Nicht alle Teams der Fußball-Kreisklasse 2 Erlangen/Pegnitzgrund haben im Winter am Spielerkader geschraubt, aber die, die neue Akteure verpflichteten, untermauerten damit ihre Ambitionen auf die Meisterschaft oder den Klassenerhalt.

Das Aufstiegsrennen

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Nur vier Mannschaften haben noch realistische Chancen auf die Meisterschaft, allen voran das punktgleiche und auch im Torverhältnis nicht weit auseinanderliegende Führungstrio. Spitzenreiter Eggolsheim fand innerhalb weniger Wochen für den im Sommer scheidenden Spielertrainer Lutz Reinhold Ersatz. Mit Christian Martin kommt zwar ein reiner Coach, dafür legte die DJK auch spielertechnisch nach: Mit Adrian Grinjuks, Niklas Möhrlein (beide Jahn Forchheim), Sebastian Roppelt, Max Georgi (beide SV Buckenhofen), Nico Mayer (SV Bammersdorf) und Patrick Braun (TSV Kirchehrenbach) schloss sich ein halbes Dutzend dem Primus an.

Aufgrund eines gegenüber Ebermannstadt mehr erzielten Tores ist der SV Moggast schärfster Verfolger. Michael Ulrich, der ebenso wie Spielertrainerkollege Matthias Oßmann bereits verlängert hat, holte von seinem Ex-Klub SpVgg Erlangen mit Colin Diederichs einen langen Mann für die Defensive ins Boot. Auch Ebs band seinen Übungsleiter Stefan Hiltl und Co Simon Albert, der zudem für die Reserve zuständig ist. "Wir sind von der Arbeit unserer Trainer überzeugt und mit ihnen zufrieden", sagt Abteilungsleiter Stefan Nützel.

"Auch unser Kirchehrenbacher Torwart Timo Bail hat für die neue Saison zugesagt und vom Rest der Mannschaft haben wir ebenfalls keine Abwanderungsgedanken gehört", berichtet Nützel. Allerdings wechselt Viktor Gotmann zurück zur SG Wichsenstein/Bieberbach, zudem ist Ersatzkeeper Mohamad Alkatawi zum ATSV Forchheim gegangen.

Den TSV Hemhofen, der nur zwei Zähler weniger aufweist, hat in der Winterpause Mario Hofmann Richtung Kreisligist DJK Kersbach verlassen, wo er bereits von 2008 bis 2012 seine Schuhe schnürte. Im Gegenzug kommt Falco Fischer von der SG Falkenheim zum Absteiger.

Die Mittelfeldteams

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Die SG Kleinsendelbach/Hetzles führt das Mittelfeld mit 13 Zählern Rückstand auf Hemhofen an und hat den Posten des Co-Trainers mit Simon Müller besetzt, der gleichzeitig Spielertrainer der A-Jugend ist. Allerdings stehen Coach Markus Lutz Torwart Dominik Brennig (nach Großenseebach) und Dominik Schmidt (Neunkirchen) nicht mehr zur Verfügung. Zum SV Poxdorf, der auf der Suche nach einem Nachfolger für Spielertrainer Patrick Glauber ist, kehrt nach eineinhalb Jahren bei der SG Pinzberg/Gosberg Schlussmann Michael Heiß zurück.

Beim FC Schlaifhausen herrscht Kontinuität auf dem Feld und der Trainerbank: Onur Thompson und Lukas Porster machen weiter. Zugang Michael Meier aus Kirchehrenbach ist erst im Mai spielberechtigt. Beim SV Weilersbach hat das Duo Simon Dimter und Sebastian Vollmeier ebenfalls verlängert. Neu im Team ist Christian Wegner (SV Pretzfeld), Markus Nagengast schließt sich dem Heimatverein Drügendorf in der B-Klasse an.

In Heroldsbach gibt es nach dem vorzeitigen Abschied von Trainer Armin Appelt und der Rückkehr von Tobias Rost zur DJK Pautzfeld keine weiteren Veränderungen. Zwar kickt Niko Schleicher künftig für Nachbar Wimmelbach, wo Coach Simon Schwarzenbach verlängert hat, doch bei der SpVgg pausierte er zuletzt. Aufsteiger Buckenhofen II versucht, die Neu-Eggolsheimer Roppelt und Georgi mit Fadil Haji Yusef vom ATSV Forchheim zu kompensieren.

Die Abstiegskandidaten

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Zusammen mit Wimmelbach hat die SpVgg Effeltrich die beste Ausgangsposition der gefährdeten Mannschaften, allerdings haben den Verein zwei Spieler verlassen: Fabian Schulze-Bölling und Karim Dridi folgten Ex-Coach Michael Appelt zum FC Eschenau. Bei der SpVgg Dürrbrunn und der Spvgg Hausen ist der Vertragsstatus der Übungsleiter, Michael Taschner und Jörg Welker, offen. Transfers meldeten beide Kellerkinder nicht.

Um nicht in die A-Klasse durchgereicht zu werden, rüstet der FC Burk vierfach auf: Theo Richter (Niedersachsen), Rafael Bermüller (TV 48 Erlangen), Leon Just (ASC Boxdorf) und Lukas Prieß (FC Kalchreuth) heißen die Neuen, die auch 2019/20 von René Schweiger trainiert werden. Bei Schlusslicht Pretzfeld macht Coach Jörg Rösch wie angekündigt im Sommer eine Pause. Die Nachfolge des 40-Jährigen ist noch nicht geklärt, dafür begrüßt der SV mit Dominik Baier aus Wichsenstein und Leon Baier aus Trailsdorf zwei Rückkehrer.