Verena Kraft kommt aus Leutenbach und könnte am Samstag ebenso wie der FCler Christian Kraft in Muggendorf zu Gast sein, um sich die Begegnung aus der Männer-A-Klasse 3 ER/PEG anzugucken. Mit dem 31-Jährigen ist sie weder verwandt noch verschwägert, stattdessen würde die 20-Jährige ihren Freund Michael Knöcklein aus den Reihen des SV Moggast II begleiten, dessen bester Kumpel im Kader der Neidecker steht. Ähnlich kompliziert ist die Historie der Positionen von Verena Kraft auf dem Spielfeld.

Wer hat Sie angespielt?
Verena Kraft: Lena Seyberth, deren Bruder Lukas der beste Kumpel von meinem Freund Michael ist. So haben wir uns vor fast fünf Jahren auf irgendeiner Geburtstagsfeier kennengelernt.

Sie kommen und wohnen in Leutenbach, spielen aber für den TSV Gräfenberg. Warum?
Ich habe vor ungefähr zehn Jahren mit dem Fußballspielen angefangen, als in Leutenbach eine U13 ins Leben gerufen wurde. Seit 2015 gibt es beim FC mangels Personal aber keinen Frauenfußball mehr. Über die heutige Schwägerin meiner besten Freundin bin ich nach Gräfenberg gelangt, habe dort probeweise mittrainiert und mich dem Verein angeschlossen.

Die Saison in der Kreisklasse 2 ER/PEG läuft bereits seit Anfang des Monats, dennoch haben Sie erst eine Partie bestritten. Woran liegt das?
Den Auftakt gegen Weilersbach haben wir aufgrund vieler Urlauber in gegenseitigem Einverständnis auf November verschoben. Anschließend hätten wir gegen Forth gespielt, doch der ASV hat bereits vor Saisonbeginn zurückgezogen. Gegen die SG Eckenhaid/Brand II am vergangenen Samstag waren wir endlich im Einsatz, dieses Wochenende sind wir schon wieder spielfrei.

Beim bisher einzigen Auftritt gab es immerhin ein 11:0, Tabellenführer Stöckach könnte nach diesem Spieltag mit vier Partien aber bereits weit enteilt sein. Wie lautet das Ziel des TSV unabhängig von der verzerrten Tabelle?
Ich will nach der soliden vergangenen Saison wieder oben mitspielen. Unser Trainer Alexander Kraus peilt sogar den Aufstieg an. Das 11:0 ist allerdings wenig aussagekräftig, da der Gegner auf etliche gesperrte Spielerinnen verzichten musste. Das ist übrigens der Grund für den Rückzug Forths. Einige ASVlerinnen sind in die neue SG gewechselt, Forth brachte deswegen keine Mannschaft zusammen. Beim neuen Verein sind die Akteurinnen mangels Freigabe des ASV aber noch nicht einsetzbar.

Ein Treffer ging auf Ihr Konto, welche Position nehmen Sie auf dem Platz ein?
Mein Trainer nennt es Allrounderin. Ich habe damals als Torhüterin angefangen, wollte aber ins Feld. Fortan war ich Stürmerin. Inzwischen komme ich da zum Einsatz, wo ich gerade gebraucht werde.

Wofür nutzen Sie das spielfreie Wochenende? Am Sonntag gastiert der formstarke FC Nürnberg bei der SpVgg Greuther Fürth...
Jetzt muss ich vorsichtig sein - mein Freund ist Club-Fan. Ich bin da neutral, hoffe für ihn aber auf einen Auswärtssieg. Ich schau' mir am Samstag eventuell das Spiel Muggendorf gegen Leutenbach an, da Michaels bester Kumpel Lukas Seyberth bei der SpVgg kickt.

An wen geht Ihr "Absatzkick"?
An Katharina Prechtel vom FC Schlaifhausen. Wir waren gemeinsam am Ehrenbürg-Gymnasium in Forchheim und haben in Leutenbach zusammengespielt.
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Steilpass-Regeln: Das Spielfeld bilden die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim. Verboten sind Kurzpässe, also Zuspiele innerhalb des eigenen Vereins, und Rückpässe zu bereits angespielten Aktiven.