Der Steilpass bleibt im Stadtgebiet Forchheim und landet bei Frank Welz, der bei der DJK-TSV Kersbach zwischen den Pfosten steht. 24 Jahre lang war er eng mit dem VfB Forchheim verbunden. Als dort die Lichter ausgingen, suchte sich der 28-Jährige bei den Kersbachern ein neues fußballerisches Zuhause.

Wer hat Sie angespielt?
Frank Welz: Patrick Gebhardt vom FC Burk. Ich kenne ihn schon seit der Jugend, da wir früher oft gegeneinander gespielt haben. Über einen Freund habe ich Patrick dann besser kennen gelernt und es hat sich eine tolle Freundschaft zwischen uns beiden entwickelt. Er ist sowohl auf als auch neben dem Platz sehr ehrgeizig und man kann sich auf ihn immer hundertprozentig verlassen. Patrick ist meiner Ansicht nach einer der besten Verteidiger im Landkreis und steckt sich regelmäßig sehr hohe Ziele, die er dann auch unbedingt verwirklichen will. Er kann es allerdings überhaupt nicht leiden, wenn jemand seine Einstellung nicht teilt. Da kann es manchmal schon zu hitzigen Diskussionen mit ihm kommen.

Wie sieht Ihr bisheriger Laufweg aus?
Mit dem Tag meiner Geburt hat mich mein Vater, der über 30 Jahre lang in der Vereinsleitung aktiv war, sofort als Mitglied beim VfB Forchheim angemeldet. Seit ich also denken kann, bin ich mit dem VfB verbunden und habe mit vier Jahren mein erstes Pflichtspiel gemacht. Damals wollte sich keiner ins Tor stellen, also bin ich mehr oder weniger in die Fußstapfen meines Vaters getreten. Seitdem bin ich da auch nicht mehr rausgekommen und war 24 Jahre lang als Spieler für den VfB aktiv. Erst in der Winterpause 2011, als langsam klar wurde, dass wir mit der Mannschaft nicht mehr antreten können, habe ich mich für einen Wechsel zur DJK Kersbach entschieden.

Was erwarten Sie von der restlichen Saison?

Wir haben eine sehr, sehr junge Mannschaft, in der allerdings unheimlich viel Potenzial schlummert. Daher muss es unser Ziel sein, weiter zu reifen und unsere Leistung beständig über eine gesamte Saison hinweg abzurufen. Für viele waren wir vor Saisonbeginn ein ganz großer Aufstiegsaspirant, ich sehe uns allerdings weniger in der Favoritenrolle. Viele Akteure brauchen einfach noch Zeit und mehr Erfahrung. Jedoch zähle ich uns schon zu den Top Fünf der Kreisklasse 2 ER/PEG.

Wen spielen Sie als nächstes an?
Martin Paulus vom SV Bammersdorf. Er war ebenfalls sein ganzes Leben lang beim VfB Forchheim und hat erst 2011 die Rolle des Co-Spielertrainers in Bammersdorf angenommen. Gleich im ersten Jahr sind sie aufgestiegen und sind seither ein Ligakonkurrent von uns. Wir haben uns in der Hinrunde also endlich mal wieder auf dem Spielfeld getroffen. Das war super. Mir ist das Spiel jedoch in besonders guter Erinnerung geblieben, da ich viele alte VfB-Freunde getroffen habe und wir außerdem die Begegnung noch 1:0 gewonnen haben.