Die Winterpause ist lang, eigentlich zu lang. Vier Monate und eine Woche ohne Fußball? Für die Damen des SV Frensdorf eine schwer zu ertragende Vorstellung. Also machen sie aus der Not der spielfreien Zeit eine Tugend und trainieren in reduzierter Form einfach weiter. "Über die Weihnachtsferien natürlich nicht", sagt Abteilungsleiter Christopher Hack, der einst im Männerfußball des VfB Forchheim als Funktionär und als Spieler aktiv war. "Aber danach sind wir gleich wieder in die Schulturnhalle zum Training. Man muss auch etwas Abwechslung anbieten, mit Zumba zum Beispiel. Die Mädels hatten ihren Spaß, für so etwas sind sie wohl auch leichter zu begeistern als Männer", sagt Hack aus eigener Erfahrung.

Forchheimer Quartett im Kader

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Apropos Forchheim: Mit Katharina Sturm aus Hausen, Amelie Striegel aus Ebermannstadt, Lena Amon aus Eggolsheim und Magdalena Dötzer aus Kauernhofen befinden sich vier Mädels aus dem Landkreis im Kader des SVF, der erst im Sommer den Aufstieg in die höchste bayerische Spielklasse schaffte. Zur eigenen Überraschung gewann der Neuling seine ersten vier Partien, ehe eine kleine Schwächephase folgte. Allerdings gegen stärker einzuschätzende Gegner. "Wir sind mit dem Verlauf der Hinrunde absolut zufrieden. Die Bayernliga ist für viele unsere Spielerinnen eine völlig neue Liga und eine Umstellung: Die Gegner sind stärker, das Tempo höher, die Technik besser. Wir haben es in den ersten zwölf Spielen hervorragend gelöst. Man erkennt schon jetzt die Fortschritte bei einzelnen Spielerinnen, sie wachsen mit ihren Aufgaben. Für das Ziel Klassenerhalt sehe ich uns auf einem guten Weg", sagt Hack.

Vier Teams steigen ab

Vier Konkurrenten muss die Mannschaft von Trainer Hubert Richter hinter sich lassen, der erste Abstiegsplatz ist zur Saisonhalbzeit nur sechs Punkte entfernt. Um den Abstand mindestens zu halten, wurde der Klub nochmal auf dem Transfermarkt tätig: Mit Isabella Zopf (FC Eintracht Bayreuth) und Meike Ruppert (SpVgg Ebing) begrüßt Richter zwei Winterzugänge - und die haben einen klaren Auftrag. "Wenn bei uns der Schuh gedrückt hat, dann in der Defensive, weil wir dort nicht breit genug aufgestellt waren. Meike und Isabella sind defensiv ausgerichtet, das wird unserem Spiel guttun", erklärt Hack.

Zudem hofft der 39-Jährige auf die eine oder andere Rückkehrerin: Melanie Friedel, Annalena Haderlein und Kimberly Mc Kinney befinden sich nach schweren Verletzungen auf dem Weg der Besserung und könnten im Verlauf der Rückrunde wieder eine Option werden. "Wir wollen uns dauerhaft in der Bayernliga etablieren", sagt der Teammanager.

Hatte Frensdorf in der vergangenen Saison die Landesliga noch nach Belieben dominiert und im Schnitt 3,5 Tore pro Partie erzielt, weht heuer ein anderer Wind. "Wir sind natürlich defensiver ausgerichtet", berichtet Hack. So hat der SV in zwölf Begegnungen zwar nur 15 Tore geschossen, aber auch nur 13 kassiert.

Leidenschaft Futsal

Bevor es zur Vorbereitung auf den Rasen geht, frönten die SV-Damen ihrer Futsal-Leidenschaft. Am vergangenen Wochenende nahmen sie an der bayerischen Meisterschaft in Dingolfing teil, für die sie sich als oberfränkischer Meister qualifiziert hatten. Schon bei der Premiere 2015 war der SVF dabei und schied als Letzter der Vorrundengruppe aus. Diesmal reichte es zwar auch nicht für einen Sieg, aber dank zweier Unentschieden immerhin zu Platz 3 in der Gruppe. Das Spiel um Platz 5 unter acht Teilnehmern verlor Frensdorf gegen Weinberg mit 0:1. Die Kreismeisterschaft hatte das Team unbesiegt mit 18:0 Toren abgeschlossen und auch bei der Bezirksmeisterschaft nur zwei Gegentore kassiert.