Diese Woche fliegt der Steilpass von Manuel Backof (FC Wichsenstein) zu seinem ehemaligen Trainer und Ligakonkurrenten. Bei der SpVgg Neideck Muggendorf gehört Frank Krasser zu den Routiniers. Der einstige Trainer erklärte vor Saisonbeginn seinen Rücktritt vom Rücktritt und steht der Spielvereinigung nach dem Abstieg als Spieler auch noch in dieser Saison zur Verfügung.

Wer hat Sie angespielt?
Frank Krasser: Mein ehemaliger Spieler, beziehungsweise Mitspieler vom FC Wichsenstein. Ich kenne Manuel Backof schon seit längerem. Nach dem Aufstieg in die Kreisliga 2006 konnten wir ihn damals zurück nach Wichsenstein holen. Seitdem ist er dem FCW treu geblieben und hat sich zum Führungsspieler entwickelt. Vor ein paar Wochen standen wir endlich mal wieder gemeinsam auf dem Feld. Zwar als Gegner, aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Leider haben wir das Spiel gegen Wichsenstein verloren. Ich hoffe, Manuel gibt mir dafür demnächst eine Revanche bei einem Tischtennisabend in meiner Garage.

Wie sieht Ihr bisheriger Laufweg aus?
Eigentlich ziemlich unspektakulär. Erst mit neun Jahren habe ich in Muggendorf mit dem Kicken begonnen. Mit 17 bin ich dann in den Herrenbereich der SpVgg übergegangen. Neun Spielzeiten habe ich dort verbracht und unter anderem den Kreispokal gewonnen. Anschließend verschlug es mich 2003 nach Wichsenstein, wo ich mittlerweile wohne. Nach einem kurzen Gastspiel in Ebermannstadt landete ich schließlich wieder beim FCW. Nur diesmal in anderer Funktion. Als Trainer war ich dort zusammen mit Peter Striegel und später mit Jörg Rösch tätig. 2006 krönten wir unsere hervorragende Leistung mit dem Aufstieg in die Kreisliga.

2009 kehrte ich wieder zu meinen Wurzeln zurück. Da die SpVgg Neideck nach dem Abstieg in große personelle Schwierigkeiten geraten war, wurde ich gefragt, ob ich dort nicht mein zweites Traineramt übernehmen möchte. Diese Position habe ich dann mit Durmus Kayaci und später mit Florian Wehrfritz besetzt. Spätestens nach dem Abstieg letztes Jahr wollte ich eigentlich kürzertreten und hatte schon mein Karriereende angekündigt. Allerdings hätte das wahrscheinlich unser kleiner Verein personell nicht verkraftet. Also habe ich nochmal ein Jahr als Spieler drangehängt. Nun versuche ich, unserer jungen Mannschaft so gut wie es geht auf dem Feld noch zu helfen.

Was erwarten Sie vom Wochenende?
Uns steht ein anstrengendes Wochenende bevor. Heute treffen wir im Nachholspiel auf den Tabellenzweiten aus Hallerndorf. Und nur zwei Tage später spielen wir gegen den Ersten, den Baiersdorfer SV II. Beide Teams gehören zu den besten Mannschaften der Liga und stehen verdient ganz oben. Es wäre schön, wenn wir zumindest in einem Spiel punkten könnten, da wir noch ein schweres Restprogramm vor der Brust haben. Sowohl Hallerndorf, als auch der BSV sind von Position eins bis 14 sehr gut besetzt und verfügen einfach über einen größeren Kader als wir. Wir müssen uns nach dem Abstieg neu orientieren und uns erst noch finden. Für uns zählt jeder Punkt, um möglichst großen Abstand zu den Abstiegsrängen zu halten.

An wen passen Sie weiter?
Ich möchte den Steilpass nochmal zurück zum FC Wichsenstein spielen. Dort spielt Armin Schüpferling, der zu den verdienten Spielern des FCW zählt. Er ist ebenfalls 36 Jahre alt und erlebt derzeit auf dem Fußballfeld seinen zweiten Frühling. Armin ist sowohl läuferisch als auch spielerisch so gut wie noch nie. Mich würde allerdings interessieren, wie oft Armin seine Karriere eigentlich schon beendet hat.