Der TSV Neunkirchen aus der Kreisliga 2 ER/ PEG war bekanntlich auf Trainersuche, da sich Adrian Mahr zur neuen Saison dem SV Tennenlohe anschließen wird. Nun herrscht allerdings Klarheit: Joachim "Jojo" Müller, aktuell noch in Diensten des TSV Röttenbach, wird zur Saison 2017/ 2018 das Amt übernehmen. Es ist gleichzeitig auch der Wechsel von einem Spielertrainer zu einem klassischen Trainer.

Abteilungsleiter Reinhard Basener freut sich, mit Müller einen Trainer für den TSV gefunden zu haben, der "eine interessante Vita als Torhüter und lange sowie erfolgreiche Trainerstationen vorzuweisen hat. Er ist der beste Kandidat für uns". Basener hätte gerne auch mit einem Spielertrainer weitergemacht, damit hat der Verein zuletzt ja gute Erfahrungen gesammelt. Außerdem muss Mahr auf dem Feld nun irgendwie anders ersetzt werden.
"Meine Vorstellung war ein Spielertrainer, aber es gab auch andere Meinungen im Verein, denn ein Spielertrainer muss immer auch auf seine eigene Leistung schauen und hat dann eventuell nicht den Blick auf die anderen Spieler. Unser neuer Trainer hat bereits bewiesen, dass er mit einer jungen Mannschaft gut arbeiten und sie weiterbringen kann. In den Gesprächen haben wir sofort eine Begeisterung gespürt, er ist erfahren und weiß, was er will. Immerhin hat er zuletzt den TSV Röttenbach lange Zeit auf einem guten Niveau gehalten."

Auch Müller sieht Ähnlichkeiten zu seiner bisherigen Trainerstelle. "Neunkirchen ist ein guter Verein, ein Dorf, das früher höherklassig gespielt hat. Die Jugend spielt in einer SG, in den letzten Jahren waren sie in der Kreisliga vorn dabei." Müller wohnt in Lauf und hat ab der neuen Saison nur noch die Hälfte der Wegstrecke zu absolvieren wie bisher. Es gab auch andere Anfragen an den Trainer, aber letztlich entschied sich der 50-Jährige für Neunkirchen, den Verein um die Ecke. Wichtig ist für den Trainer, die Mannschaft zusammenzuhalten, damit die Stützen der Mannschaft auch in der neuen Saison für den TSV Neunkirchen auflaufen.


Duell in der Relegation?

Besondere Brisanz verspricht der Aufstiegskampf. Nicht unwahrscheinlich, dass Müller mit seinem aktuellen Klub auf seinen künftigen Verein trifft. Röttenbach steht in der Kreisliga 1 ganz vorn, Neunkirchen kämpft in der Kreisliga 2 um Platz 2. Sollte es dumm laufen, treffen Röttenbach und Neunkirchen in der Relegation um die Bezirksliga aufeinander - ein Fall, der sicher als unangenehm beschrieben werden kann. Aber auch dann werden die Beteiligten professionell genug sein und diesen Umstand sportlich nehmen.