Neues Jahr, alte Saison: Für die DJK Eggolsheim ging es mit der Rückrunde in der Basketball-Bayernliga los. Eggolsheim erwartete den Tabellenletzten aus Arnstein. Dass dies trotzdem kein einfaches Spiel wird, zeigte sich schon im Hinspiel in Arnstein. Zudem musste Eggolsheim auf seine Topscorer Rahm und Pätzold verzichten. Aber Eggolsheim wollte unbedingt wieder siegen, da die letzten paar Spiele der Hinrunde unglücklich verloren wurden.

Sand im DJK-Getriebe

Im Kopf nur dieses Ziel, zeigte Eggolsheim doch von Beginn an eine eher schwache Leistung. Im Angriff haperte es mal wieder am Abschluss, während Arnstein im Gegenzug mit einfachen Pick-and-Rolls aus dem Halbfeld treffsicher agierte. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und stetiger Führungswechsel mit dem glücklicheren Ende für Arnstein zum 17:20 Viertelstand.

Im zweiten Viertel lief es nicht unbedingt besser, eher das Gegenteil kam zum Vorschein: Eggolsheim stand immer wieder zu lasch in der Defensive, sodass Arnstein Mitte des Viertels vor allem durch seinen späteren Topscorer Blank auf acht Punkte davonzog (20:28). Aber unbeeindruckt davon kämpften sich die Jungs um Coach Manuel Aas wieder ran. Johannes Wehner und Alexander Roppelt setzten sich hier gekonnt in Szene, ehe Julian Roppelt einen Dreier mit der Schlusssirene zum 35:38- Halbzeitstand versenkte.

Worte zeigen Wirkung

In der Halbzeitpause ließ der Coach harte Worte verlauten, auch der verletzte Max Rahm machte der Mannschaft in der Kabine deutlich: "Das sieht von außen viel zu lahm aus, macht mal mehr Druck! Das könnt ihr doch!" Es dauerte jedoch wieder viel zu lange, bis Eggolsheim in die Gänge kam. In der 24. Minute stand es noch 42:48 für Arnstein, bis die Eggolsheimer Walze endlich ins Rollen kam. Die DJK versenkte nun drei Dreier in Folge, zwei durch Arcilla, der abermal ein gutes Händchen bewies, und ging erstmals wieder in Führung. Diese wurde eine Minute später noch einmal kurz aus der Hand gegeben, Hagen Rothe setzte nun den Dreier zum Abschluss diesen Viertels drauf. So entschieden die Jungs vom Eggerbach dieses Viertel mit 60:55 für sich.

Nun kam es jedoch zu einer längeren Pause, da der Eggolsheimer Anschreiber versehentlich zwei Punkte von Eggolsheims Nummer 4, Arcilla, auf die falsche Seite geschrieben hatte. Die Schiedsrichter korrigierten diesen Fehler. Arnstein jedoch erhob Einspruch, obwohl diese nicht mal eine Nummer 4 im Kader hatten.

Die Spieler waren nun sichtlich irritiert und schon wieder kalt, als es mit Viertel vier weiterging. Eggolsheim setzte nun im richtigen Moment noch eine Schippe drauf und ging durch Freiwürfe des treffsicheren Daniel Hofmann erstmals mit zehn Punkten in Führung. Diesem Vorsprung liefen die Arnsteiner nun das ganze Viertel hinterher, ließen sich allerdings zu keinem Zeitpunkt abschütteln und kämpften bis zum Schlusspfiff. Doch Eggolsheim schien sich nun des Siegs sicher und gab diesen auch nicht wieder aus der Hand, 74:66.

Eggolsheim steht weiter auf dem dritten Platz. Trotz des Siegs, der sich wahrlich gut anfühlt, gibt es einige Baustellen, die Eggolsheim wieder abbauen muss. Nächstes Wochenende geht es zum Zweiten nach Bamberg.