Im Grunde hat alles gestimmt - nur eben das Ergebnis nicht. In der Bayernliga Nord verliert die SpVgg Jahn Forchheim das Topspiel beim FC Amberg unnötigerweise mit 0:2. Der Baiersdorfer SV holt in der Landesliga Nordwest gegen Kahl einen Zähler, der SV Buckenhofen legt einen Fehlstart ins neue Bezirksliga-Jahr hin.

Bayernliga Nord

FC Amberg - SpVgg Jahn Forchheim 2:0

Spielerisch auf Augenhöhe, im Abschluss aber einfach nicht kaltschnäuzig genug - und bei den gefährlichen Amberger Standards nicht auf der Höhe. Der Jahn muss sich bei der 0:2-Niederlage auch an die eigene Nase fassen. "Wir haben eigentlich ein richtig gutes Spiel gemacht", sagte Jahn-Coach Michael Hutzler: "Nur hätten wir in der ersten Halbzeit wenigstens eine der Chancen nutzen müssen." So schlug Amberg zwei Mal kurz nach der Halbzeit mit Standards zu und sorgte so für den siegbringenden Unterschied.

Hutzler wählte eine eher defensiv ausgerichtete Formation als zuletzt beim 2:1 gegen Haibach. Klaus Faßold trat die Reise gar nicht mit an, während Max Bauernschmitt und Sven Becker zunächst auf der Bank Platz nahmen. Für die begannen dieses Mal Kevin Woleman, Florian Clausnitzer und Ferdinand List.

Wie erwartet, versuchten die Gäste gegen nach vorn marschierende Amberger erst einmal Ordnung ins Spiel zu bringen. Wobei der FC nach nur drei Minuten die erste Hundertprozentige hatte: Tobias Wiesner tankte sich durch, seinen Versuch klärte Rüdiger Beck reaktionsschnell, ehe er auch den Abpraller sicherte. Auf der Gegenseite gab Forchheim nach einem Freistoß das erste Lebenszeichen von sich, doch den Nachschuss verzog Thomas Roas (6.) weit.

Offenbar tankte der Jahn dadurch gehörig Selbstvertrauen, denn in der Folgezeit versteckten er sich nicht und versuchte immer wieder, gezielte Nadelstiche zu setzen. Die Rost-Elf hingegen konnte sich bei Torwart Matthias Götz bedanken Er entschärfte nach einem Konter gegen Mergim Bajrami sicher, wobei der Winkel für den Forchheimer etwas zu spitz war (20.). Keine Chance hätte er wohl in der 23. Minute gehabt, als Oliver Seybold seine Volleyabnahme aus 25 Metern etwas zu ungenau ansetzte und diese am langen Pfosten vorbeistrich.

Doppelpack der Gastgeber

Der Beginn des zweiten Durchgangs war ein Spiegelbild des ersten: Erneut hatte Forchheim zunächst mehr vom Spiel, allerdings machte der FCA das 1:0. Nach einem Eckball kam der eingewechselte Michael Dietl mit dem Kopf an den Ball, den SpVgg-Keeper Beck wohl etwas unterschätzte. Er faustete ihn weg, allerdings genau auf Werner, der aus sieben Metern eiskalt mit dem Fuß vollstreckte (49.). Hutzler brachte mit Adem Selmani und Dominik Zametzer nun noch mehr Offensiv-Power.

Jedoch klingelte es in einer immer hektischer werdenden Begegnung erneut im Forchheimer Kasten: Nach einer Ecke konnte Beck den Schuss von Werner noch abwehren, den Nachschuss hämmerte Wiesner aus 20 Metern unhaltbar unter die Latte zum 2:0 (70.). Und nur 60 Sekunden später flog Maximilian Göbhardt nach einem unnötig harten Foul an der Mittellinie mit Rot vom Platz - damit war dann quasi auch das Spiel endgültig entschieden. "Es war ein Foul, definitiv. Der Schiedsrichter hätte sicher auch Gelb geben können, hat es aber als Frustfoul gewertet. Damit müssen wir leben", sagte Hutzler.


Landesliga Nordwest

Baiersdorfer SV - FC Viktoria Kahl 0:0

Zwar habe das Team von Helmut Wolff die besseren Chancen gehabt, "aber wenn du mit einer Niederlage startest und dann den Tabellen-Fünften zu Gast hast, kann ich mit der Punkteteilung gut leben", erklärte der BSV-Coach. Gegenüber dem 2:3 beim FC Schweinfurt II habe er eine Steigerung gesehen, wenngleich seine Jungs noch nicht in der Verfassung aus der Hinrunde seien. Jochen Staniszewski und Adrian Bayerlein vergaben in der ersten Halbzeit "Riesen-Chancen" für die Hausherren, nach dem Seitenwechsel scheiterten Felix Günther am Pfosten und Florian Eichinger mit einer guten Möglichkeit. Die Viktoria kam während der 90 Minuten dagegen nur zwei Mal vor das Gehäuse der Baiersdorfer. "Wichtig war, dass hinten die Null stand", fand Wolff. rup

Bezirksliga Mittelfranken

FCB Kickers Nürnberg - SV Buckenhofen 4:0

Die abstiegsbedrohten SVler sind mit einem Fehlstart aus der Winterpause zurückgekehrt. Von Beginn an machte sich bemerkbar, dass sich Buckenhofen im Gegensatz zur Heimmannschaft, die ihr erstes Spiel bereits beim 1:1 gegen Schwaig bestritten hatte, noch nicht im Spielrhythmus befindet. Schon nach sieben Minuten musste SVB-Keeper Christian Blum hinter sich greifen. Mit dem verkorksten ersten Durchgang eventuell schon abgeschlossen, fing sich Buckenhofen kurz vor dem Pausenpfiff das 0:2. In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste zwar besser ins Spiel, doch auch hier wurde der Beginn komplett verschlafen. Nach einem Ballverlust von Austin Zerinque wurde der überragende Kiymaz freigespielt und ließ Blum im Eins-gegen-Eins keine Chance mehr. In der 89. Minute vollendete wiederum Kiymaz mit seinem dritten Treffer auf Zuspiel von Meyer zum 4:0-Endstand.
Für den SV Buckenhofen ist das rettende Ufer bei zwei Spielen weniger nun schon 14 Punkte entfernt. bai