Während der Baiersdorfer SV sein angesetztes Nachholspiel in der Landesliga Nordost gegen die SpVgg Bayreuth II am Sonntag aufgrund der tiefen Platzverhältnisse abgesagt hat, sehnt die SpVgg Jahn Forchheim dem Aufgalopp ins Jahr 2017 entgegen: In der Nordwest-Staffel geht es heute um 14 Uhr zuhause gegen den TSV Kleinrinderfeld.

An klare Siege hat sich die Mannschaft von Michael Hutzler in der intensiven Vorbereitung offenbar gewöhnt, auch gegen den ASV Weisendorf, einen Kreisligisten, diktierte Forchheim am Donnerstagabend das Kunstrasen-Geschehen nach Belieben. 4:0 lautete der Endstand, ein standesgemäßer Sieg, wie er zu erwarten war.
Die Generalprobe für den Ligaauftakt gegen Kleinrinderfeld nutzte Hutzler, um allen mitgereisten Feldspielern zu einem 45-minütigen Einsatz zu verhelfen. Nur Torhüter Markus Kredel, Patrick Mai, Senad Bajric sowie der vielversprechende Mittelfeld-Neuzugang Richard Steiner spielten von Anfang bis Ende durch. Das seien aber keine Anzeichen für eine mögliche Startaufstellung am Samstag. "Die Wechsel gegen Weisendorf waren positionsbezogen, mal sehen, wer am Samstag beginnt", sagte Hutzler. Der Jahn-Coach hat zum Heimspiel die Qual der Wahl, wen er auf welcher Position von Beginn an ins Rennen schickt. Die Optionen sind vielfältig, zumal dem 47-Jährigen alle Spieler aus dem 19-Mann-Kader zur Verfügung stehen.

Die Erinnerungen an Kleinrinderfeld sind aber nicht die besten: Im Hinspiel verlor der Jahn in einer wilden Partie mit 3:4, Oldie Peter Endres erzielte für den TSV damals die letzten beiden Tore. Auf zehn Buden in zwölf Spielen hat es der 34-Jährige inzwischen gebracht, nach einer auskurierten Verletzung zum Jahresende hin sollte er gegen Forchheim wieder zur Verfügung stehen. Und der Jahn ist zweifelsohne sein absoluter Lieblingsgegner. In der Bayernliga-Saison 2012/2013 erzielte er in Hin- und Rückspiel jeweils drei Treffer, allerdings gewann Forchheim beide Duelle mit 4:3. Trotzdem: Wer gegen den Jahn in drei Spielen acht Mal trifft, verdient besondere Aufmerksamkeit.

Sollten über Nacht keine große Niederschläge mehr auftreten, steht einer Austragung der Partie auch nichts im Weg. "Der Platz ist in einem ordentlichen Zustand. Ich bin überzeugt, dass wir spielen können", so Hutzler.