Der SpVgg Jahn Forchheim steht zum Jahresabschluss eine unangenehme Partie bevor: Die Hutzler-Truppe muss in der Bayernliga zum Würzburger FV reisen. Dieser ist zwar Tabellen-Letzter, zerrupfte den Jahn beim 4:0-Sieg im Hinspiel aber nach Belieben.


Bayernliga Nord

Würzburger FV (18.) - SpVgg Jahn Forchheim (15.)
Zumindest eine gute Nachricht hält die Partie im Vorfeld bereit, wenn man es denn überhaupt so interpretieren möchte: Selbst bei einer Niederlage des Jahn würde dieser noch nicht auf den direkten Abstiegsplatz abrutschen. Dort überwintert definitiv der Gegner am Samstag (14 Uhr). Darüber hinaus gibt es aber wenig Erquickendes, das den Jahn zum Tabellen-Letzten nach Würzburg reisen lässt. Großen Anteil daran hat die 0:3-Niederlage gegen den VfL Frohnlach vom vergangenen Wochenende. Nichts war es mit der Trendwende oder wenigstens einem kleinen Befreiungsschlag, dafür ging es weiter mit den wackeligen Leistungen.

"Das ist wie verhext. Gegen alle Teams, die hinter uns stehen, haben wir verloren: gegen Sand, Frohnlach und Würzburg. Das darf uns nicht passieren", klagt Jahn-Trainer Michael Hutzler. Trotzdem: Auf eine Spielabsage in Würzburg hofft Hutzler nicht. "Das Spiel gegen Frohnlach können wir nicht so stehen lassen. Wir haben etwas gutzumachen, daher bin ich eigentlich ganz froh, dass die Partie aller Voraussicht nach auch stattfindet. Mit der Frohnlach-Niederlage im Hinterkopf in die Winterpause zu gehen, ist auch nicht unbedingt förderlich."

Die Rückschau auf das Hinspiel lässt aber nur wenig Gutes erahnen: Auf heimischem Geläuf war der Jahn heillos unterlegen und bei der 0:4-Klatsche sogar noch einigermaßen gut bedient. Ohnehin ist der WFV nicht unbedingt ein Lieblingsgegner des Jahn, besonders dann, wenn es nach Unterfranken geht. Hutzler: "Wir haben da noch nie richtig gut ausgehen. Es ist jetzt Zeit, das zu ändern." Was womöglich für den Jahn spricht: Während Forchheim trotz des 0:3 gegen Frohnlach im Rhythmus geblieben ist, fiel die Partie des WFV in Burglengenfeld zuletzt aus. Diese Interpretation des letzten Wochenendes teilt Hutzler aber nicht: "Wenn ich gewusst hätte, dass wir 0:3 verlieren, hätte ich auch lieber spielfrei gehabt. Es ist schwer, so ein unglücklich verlaufenes Spiel aufzuarbeiten. Die Niederlage hat weh getan, einfach deshalb, weil sie so unnötig war."

Eine Absage der Partie ist indes sehr unwahrscheinlich: Der WFV verfügt am Mainufer über einen schmucken Kunstrasenplatz, der benutzt werden kann, wenn äußere Einflüsse das Spielen auf Rasen unmöglich machen. Das zeichnet sich derzeit aber nicht ab. "Die Verhältnisse bei uns sind gut. Wenn keine sintflutartigen Regenfälle einsetzen, werden wir spielen", sagte WFV-Abteilungsleiter Martin Lang. Für eine Absage könnt höchstens sprechen, dass die Unterfranken offenbar an zwei hochkarätigen Neuzugängen dran sind, diese aber erst zum neuen Jahr verpflichten können. Aber das ist reine Spekulation.