Fußball-Abteilungsleiter Michael Berndorfer ist zufrieden. Tabellarisch soll es für den SV Poxdorf, zur Winterpause Siebter in der Kreisklasse 2 ER/PEG, zwar noch nach oben gehen, aber grundsätzlich haben sich der neue Trainer Florian Poesdorf und die vielen Neuzugänge gut eingelebt.

Die Hinrunde fing nicht perfekt an und endete mit einer kleinen Ergebniskrise. Vor der Runde hatte der Verein mit Poesdorf einen Nachfolger für den jetzt nur noch spielenden Christoph Reck engagiert und eine ganze Stange an neuen Akteuren zum SVP gelotst - unter anderem Marius Meyer, der einst beim FSV Erlangen-Bruck höherklassig kickte. Mit dieser Blutauffrischung ließ die Mannschaft die schwache Vorsaison vergessen, als die Poxdorfer teilweise um den Klassenerhalt bangen mussten.


Durststrecke dämpft Hoffnung

Von einem Kampf um die vorderen Plätze ist der Kreisliga-Absteiger von 2015 jedoch meilenweit entfernt. Nach guten Ergebnissen fing Mitte September eine Durststrecke an, die sich bis zur Winterpause durchzog. In den letzten neun Partien gewann Poxdorf lediglich knapp gegen Schlusslicht Hetzles (3:2), holte aber Achtungserfolge gegen Ortsnachbar Kersbach (1:1) oder den Tabellenzweiten Ebermannstadt (0:0). Dennoch hat der SV nicht einmal halb so viele Punkte erspielt wie die Mannschaften auf Platz 1 und 2.

Die schlechte Spielzeit nach dem Gang in die Kreisklasse und die Tatsache, dass viele neue Spieler integriert werden mussten, sieht Berndorfer nicht als Hindernis für eine mögliche bessere Platzierung. "Man hätte trotzdem ein besseres Abschneiden erwarten können", erklärt der Funktionär.

Berndorfer hat im Januar das Amt des Abteilungsleiters übernommen, er kommt ursprünglich aus Oberösterreich, wo er in einer vergleichbaren Liga gespielt hat. Der 30-Jährige zog Ende 2014 beruflich nach Poxdorf und hat sich entschieden, dort auch im Vereinsleben mitzuwirken. Eigentlich schnürt der Österreicher auch noch selbst seine Stiefel, zog sich jedoch im April einen Kreuzbandriss zu und wird erst wieder nach der Winterpause auf dem Platz stehen können.


Langwierige Verletzungen

"Eigentlich wollten wir unter die Top 5 kommen. Das haben wir zwar nicht geschafft, aber wir sind trotzdem zufrieden." Berndorfer liefert auch gleich die Begründung. "Verletzungen hat jede Mannschaft, aber bei uns ist es leider so, dass die Spieler nicht nur kurzzeitig ausfallen, sondern eben gleich die gesamte Hinrunde nicht dabei sein können."

Als Beispiel nennt er seinen Stürmer und ehemaligen Spielertrainer Reck, der nur auf fünf Einsätze kam. Oder Tobias Eichinger, der aufgrund von Schmerzen beim Auftreten ebenfalls nur acht Mal auflief. Darüber hinaus brach sich Poesdorf das Schlüsselbein und wirkte nur noch von außen auf seine Jungs ein. Auch Neuzugang Meyer fiel zwischenzeitlich aus.


Zugänge schlagen voll ein

Tabellarisch fiel Poxdorf ab, der Gesamteindruck ist für den Abteilungsleiter jedoch gut. "Wir sind sehr zufrieden mit den Neuzugängen. Sebastian Arlt aus Möhrendorf hat sich super etabliert. Christopher Roppelt macht seinen Weg und ist überall einsetzbar. Fabian Förtsch ist super gestartet, kam danach aber in ein Formtief. Marius Meyer ist einer der besten Sechser der Liga. Zusammen mit Poesdorf ist unser Mittelfeld eigentlich richtig gut bestückt", fasst Berndorfer zusammen.

Weil es bereits im Sommer so viele Veränderungen gab, wird der Kader im Winter gleich bleiben. "Ich komme nach meinem Kreuzbandriss wieder hinzu, auch beim Christoph Reck wird es wieder gehen", erklärt der Abteilungsleiter. uwke