Auch weil die personelle Situation bei den Höchstadt Alligators angespannt bleibt, reichte es in der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga wie schon am Freitag (s. Artikel rechts) nicht zu einem Überraschungserfolg. Erneut verkaufte sich der HEC teuer, musste sich dem breiter aufgestellten Favoriten jedoch beugen. Der Vorsprung auf Lindau schmolz am Wochenende auf einen Punkt zusammen, trotzdem bleibt Höchstadt auf Play-off-Kurs.

Oberliga Süd: Höchstadter EC - EC Peiting 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)

Schwungvoller Beginn beider Teams, wobei HEC-Goalie Philipp Schnierstein schon nach 30 Sekunden doppelt eingreifen musste, während auf der anderen Seite Oleg Seibel (2.) und Jari Neugebauer (3.) zum Abschluss kamen. Unterhaltsam ging es weiter, hüben wie drüben wurden die Bemühungen intensiviert. Lukas Lenks Bauerntrick am kurzen Pfosten hatte nicht das gewünschte Ergebnis (7.), Peitings Müller traf nur die Latte (8.). Im ersten Powerplay des Abends kamen die Alligators zu drei guten Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben. In der Folge hatte der HEC ein Chancenplus, doch auch Peiting blieb gefährlich, so dass Schnierstein noch zweimal sein ganzes Können aufbieten musste (16., 17.).

Nach dem Seitenwechsel ging Peiting glücklich in Führung: Nach einem Puckverlust des HEC stocherte Pius Seitz die Scheibe im Fallen über die Linie (24.), und weil Höchstadt ein weiteres Mal etwas zu sorglos im eigenen Drittel agierte, legte Anton Saal das 0:2 nach (28.). Trotzdem war die Partie weiter offen. Vor allem in den sich nun häufenden Überzahlsituationen kamen die Alligators zu guten Chancen: Michal Petrak scheiterte an der Latte, und auch sonst schien das Peitinger Tor wie vernagelt.

Im Schlussdrittel überstanden die Hausherren zunächst eine Unterzahl, bliesen dann wieder zum Angriff. Petraks Solo und Lenks Versuchs brachten nicht den erhofften Anschluss, auf der Gegenseite konnte Thilo Grau ein Tor nur durch ein Foul verhindern (48.). Auch dessen Strafzeit lief gegen die um Kontrolle bemühten Peitinger ohne Folgen für den HEC ab, doch die Hoffnung auf die Wende schwand. Lenk vergab eine weitere Gelegenheit, im Gegenzug schob Feuerecker nach Pass von Kostourek zum 0:3 ein (56.). Die Partie war entschieden, der längst verdiente Treffer von Martin Vojcak, der im Nachschuss erfolgreich war, kam letztendlich zu spät (58.).

Die Statistik

HEC: Tor: Schnierstein, Henseleit; Abwehr: Neved/Wiedl, Babinsky/Roth, Stütz/Cejka; Angriff: Neugebauer/Petrak/L. Lenk, Vojcak/Seibel/Kolesnikov, Grau/Mikesz/Fröhlich, Aab ECP: Tor: Hechenrieder, Magg; Abwehr: Brown, Rohrbach, Feuerecker, Weyrich, Winkler, Miller, Söll, Lucas; Angriff: Morris, Saal, Gohlke, Heger, Seitz, Stauder, Haninger, Krabbat, Kostourek, Wagner

Schiedsrichter: Christoffer Hurtik, Jan Lamberger, Andreas Roth

Zuschauer: 514 Tore: 0:1 Pius Seitz (24.), 0:2 Anton Saal (28.), 0:3 Andreas Feuerecker (56.), 1:3 Martin Vojcak (58.)

Strafminuten: 4 / 8