23 Punkte aus 30 Spielen waren letztlich zu wenig - der TSC Bärnfels musste nach lediglich einer Kreisklassen-Saison wieder den Gang zurück in die Fußball-A-Klasse 4 antreten. Der Abstieg hatte für Spielleiter Michael Lang verschiedene Gründe. Doch allen voran hadert er mit dem Verletzungspech seiner Mannschaft.

Wie war die Gemütslage, als klar wurde, es reicht heuer nicht zum Klassenerhalt?
Michael Lang: Wir waren natürlich alle enttäuscht und frustriert. Das ist ja völlig klar. Aber unserem Trainer Engelbert Unterbuchberger ist es früh gelungen, die Mannschaft wieder zurück in die Spur zu bringen und neu zu motivieren. Bisher wirkt das auf mich auch alles sehr gefestigt und erholt.

Woran hat es gelegen? Was fehlte am Ende?
Das hatte gleich mehrere Gründe. Aber ausschlaggebend war vor allem unser großes Verletzungspech. Wichtige Leistungsträger sind teilweise die komplette Rückrunde hindurch ausgefallen. Wenn man bedenkt, dass wir alleine auf der Torhüterposition sechs verschiedene Spieler einsetzen mussten, ist das natürlich nicht kompensierbar. Zwischenzeitlich mussten sogar vier Feldspieler unser Gehäuse hüten. Trotzdem haben wir uns gerade in Spielen gegen favorisierte Teams immer sehr gut präsentiert. Wesentlich schwerer haben wir uns dafür jedoch gegen direkte Tabellennachbarn getan. Da haben wir reihenweise Spiele aus der Hand gegeben. In solchen entscheidenden Momenten hat man merken können, dass die Kreisklasse für drei, vier Spieler unserer Mannschaft doch noch zu früh gekommen war.

Welche Maßnahmen werden nun ergriffen?
Personell haben wir einige wenige Veränderungen zu verbuchen. Mit Christian Häfner verlässt uns ein Spieler in Richtung Moggast. Dafür rücken aber zwei Jugendspieler aus unseren eigenen Reihen nach, die sich bislang toll verkauft haben. Beide konnten in der vergangenen Saison keine Spielpraxis sammeln, da wir keine A-Junioren hatten. Dennoch stimmen uns beide positiv. Der Trainer wird die Jungs mit einem straffen Programm fit machen und für die neue Spielzeit wappnen.

Mit welchen Zielen gehen Sie in die kommende Saison?
Zwar übt der Vorstand keinen Druck aus, dennoch peilen Trainer und Mannschaft eine Platzierung ganz oben in der Tabelle an. Dass wir gleich am ersten Spieltag spielfrei sind, ist natürlich ein bitteres Los. Wir hätten lieber sofort losgelegt. Zudem sehe ich einige starke Teams in der Liga, die oben mitmischen werden. Dazu zähle ich unter anderem den FC Pegnitz, den SV Bieberbach und den FC Leutenbach. Aber wenn wir verletzungsfrei bleiben, können wir sicher auch ein Wörtchen um die vorderen Plätze mitreden.