Für die Handball-Männer des SV Buckenhofen wären es wichtige Punkte gegen einen Abstiegskonkurrenten der Bezirksoberliga gewesen. Doch die Gesamtsituation mit Langzeitverletzten, Rückkehrern und neuem Übungsleiter barg doch zu viele Unwägbarkeiten. So behalten die "Buckis" zur Winterpause mit lediglich zwei Siegen aus zwölf Partien die Rote Laterne.


SV Buckenhofen - HC Weiden 28:33

Nach der herben Heimspielniederlage gegen die TS Herzogenaurach am vergangenen Sonntag wollten die SV-Männer im Abstiegskampf punkten. Dafür mussten vor allem die Schwächen in der Abwehr und bei der Chancenverwertung ausgemerzt werden. Doch wussten die Jungs um Neu-Trainer Christoph Schatz, dass der Oberpfälzer Mitaufsteiger nicht zu unterschätzen ist, mit 8:10 Punkten standen dieser auf dem neunten Tabellenplatz.

Die Gäste erwischten den besseren Start und überwanden die zu langsam agierende Defensive der Hausherren mit einfachen Toren. Nach zehn Minuten stand es bereits 3:9. Fortan kamen aber auch die "Buckis" besser in die Partie, die Abwehr war schneller auf den Beinen und vorne wurden die Torchancen konsequent genutzt, so dass der SVB auf 10:13 verkürzte. In dieser Phase bereiteten vor allem Sven Wirth und Christoph Mach der Weidener Abwehr Kopfzerbrechen.

Die vom Gästetrainer beantragte Auszeit erwies sich jedoch als besonders wirkungsvoll. Die Buckenhofener spielten danach ohne Konzept im Angriff und verloren durch technische Fehler ein ums andere Mal den Ball, was den HC zu schnellen Toren einlud. Beim Stand von 12:18 gingen die Mannschaften in die Kabine.


Kaum Änderung nach der Pause

Häufig waren die Hausherren in den ersten 30 Minuten zu passiv, boten dem Gegner zu große Lücken - nötig war also eine stabilere Abwehr, lautete das Pausenfazit. Doch wesentlich änderte sich das Geschehen nach Wiederanpfiff nicht. Klare Torchancen wurden nicht genutzt, zu viele Bälle fanden keinen Abnehmer. Binnen weniger Minuten waren die Gäste auf 24:15 enteilt. Diesem Rückstand lief der SVB bis zum Ende der Partie vergeblich hinterher, verkürzte lediglich auf 28:33.

Trotz der Niederlage gab es den einen oder anderen Lichtblick: Die Rückkehr von Marco Rost und Konstantin Winter - diesmal die besten Werfer des SV - stimmte positiv. Und Trainer Schatz weiß nun, dass es vor allem in der Abwehr anzusetzen gilt, damit vielleicht schon beim ersten Spiel des kommenden Jahres am 14. Januar gegen den Tabellenzweiten TV Erlangen-Bruck II das Punktekonto aufgestockt werden kann. Nach einer Abschlusseinheit heute geht es am 2. Januar mit der Vorbereitung auf die Rückrunde weiter. "Die Aufregung war groß, zumal es gegen einen direkten Konkurrenten ging", sagte Schatz zu seinem Trainerdebüt im Herrenbereich. "Die Enttäuschung danach allerdings auch."
SVB: Weber, Zündt - Distler (1), Forster (3), Hauer, Hübenthal (3), Ladwig (3/3), Mach (3), Rost (4), Schwarz, Konstantin Winter (5), Moritz Winter (2), Wirth (4)