Durchhalten und Ankommen ist die Prämisse bei der über 800 Kilometer langen Winterrallye auf den historischen Rallye-Strecken der 60er- und 70er-Jahre durch die Ober-, West- und nördliche Oststeiermark. Bei der achten Winterrallye in Österreich war das fränkische DCRT-Team mit zwei Oldtimer-Fahrzeugen gemeldet. Heiko Dlugos und Marc Dennerlein auf ihrem Fiat 128, Baujahr 1978, sowie Thomas Rippel und Thomas Brückner auf BMW 2000, Baujahr 1969. Mit dabei war auch Michael Stoschek, Sieger der historischen Rallye-Europameisterschaft 2006.

Start für die 32 Teilnehmer war in Leoben. In den Bergen der Steiermark im ersten Teil der Strecke lag ausreichend Schnee und die Teams hatten ausgezeichnete, winterliche Bedingungen. Für Rippel/Brückner gab es schon nach fünf gefahrenen Kilometern Probleme bei einer leichten Kollision mit einem Teilnehmer wie auch beim Anlegen der Schneeketten. Die Hebe-Anlage des BMW 2000 funktionierte nicht und so ging wertvolle Zeit verloren.


Dlugos ohne Schneeketten

Deutlich besser lief es beim Fiat-Team - trotz Startnummer 13 und zugewiesener Startzeit von 13:13 Uhr. Dennerlein navigierte Dlugos ausgezeichnet und alle Wertungen am Freitag bewerkstelligten die beiden ohne Kettenhilfe. "Marc hat wieder einen klasse Job gemacht und der Fiat hielt trotz defektem Ausrücklager an der Kupplung tapfer durch", erklärte Dlugos.

Am ersten Tag fuhren die Motorsportler bis in die Nacht, sodass einige Teilnehmer mit Lichtmaschinenproblemen zu kämpfen hatten - auch das fränkische Team. Dlugos hatte den Fiat in der letzten Prüfung noch im Schnee fest gefahren. Weder ein vorbeikommender Audi noch ein Käfer konnten das DCRT-Team befreien. Die Bordspannung reichte nicht mehr aus, um den Wagen zu starten und die zwei mussten schaufeln, um den Wagen wieder in Gang zu bringen: 40 Minuten Zeitverlust.

Durch den Föhnsturm am zweiten Tag mit Temperaturen von über 15 Grad und einer Sturmstärke bis zu 120 km/h waren maßgebende Streckenteile nicht passierbar, Bäume und herabgefallene Steine blockierten die vorgesehene Route. Für die DCRT-Teams lief es jedoch am zweiten Tag sehr zufriedenstellend:


Lagerschaden am Getriebe

Rippel/Brückner belegten aufgrund der verlorenen Zeit vom Freitag nur den 23. Platz. Dlugos/Dennerlein hatten auf den letzten 100 Kilometern noch einen Lagerschaden am Getriebe, kamen aber mit etwas Glück ins Ziel und belegten Platz 5. Nun werden die Fahrzeuge repariert und auf die bevorstehende Winterrallye im niederösterreichischen Waldviertel Ende Januar vorbereitet. hd