Kreisliga 1

Aus dem Aufstiegsrennen in der Kreisliga 1 ER/PEG ist längst ein Zweikampf geworden. Die Ausgangslage hat sich nach dem 4:1-Erfolg des SV Tennenlohe gegen den TSV Röttenbach komplett gedreht. Schließlich steht nun das Team von Spielertrainer Dennis Haan plötzlich vor dem Mitkonkurrenten, der als Tabellenführer in die Partie ging. "Ich glaube nicht, dass Tennenlohe jetzt noch einen Punkt abgeben wird", vermutet Röttenbachs Abteilungsleiter Kurt Endruschat. "Wir stellen uns daher auf die Relegation ein." Spannend bleibt es auch im Tabellenkeller, wo die SpVgg Uehlfeld durch das 3:2 beim FC Burk auf einen Nichtabstiegsplatz sprang.

SV Tennenlohe - TSV Röttenbach 4:1

Zwar besitzen die Gastgeber die beste Offensive der Liga, dennoch bemängelte Haan im Vorfeld noch die Chancenausbeute. Seine Mannschaft schien den Wink verstanden zu haben. Allerdings gelang es Tennenlohe erst in der zweiten Halbzeit, das Torverhältnis weiter zu verbessern. Denn zunächst kam Röttenbach mit der starken Drangphase des SV bestens zurecht und Manuel Kilger brachte die Gäste per Kopf sogar mit 1:0 in Führung (5.). "Das Gegentor hat uns ein wenig verunsichert, aber wir haben uns dann ja zum Glück noch gesteigert", sagte Haan, der schon kurz nach dem Wiederanpfiff Kevin Lipperts Treffer zum 1:1 bejubeln durfte (50.). Nur vier Minuten später hatte der SV das Spiel gedreht, als Philipp Gemborys per Strafstoß das 2:1 erzielte. "Der Haan wurde vielleicht leicht gezupft. Ich weiß nicht, ob man den Elfmeter wirklich geben muss", so Endruschat. "Aber er hat das clever gemacht." Die Gäste warfen nun alles nach vorne - und wurden durch Haan in der Nachspielzeit nach zwei Kontern bestraft (90., 90. + 4). ham


Kreisliga 2

Mit ihren Erfolgen haben sich die SpVgg Diepersdorf und der TSV Brand den Meistertitel beziehungsweise den Relegationsplatz gesichert. Bei der Vergabe des letzten direkten Abstiegs- sowie des Schleuderplatzes läuft es auf einen Dreikampf zwischen Leinburg, Schnaittach und Troschenreuth hinaus. Den Klassenerhalt in der Tasche hat der SV Gößweinstein nach dem 4:2-Sieg gegen Ottensoos.

DJK Weingarts - TSV Brand 3:1
Viele Chancen hatten sich die Gastgeber nicht ausgrechent, dass sie dem Relegationsplatz-Inhaber noch ein Bein stellen und ihrerseits nochmal in den Aufsteigskampf eingreifen können. "Wir gehen seit Wochen personell auf dem Zahnfleisch", erklärte DJK-Spielertrainer Hannes Decher nach Abpfiff. Zumindest ein wenig Revanche für die 0:3-Hinspielpleite wollte seine Mannschaft aber schon betreiben. Doch der TSV hatte etwas dagegen. Felix Stelzer mit Hilfe des Innenpfostens (20.) und Andreas Kratzer per abgefälschtem Schuss (25.) nahmen Weingarts früh den Wind aus den Segeln. "Nach dem 2:0 hat Brand etwas zurückgeschaltet", fand Decher, dennoch gelang Mike Maußner auf Hackentrick von seines Trainers Steffen Staudinger der dritte Treffer (65.). Michael Antes sorgte für etwas Maigischer Ergebniskosmetik (69.). "In den letzten zwei Spielen stellt sich das Team quasi von selbst auf", sagt der Coach. rup


Kreisklasse 1

Jetzt wird es richtig eng für den SV Langensendelbach: Durch das eigene 0:3 gegen die SpVgg Erlangen II und den 1:0-Sieg des Hammerbacher SV gegen Vestenbergsgreuth ist das rettende Ufer bei noch zwei Spielen schon vier Punkte entfernt.

FC Großdechsendorf - DJK Wimmelbach 3:2
Zwei Mal lag der FC zurück, erst in Überzahl fuhren die Dechsendorfer die fehlenden Punkte für die sichere Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation ein. "Unser Ziel war es seit ein paar Wochen, Platz 2 zu halten. Das haben wir geschafft", sagte Trainer Sven Berthold erleichtert. Zunächst schienen die Gäste ihren positiven Trend fortsetzen zu können, Daniel Gößwein traf aus 30 Metern zum 0:1 (10.). Per Freistoß glich Michael Wegner aus (23.), ehe DJK-Kapitän Christoph Saffra für die erneute Wimmelbacher Führung sorgte (38.). Doch dann wendete sich das Blatt. Während Berthold die Rote Karte gegen Florian Gößwein wegen Notbremse (40.) gerechtfertigt fand, erhob Gäste-Trainer Reinhard Marsching Einspruch: "Versetzt hinter ihm war noch ein Mitspieler." Nicht durch gutes Überzahlspiel, sondern dank eines Elfmeters erzielte Wegner das 2:2 (55.). Auch an der vorangegangenen Szene schieden sich die Geister. "Den kann man geben", sagte Berthold, während Marsching inkonsequent fand, dass der gelb-vorbelastete Daniel Gößwein für das vermeintliche Foul nicht vom Platz flog. Stefan Räuber sorgte für die Entscheidung (80.).

SV Langensendelbach - SpVgg Erlangen II 0:3
Gegen den unangefochtenen Tabellenführer kann man verlieren. Nicht aber wenn man in der Situation des SV Langensendelbach steckt. Petros Rikas nach einer Flanke per Kopf (6.) und Felix Henschel (48./68.) stießen das Tor zur Kreisliga für die Erlanger ganz weit auf. Die vier Punkte vom rettenden Ufer entfernten Hausherren müssen ihre Konzentration dagegen auf die verbleibenden zwei Partien legen und auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.


Kreisklasse 2

Man muss kein Mathematiker sein: Mit neun Punkten Rückstand bei noch zwei Spielen ist der Klassenerhalt für Muggendorf (0:4 gegen TKV Forchheim) unmöglich geworden. Der Spitzenreiter aus Effeltrich (4:0 gegen den FC Wichsenstein) stand dem TKV in nichts nach. Aberwitzig geht es allerdings im Tabellenkeller zu: Der TSV Neunkirchen II (3:0 in Kersbach) hat als einziges der abstiegsbedrohten Teams gewonnen und ist nun punktemäßig mit einem Trio auf Augenhöhe. Die letzten beiden Spieltage versprechen eine unglaubliche Spannung im Abstiegskampf, selbst der TSV Ebermannstadt auf Rang 8 darf sich noch nicht sicher fühlen.

SpVgg Muggendorf - TKV Forchheim 0:4
Zwar haben alle drei bisherigen Konkurrenten um den Klassenerhalt gepunktet, doch mit einem Dreier hätte sich Muggendorf noch immer ein Türchen offen gehalten. Doch die SpVgg stemmte sich nur bis zur Pause gegen deren Zufallen. "Wir hatten sogar Chancen durch Pascal Hofmann und Florian Felbinger", sagte Mitspieler Michael Gröschel. Doch der TKV sei einfach besser aus der Kabine gekommen und ging durch Ali Sakli (48.) und Murat Erboga (50.) rasch mit 2:0 in Führung. "Damit war es natürlich erledigt", erinnert sich der ehemalige Abteilungsleiter, der der Realität schon zuvor ins Auge geblickt hatte und den Abstieg einigermaßen gelassen hinnimmt: "Es geht weiter, die Planungen für die A-Klasse laufen." Yalcin Caglayin (68.) und erneut Sakli besiegelten das Aus für die Neidecker, die 2013 noch in der Kreisliga spielten. Dort will der TKV zumindest über die Relegation hin. rup


Kreisklasse 3

In der Kreisklasse 3 sieht es ganz nach einem Titelgewinn für den SC Eckenhaid (1:0 gegen Kühlenfels) aus. Im Verfolgerduell setzte sich Neunhof mit 3:1 gegen Pottenstein durch, das dadurch auf den dritten Tabellenplatz abrutschte. In der Abstiegszone hat Bärnfels nach der 0:2-Niederlage in Weißenohe nun ganz schlechte Karten.

SpVgg Weißenohe - TSC Bärnfels 2:0
Während Weißenohe den Klassenerhalt nun wieder in den eigenen Händen hat, müssen die Bären nun beide Spiele gewinnen und hoffen, dass dies der letzte Saisonsieg der SpVgg gewesen ist. "Anfangs sah es auch nicht danach aus", räumte Klaus Wölfel ein, "denn wir haben zwei hundertprozentige Chancen vergeben", sagte der SpVgg-Abteilungsleiter. Erst im zweiten Durchgang sorgte Johannes Gebhardt (67.) für Erleichterung. Nach Gelb-Rot gegen Stephan Drost (75.) in Unterzahl führte Tom Hibbeln (79.) die Entscheidung herbei. rup


A-Klasse 3

Unfreiwillig hat Pretzfeld die DJK Willersdorf zum vorzeitigen Meister in der A-Klasse 3 gemacht. Während die DJK mühelos gegen Weilersbach II gewann, verlor der SV mit 1:2 in Drügendorf. Pretzfeld behält aber seinen zweiten Aufstiegsplatz, da auch der Tabellen-Dritte aus Pinzberg sein Spiel vermasselte. In der A-Klasse 5 netzten Dormitz und Stöckach je fünf Mal ein.

TSV Drügendorf - SV Pretzfeld 2:1
Zwar geht es für Drügendorf im Grunde um nichts mehr, abgeschenkt wird dennoch überhaupt nichts. Das musste der SV Pretzfeld erfahren, der sich einem mindestens ebenbürtigen Hausherren gegenübersah. Da auch Verfolger Pinzberg leer ausging, ist die Niederlage für Pretzfeld allerdings verschmerzbar. Ärgerlich ist sie trotzdem. Nachdem Tobias Bienert das 1:0 für Drügendorf markierte (16.), bekam Pretzfeld im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zwei Elfmeter zugesprochen. Beim ersten Versuch scheiterte Michael Streibel noch am glänzenden Keeper Sebastian Mathes (24.), den zweiten Strafstoß (39.) versenkte er aber zum 1:1-Pausenstand. Dass Pretzfeld komplett leer ausging, lag am feinen Füßchen von Fabian Bienert. Per direktem Freistoß traf er zum 2:1-Endstand (81.). tsc

DJK/TSV Pinzberg - SpVgg Heroldsbach II 1:4
Ein Sieg hätte Pinzberg den zweiten Rang beschert, so bleibt es aber beim Zwei-Punkte-Rückstand auf Pretzfeld. Gegen die Heroldsbacher Reserve erwischte der Hausherr einen rabenschwarzen Tag. Die personelle Situation - fünf Mann hatten gefehlt - erschwerte die Aufgabe zusätzlich. Alle fünf Tore fielen dabei in der ersten Halbzeit. Moritz Müller (2), Simon Schkade und Marco Häfner trafen für die SpVgg-Reserve, Jakob Förstel markierte den einzigen Pinzberger Treffer. tsc

DJK Willersdorf - SV Weilersbach II 3:0
Nach dem Schlusspfiff und mit Bekanntwerden der Pretzfelder Niederlage war klar: Willersdorf hat die Meisterschaft schon zwei Spieltage vor Saisonende in der Tasche. Also schmückten die DJKler noch schnell einen Traktor und machten sich bereit für die Dorfrundfahrt, der Titel musste ja entsprechend gefeiert werden. Zur Feierlaune trug auch das beherzte Spiel vor einer stattlichen 150-Zuschauer-Kulisse bei.
In Schwierigkeiten geriet Willersdorf gegen die harmlose Reserve aus Weilersbach zu keiner Zeit. Tobias Hoffmann machte mit dem 1:0 in der 18. Minute klar, wohin die Reise gehen würde. Jörg Weber (78.) und abermals Hoffmann (84.) erhöhten noch zum 3:0. tsc