Die Handballfrauen des HC Forchheim haben in der Landesliga beim FC Nürnberg eine deutliche Niederlage kassiert. Womöglich ließ sich der Aufsteiger vom klangvollen Namen der Gastgeber beeindrucken und war im Vergleich zur Vorwoche kaum wiederzuerkennen. Die Männer setzten sich zwar beim punktlosen Schlusslicht der Bezirksoberliga durch und betrieben etwas Wiedergutmachung für die Pleite gegen Amberg, eine schlechte zweite Hälfte verhinderte aber einen deutlicheren Sieg.

Frauen, Landesliga Nord: FC Nürnberg - HC Forchheim 23:11

In den ersten Minuten präsentierten die Flippers ihre gewohnt stabile Abwehr, verunsicherten damit die Gastgeber und zwangen sie zu Fehlern, doch von Beginn an fehlte dem HC-Angriff jegliche Durchschlagskraft. Immer wieder scheiterten die Forchheimerinnen beim Torabschluss am Gehäuse oder an der Torfrau. Auf diese Weise geriet der HC in Rückstand, den es bis zur Halbzeitpause aufzuholen galt. Doch anstatt eine Schippe draufzulegen, kam Nürnberg gegen die schwächelnde Gästeabwehr besser zum Zug, der Aufsteiger lag nach 15 Minuten mit 2:5 hinten. Eine Auszeit sollte das Team wachrütteln.

Allmählich schienen sich die Damen von Trainer Thomas Ihrke zu berappeln und verkürzten sogar auf 6:8. Der Aufschwung war allerdings von kurzer Dauer. Technische Fehler und die nach wie vor bestehende Abschlussschwäche führten zum 7:11-Rückstand zur Pause.

Abwärtsspirale dreht sich weiter

Nach dem Seitenwechsel verringerten die Flippers den Abstand noch einmal auf drei Tore (12:9), ehe die Abwärtsspirale weiter ihren Lauf nahm. Fehlpässe, technische Fehler, verworfene Siebenmeter, schlechte Abwehrleistung und druckloser Angriff. Nach 45 Minuten lag der HC mit 9:17 zurück. Keiner fand den Schalter, der hätte umgelegt werden müssen. Die Partie plätscherte bis zum klaren Endstand vor sich hin.

Zwar war der Club keine Übermacht, aber für die Forchheimerinnen war aufgrund der kollektiv schlechten Leistung definitiv nichts zu holen. Nun haben die Ihrke-Damen eine Woche Zeit, diese Niederlage zu verarbeiten und sich wieder auf ihre Stärken zu besinnen, um am Samstag wie gewohnt Vollgas zu geben und in heimscher Halle guten Handball zu zeigen.

HC: Heid, Siebenhaar - H. Nemeth, T. Nemeth, Gareis, Gärtner, Zettelmeier (2), Heilmann (1), Bastian (1), Molls (1), Schmitt, Rothenbücher (4), Irnstorfer, Essl (2)

Männer, Bezirksoberliga Ostbayern: SV Obertraubling - HC Forchheim 26:28

Die Marschroute des Trainergespanns war von Beginn an klar: "Wir wollten über eine stabile Abwehr und unser Tempospiel zu einfachen Toren kommen", sagte Gieck im Nachgang. Dies gelang nach einer anfänglich nervösen Phase. Sukzessive setzten sich die Gäste über 6:3 und 12:8 auf 17:9 zur Halbzeitpause ab. Einziger Wermutstropfen war die rote Karte für Routinier Tobias Hallmann fünf Minuten vor dem Seitenwechsel für einen Schlag auf die Brust. "Es war ein hartes Foul, aber die rote Karte muss man nicht geben", sagte Gieck.

Die Trainer forderten von ihren Spielern in der Kabine, nicht nachzulassen und den Vorsprung auszubauen. Dies gelang den jungen Forchheimern allerdings nicht. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Die wacker kämpfenden Obertraublinger reduzierten ihren Rückstand zwischenzeitlich auf vier Tore. Beim Stand vom 20:26 stellte der HC das Handballspielen fast komplett ein (50. Minute).

Ausgleich kurz vor dem Ende

Nach einem 6:0-Lauf glichen die Gastgeber zwei Minuten vor Schluss erstmals seit dem 2:2 sogar aus. Gut 60 Sekunden vor der Sirene kassierten die Forchheimer noch eine Zeitstrafe und das Spiel schien verloren. Doch auf einmal funktionierte die Abwehrreihe wieder, die Flippers eroberten zwei Mal in Unterzahl den Ball und brachten ihn im gegnerischen Tor unter. So hatten die Gäste zwar die zwei Punkte im Gepäck, müssen aber weiter an ihren Schwächen arbeiten und den Einbruch in der zweiten Hälfte aus den Köpfen bringen.

Am Samstag kommt mit dem TV Altdorf ein unangenehmer Gegner in die Realschulhalle, der mit einer solchen Leistung sicher nicht zu bezwingen ist. Trotzdem zeigte sich Trainer Gi eck nach dem Spiel zuversichtlich und vertraut auf die Stärke seiner Mannschaft: "Wir werden die Fehler analysieren und am Wochenende über 60 Minuten eine konstante Leistung zeigen."

HC: Farra, Roth - Schulz (6), Albrecht, Mückusch (2), Distler (1), Nyugen (4), Engel, Klingert, Stöckl (1), Rost (5), Mach (8/3), Hallmann (1), Fürch