Die Handball-Männer des HC Forchheim haben gegen eine tempomäßig und technisch ziemlich überlegene Erlanger Mannschaft um den umsichtigen Allrounder Tobias Wannenmacher verloren. Der 40-Jährige hatte Ende 2017 für wenige Wochen das Traineramt beim HCE in der Bundesliga inne. Gegen die Flippers trug er mit drei Toren dazu bei, dass sein Team hinter Regensburg auf Platz 2 der Bezirksoberliga bleibt. Trotz des dritten Erfolgs in Serie bleiben die Forchheimer Frauen auf Rang 3 der BOL, da das Spitzenquartett siegte.

Männer, Bezirksoberliga: HC Forchheim - HC Erlangen III 22:36

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Die Rollenverteilung war klar: Erlangen kam als klarer Favorit in die Realschulhalle und durfte sich im Kampf um den Aufstieg keinen Ausrutscher mehr erlauben. Erwartungsgemäß war die Gästebank überwiegend mit Akteuren aus dem Kader der Drittliga-Mannschaft besetzt. Fünf von ihnen bestritten nach dem Aufgalopp in Forchheim am Abend auch die Begegnung gegen die Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar. Und man merkte den Erlangern im Derby an, dass sie es eilig hatten, die Entscheidung zu suchen. Sie überrannten die Flippers in der ersten Halbzeit regelrecht (8:21).

Dem schnellen und druckvollen Spiel der Gäste hatten die Forchheimer wenig entgegenzusetzen. Jeder Fehler im Angriff wurde gnadenlos mit einem Konter bestraft. Und auch in der Abwehr waren die Hausherren zu oft einen Schritt zu langsam. Deutliches Indiz dafür waren die Strafwürfe und Zwei-Minuten-Strafen (Erlangen: 11/3, Forchheim 4/8). Dazu kam offensichtlich zu viel Respekt vor dem Gegner. Nur Torwart Matthias Müller und Michael Klingert schienen unbeeindruckt.

In der zweiten Halbzeit schalteten die Gäste einen Gang zurück, so dass die Flippers etwas besser mithielten. Offenbar hatte die Halbzeitansprache der Matthias Gieck und Markus Carra ihre Wirkung nicht verfehlt. Dennoch gab es einen klaren Auswärtssieg, der für die Unistädter nur eine Fingerübung auf dem Weg in die Landesliga zu sein schien. Schwerer als die Niederlage wog aus Forchheimer Sicht der Ausfall von Andreas Mückusch, der sich mit einem Mittelfußbruch zu den anderen Langzeitverletzten gesellt. Das letzte Spiel der Hinrunde bestreitet der HC am Sonntag bei Schlusslicht Weiden.te HC Forchheim: Farra, Müller, Weber - Schulz (1), Mückusch, Kist (1), Radina (1), Engel, Opitz (5), Klingert (5), Stöckl (1), Rost (3), Mach (5/4), Sauer

Frauen, Bezirksoberliga: HC Forchheim - HG Eckental 28:22

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Da Eckental seine vergangenen Partien meist sehr knapp verloren und gegen Bruck ein Unentschieden erkämpft hatte, stellten sich die Gastgeberinnen auf ein körperbetonteres und schwierigeres Spiel als zuletzt ein. Vor Beginn ging es aber sanft zu: Die Flippers-Damen liefen zusammen mit Kindern der Mini-Mannschaften in die Halle ein.

Beide Mannschaften starteten gut und vor allem offensiv, so stand in der achten Minute ein 3:3 auf der Anzeigentafel. Durch einen Drei-Tore-Lauf setzte sich der HC etwas ab. Die Gäste schafften in dieser Phase allerdings den Anschluss, da sich im schnellen Spiel nach vorne immer wieder Fehler einschlichen. Zur Halbzeitpause blieb Forchheim immerhin ein Vier-Tore-Vorsprung (14:10).

Die Devise für die zweite Hälfte war klar: Das Tempo hochhalten, im Abschluss konsequent sein und die restlichen 30 Minuten konzentriert spielen. Tatsächlich erwischten die Flippers den besseren Start und bauten ihre Führung bereits nach drei Minuten auf 17:11 aus. Das war aber nicht die Vorentscheidung. Durch mehrere Zeitstrafen gegen Forchheim und ein hektischer werdendes Spiel holte Eckental bis zur 43. Minute zum 19:18 auf. Nach einer engen Phase und Spielständen von 20:19 und 21:20 zeigte eine Auszeit des HC Wirkung: 24:21 (52.).

Auch ein Time-Out des Gegners brachte die Gastgeberinnen nicht mehr vom Kurs ab. Mit souveränem Spiel und guten Paraden von Torfrau Pia Siebenhaar ließ Forchheim nichts mehr anbrennen. cg HC: Gärtner (6), Gareis, Heilmann (1), Hofmann (1), Irnsdorfer (3), Kohnen, Molls (5), Nemeth, H (2), Nemeth, T (3), Rothenbücher (3), Schmitt (2), Siebenhaar, Zettelmeier (2)