen, ehe die Partie in Unterzahl kippte und in nummerischer Gleichzahl am Ende doch noch positiv ausging.

"Vor der Pause war das schon sehr zerfahren", so Uwe Schüttinger, Abteilungsleiter beim Jahn. Wenig verwunderlich. Schließlich galt es für die Hausherren unter der Anleitung von Co-Trainer Dennis Weiler, die 0:4-Packung aus dem Ansbach-Gastspiel vergessen zu machen. Und, der Blick auf die Tabelle lügt nicht: Ähnliches galt für die auf einem Relegationsplatz stehenden Gelb-Schwarzen aus der Vilsstadt.

So entwickelte sich nach einer Blitzchance für Selmani, der an Keeper Bleisteiner scheiterte (2.), eine auf sehr überschaubarem Niveau stehende Partie. Was auch daran lag, dass die personelle Situation beim Jahn fast schon beängstigende Züge angenommen hatte: Sandro Gumbrecht, Richard Steiner und Andre Jerundow mussten grippebedingt passen, weshalb die angeschlagenen Patrick Titzmann und Patrick Hagen von Beginn an ran mussten. Sie machten ihre Sache aber ordentlich - bis zur Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Einen Eckball konnte Keeper Tino Stahl noch klären, den ihm vor die Füße fallenden zweiten Ball knallte der Ex-Bamberger Kevin Kühnlein in die Maschen - 0:1.

Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein hartes Kampfspiel, der Jahn lockerte seinen Abwehrverbund. Doch auch die Offensivreihen lichteten sich: Nach einem nicht gepfiffenen Elfmeter, Steffen Müller wurde gefoult, attestierte Andi Mönius dem Unparteiischen eine Sehschwäche. Und dieser ihm wiederum eine vorzeitige Duscheinheit, Gelb-Rot. Das war aber der Weckruf für die Forchheimer. Fortan dominierte der Jahn: Adem Selmani erzielte mit einem nicht unhaltbar scheinenden Frustschuss den 1:1-Ausgleich (74.). Mit der Ampelkarte für Fischer waren die nominellen Kräfteverhältnisse auf dem Feld wieder hergestellt. Kurz vor Schluss krönte Jens Wartenfelser den Jahn-Kraftakt. Nach einem feinen Doppelpass traf er kurz vor Abpfiff zum 2:1-Sieg (88.). "Das Spiel ohne Ball war nicht wie gewohnt", attestierte Schüttinger, "am Schluss waren wir aber die bessere Mannschaft und haben uns den Sieg nach einem harten Fight in der zweiten Halbzeit auch verdient."

SpVgg Jahn Forchheim: Stahl - Schäferlein, Weiler, P. Mai, Müller - Hagen (90. Artan Selmani), Güngör, Mönius - Wartenfelser, Adem Selmani, Titzmann (56. Nagengast). Tore: 0:1 Kühnlein (45.), 1:1 Adem Selmani (74.), 2:1 Wartenfelser (88.). Gelb-Rot: Mö-nius (65./Jahn), Fischer (71./Amberg)