Schon am fünftletzten Spieltag hatten die Fußball-Frauen des FC Schlaifhausen den Klassenerhalt in der Bezirksliga perfekt gemacht. Fünf Teams ließ der damalige Aufsteiger hinter sich. Diesmal wird es nur einen Absteiger geben, der Klassenerhalt also ein Spaziergang? "Das sollte machbar sein", sagt Trainer Kurt Finze, dessen Team am Sonntag in die neue Saison startet.

"Unser Ziel ist es, ein weiteres Jahr in der Bezirksliga zu bleiben. Es wäre ein Traum, wenn wir das wieder so früh hinkriegen", erklärt Finze. Hintergrund der entschärften Abstiegsregel ist der Wechsel des SV Auerbach in den Bezirk Oberpfalz und der Rückzug des SC Gremsdorf in die Kreisklasse. Die Liga solle 2016 aber wieder ihre Stärke von zwölf Mannschaften erreichen.


Franken-Derby ist wichtiger

Der erste der nur noch neun Schlaifhausener Gegner ist am Sonntag die SG Nürnberg/Fürth. Gespielt wird - anders als die übrigen Heimpartien des FC - um 17.30 Uhr. "Die Nürnberger haben angefragt, ob wir die Begegnung auf den Abend verlegen können, weil einige Spielerinnen das Franken-Derby anschauen wollen", sagt der 51-Jährige, der nach Absprache mit seinen Schützlingen zustimmte.

Nach einem 4:0-Sieg und einer 1:5-Pleite gegen die SG wagt Finze keine Prognose. Zumal sich der Gegner personell stark verändert hat. "Dort muss irgendwas vorgefallen sein, weshalb viele Spielerinnen weggegangen sind", erzählt der Kirchehrenbacher. Im Gegenzug habe der neue Trainer Peter Wiessmeier einige Akteurinnen mitgebracht. Zur Vorbereitung auf das Spiel blieben Finze daher nur die Testspielergebnisse der Spielgemeinschaft.


Drei Siege, zwei Niederlagen

Der FC geht mit einer knapp positiven Bilanz in die Saison. Gegen Burk, Ebermannstadt und Wernsdorf gelangen Siege, gegen Hammerbach und Adelsdorf unterlag das Team. "Wir müssen vor allem noch an unserer Defensive arbeiten", räumt Finze nach zwölf Gegentoren in den fünf Partien ein. Offensiv zeigte sich seine Mannschaft mit 23 Treffern dagegen effektiv - und das, obwohl Katja Haskowic nicht mehr zur Verfügung steht. Mittlerweile läuft die linke Außenbahnspielerin für den FC Pegnitz in der Landesliga auf.


Drei Neue vom FC Leutenbach

Viktoria Kunze hat Schlaifhausen in Richtung SV Hetzles verlassen, Franziska Erlwein und Christin Stiller stehen berufsbedingt nur noch sporadisch parat. Im Gegenzug schlossen sich Hannah Dötzer, Janine Fischer und Katharina Prechtel vom aufgelösten Kreisklassisten FC Leutenbach an. Außerdem verstärkt Lisa Holzermer vom SK Lauf das Finze-Team. "Sie ist in die Gegend gezogen und hat sich uns angeschlossen", erklärt ihr neuer Coach.